22 Bullets (Originaltitel: L’Immortel) ist ein französischer Thriller aus dem Jahr 2010 von Richard Berry. Der Film basiert auf dem Roman L’Immortel von Franz-Olivier Giesbert, der durch einen Anschlag auf den Marseiller Gangsterboss Jacques Imbert inspiriert wurde. Er handelt von einem ehemaligen Gangster, der sich auf einen Rachefeldzug begibt, unter anderem nachdem ein Mordanschlag auf ihn verübt worden ist.

Handlung Der ehemalige Mafia-Boss Charly Matteï wird in einem Parkhaus von einem achtköpfigen Mordkommando niedergeschossen, überlebt aber die 22 Treffer schwerverletzt. Auf der Jagd nach den Attentätern sieht er sich mit seiner kriminellen Vergangenheit und der daraus resultierenden Gefährdung seiner Familie konfrontiert. Matteï reichte vor mehreren Jahren die Geschäfte an seinen alten Freund Tony Zacchia weiter, um sich von da an nur noch um seine Familie zu kümmern. Zunächst versucht er, die Verantwortlichen ohne Blutvergießen zu ermitteln. Dieses Verhalten wird jedoch als Schwäche angesehen und führt zu einem bestialischen Mord an einem seiner Freunde. Matteï macht sich auf die Jagd nach dem Drahtzieher und den Ausführern dieses Anschlags. Er besucht das fast vollständige Killerkommando während einer Geburtstagsfeier und kündigt ihnen an, sie aus Rache nacheinander zu töten.

Die Polizistin Marie Goldman leitet die Ermittlungen in dem Fall. Ihr Mann, ebenfalls Polizist, wurde einst im Dienst getötet und seine Mörder nie gefasst. Trotz des Desinteresses ihres Vorgesetzten möchte sie den Mord an ihrem Mann aufklären. Um Zacchia stellen zu können, macht Matteï einen Deal mit der Kommissarin Goldman, die selbst mit den Mördern ihres Mannes eine Rechnung offen hat. Die Polizei gelangt über einen von Matteï auf Umwegen an einem Tatort platzierten USB-Stick an belastende Daten. Als Matteï zuletzt Zacchia in seinem Haus töten will, taucht während des Kampfes die Polizei auf und verhaftet schließlich Zacchia. Insgesamt tötet Matteï sieben der acht beim Attentat Anwesenden, bis auf seinen Freund Martin Beaudinard, den Anwalt und neuen Ehemann seiner Ex-Frau, der mit Absicht daneben schoss.

Filmmusik Die Filmmusik von Klaus Badelt wird ergänzt durch eine Reihe von Arien aus italienischen Opern: Tosca, É luciavano le stelle und Ah! Franchigia a Floria Tosca mit Placido Domingo; La Bohème, Ehi! Rodolfo mit Placido Domingo und O soave Fanciulla mit Sherrill Milnes, Montserrat Caballé, Placido Domingo; Madama Butterfly Un bel di vedremo mit Renata Scotto; Rigoletto Tutte le feste mit Roberto Alagna; Lucia di Lammermoor, Oh giusto cielo! mit Andrea Rost.

Veröffentlichung Premiere des Films war am 24. März 2010 in Frankreich, Belgien und der Schweiz. 2010 veröffentlichte Sony Pictures Home Entertainment eine DVD mit Bonusmaterial von knapp einer Stunde, inkl. Making of, Interviews, einem Kurzfilm über die Premiere in Paris und einem Audio-Kommentar von Richard Berry. Der Film lief auf ARD und 3sat unter dem Titel 22 Kugeln – Die Rache des Profis.

Anmerkungen Die Arie Il Dolce Suono (auch die Wahnsinnsarie genannt) gegen Ende des Films ist aus der Oper Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti.

Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 21 Millionen US-Dollar ein.

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Kategorie:Filmtitel 2010 Kategorie:Französischer Film Kategorie:Thriller Kategorie:Mafiafilm Kategorie:Literaturverfilmung