Der Bahnhof Feldafing ist ein S-Bahn-Haltepunkt in der oberbayerischen Gemeinde Feldafing. Er besitzt zwei Bahnsteiggleise. Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen.
Geschichte Im Jahr 1854 wurde eine Bahnstrecke von München nach Starnberg eröffnet. Im Winter 1862/1863 begannen die Bauarbeiten zur Verlängerung der Strecke in Richtung Oberland. Auf Wunsch des bayerischen Königs Maximilian II. wählte man eine Streckenführung westlich des Ortskerns von Feldafing und damit abseits des königlichen Parks am Starnberger See, wo zur gleichen Zeit mit dem Bau des Feldafinger Schlosses begonnen wurde. Am 1. Juli 1865 ging die eingleisige Strecke von Starnberg nach Tutzing in Betrieb. Es folgten im Oktober 1865 die Weiterführung nach Penzberg und im Februar 1866 die Strecke über Weilheim nach Unterpeißenberg. 1899/1900 wurde die Bahnstrecke zwischen Starnberg und Tutzing zweigleisig ausgebaut und eine Straßenunterführung nahe dem Feldafinger Bahnhof errichtet. Westlich des Bahnhofs gab es Abstellgleise für den Güterverkehr und eine Ladehalle.
Seit dem Jahr 1972 wird der Haltepunkt nur noch von Zügen der S-Bahn München bedient. Mit dem Ausbau zum S-Bahn-Haltepunkt entstand eine Fußgängerunterführung zwischen den Seitenbahnsteigen. Die Gütergleise und Ladehalle ersetzte man durch Parkplätze. Am 28. Februar 1975 endeten der Fahrkartenverkauf und Gepäckdienst im Bahnhof.
Empfangsgebäude Es wurde 1865 im Stil der Maximilianszeit nach Plänen des Bezirksingenieurs der Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen Georg Dollmann an der Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen errichtet.
Dollmann schuf ein zweigeschossiges Empfangsgebäude mit Flachwalmdach aus unverputztem Backstein. Es sollen die Steine, die für das Schloss im Park gedacht waren, verwendet worden sein. Flankiert wird das Hauptgebäude von zwei symmetrischen Pavillons mit Verbindungsflügeln zum Hauptbau. Im Erdgeschoss des Hauptbaus befanden sich eine Schalterhalle, eine Expedition und eine Wartehalle für allerhöchste Herrschaften. In den Nebengebäuden waren ein Wartesaal für die 1. Klasse, einer für die 2. Klasse und ein weiterer für die dritte Klasse vorhanden. Im Obergeschoss befanden sich die Wohn- und Diensträume für die Bahnbediensteten und den Stationsvorsteher. Vor dem Empfangsgebäude am Hausbahnsteig ist ein Bahnsteigdach vorhanden. Außen gliedern Elemente aus Haustein und klassizistische Details die Fassade des Gebäudes.Gemeinde Feldafing: auf feldafing.de, abgerufen am 31. Dezember 2018.
Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz. (PDF), abgerufen am 31. Dezember 2018. Seit 2013 dient es als Rathaus der Gemeinde.
Verkehr und Infrastruktur Derzeit ist der Haltepunkt eine Station der Linie S 6 der S-Bahn München.
Die beiden Seitenbahnsteige im Bahnhof Feldafing sind 211 Meter lang und 76 cm hoch.Deutsche Bahn: Stationsausstattung Feldafing auf deutschebahn.com, 2018, abgerufen am 31. Dezember 2018.
Linie Verlauf Taktfrequenz 20-Minuten-Takt
Literatur
Weblinks
Umgebungsplan und weitere Informationen zum Bahnhof auf mvv-muenchen.de
Einzelnachweise
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