Die Erzeparchie Akka (, ) ist eine mit der römisch-katholischen Kirche unierte melkitische Erzeparchie mit Sitz in Haifa.

Die Erzeparchie, deren Diözesangebiet heute ganz Israel umfasst, ist mit gut 70.000 GetauftenDavid M. Cheney, „Archeparchy of Akka (San Giovanni d’Acri; Tolemaide) (Melkite Greek): Ptolemaidensis“, 23. Oktober 2022, auf: The Hierarchy of the Catholic Church: Current and historical information about its bishops and dioceses; abgerufen am 10. November 2022. zahlenmäßig die größte christliche Gemeinschaft Israels und Teil des Katholizismus im Lande. Etwa 60 % aller israelischen Christen sind katholische Melkiten.

Geschichte Die Erzeparchie wurde als Eparchie im Jahre 1759 aus Gebietsabtretungen des Erzbistums Tyros errichtet. Sie geht auf ein antikes Bistum in Akka (Akko[n]) aus dem dritten Jahrhundert zurück. Der Heilige Synod berief 1911 Basilius Asʿad Qassis ( aus Miʿilya; 1908 ordiniert, 1962 gestorben in Tyros) zum Archimandriten in Akko und zum Vikar Bischof Griguri Hajjars (, ; 1875–1940Kobi Peled (), “The fall of a village in the 1948 war: A historical close-up of the conquest of Miʿilya and its surrender” (18. Januar 2017), in: British Journal of Middle Eastern Studies, Band 45 (2018), Nr. 3, S. 410–429, hier S. 421, Fußnote 60.).Eintrag ‹› in der Liste der Biographien von Mönchen des Klosters Synaxarium der Basilianer vom Heiligsten Erlöser, auf: – Ordre Basilien Salvatorien; abgerufen am 4. März 2025. Wie der Name der Eparchie anzeigt, hatte sie vor 1922 ihren Bischofssitz in der Apostel-Andreas-Kathedrale in Akko, das in wirtschaftlicher und demographischer Hinsicht um diese Zeit seinen Vorrang gegenüber Haifa an dieses verloren hatte.Alex Carmel (), Geschichte Haifas in der türkischen Zeit 1516–1918 [תּוֹלְדֹוֹֹת חֵיפָה בִּיְמֵי הַתּוּרְכִּים, Haifa: , 1969; dt.] Clara Zellermeyer (Übs.), Wiesbaden: Harrassowitz, 1975, (=Abhandlungen des Deutschen Palästinavereins; Band 3), Seite wie hinter der Fußnotenzahl angegeben. ISBN 3-447-01636-1.

mini|hochkant|Prophet-Elija-Kathedrale in Haifa Bischof Griguri Hajjar verlegte den Bischofssitz in die Liebfrauenkathedrale in Haifa als Ausdruck dieses Wandels, war doch Haifa zunächst die bevölkerungsreichste Stadt Mandats-Palästinas und, nachdem Tel Aviv sie 1938 überholte, dann bis 1967 die zweitgrößte in Israel. Haifas Melkiten gaben Ende der 1940er Jahre die Liebfrauenkathedrale auf (sie wurde ab 1982 wiederbelebt) und die Prophet-Elija-Kirche wurde Sitz des Bischofs und damit Kathedrale. Papst Paul VI. erhob sie mit der Apostolischen Konstitution Episcopalis synodus am 18. November 1964 zur Erzeparchie. Die Prophet-Elija-Kathedrale war 1939 in Haifa erbaut worden.

Pfarreien der Erzeparchie Zur Erzeparchie zählen 37 Pfarreien mit 73.921 Seelen (2022). Die Pfarreien folgen für die kirchlichen Feiertage einenteils dem Gregorianischen Kalender und anderenteils dem Julianischen Kalender. In den Pfarreien Judayda−al-Makr, Kafr Jasif, Maʿalot-Tarschiha, al-Rama, al-Rayna und Turʿan bestimmen Altkalendarier die Datierung.“” (14. April 2020), auf: (Griechisch-melkitisch-katholische Metropolie Galiläa: Offizielle Medien-Website); abgerufen am 2. Oktober 2024. Die Liste basiert auf teils widersprüchlichen Einträgen der Metropolie in Galiläa (Griechisch-melkitisch-katholische Metropolie Galiläa: Offizielle Medien-Website); abgerufen am 2. Oktober 2024. und der Bischofskonferenz katholischer Ordinarien des Heiligen Landes.Assembly of Catholic Ordinaries of the Holy Land (Hrsg.), Greek Melkite Catholic Patriarchate, Abschnitt ‹Archeparchy of Akko›; abgerufen am 2. Oktober 2024.

Akko (Protokathedrale Apostel Andreas) ʿArraba (, St. Mariae Entschlafung) ʿAylabun (St. Georg) al-Bassa (, St. Georg) al-Biʿna (, St. Peter und Paul) Dayr Hanna (, Apostel Johannes) Fassuta (, Prophet Elija) Gisch (St. Peter und Paul) Haifa (Auferstehung; Prophet-Elija-Kathedrale; St. Gabriel; St. Gregorius; Liebfrauen) Hararit (, Lawra Netofa) Hurfaysch (, St. Mirjam von Abellin) Iʿbillin (, Bergpredigtkirche) Iqrit (St. Mariae Entschlafung) ʿIsfiya (, Prophet Elija) Judayda−al-Makr (, St. Georg in Judayda; St. Antonius d. Gr. in al-Makr) Kafr Jasif (Erlöserkirche) Kafr Kanna (Unsere Liebe Frau von der Hochzeit zu Kana) Maʿalot-Tarschiha (St. Georg) Maʿalul (, Unsere Liebe Frau von Galiläa) Maghar (St. Georg) Mazraʿa (, Apostel Andreas) Migdal haʿEmeq (Erzengel Gabriel) Miʿilya (, St. Mariae Verkündigung) Nazareth (Synagogenkirche; Verkündigungskirche; St. Barbara) Peqiʿin (St. Georg) al-Rama (, St. Mariae Entschlafung) Raʾs al-ʿAyn (, Kirche geplant) al-Rayna (Unsere Liebe Frau von Galiläa) Sachnin (St. Joseph) Schafaʿamr (St. Peter und Paul) Tel Aviv-Jaffa (St. Georg) Tiberias (St. Peter und Paul) Turʿan (, Apostel Philippus) Wadi Sallama (, Nikolaos von Myra) Zababida (St. Georg)

Siehe auch Liste der römisch-katholischen Diözesen#Melkitische Griechisch-katholische Kirche Liste der melkitischen Erzbischöfe von Akko Römisch-katholische Kirche in Israel

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