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Dieser Artikel enthält alle wichtigen Figuren des Donkey-Kong-Universums. Er geht insbesondere auf die Rolle der Figuren in den einzelnen Donkey-Kong-Spielen ein, beschreibt ihr Erscheinungsbild, stellt die Beziehungen unter den Charakteren dar und nennt wissenswerte Kleinigkeiten über die Spielcharaktere (Trivia). Bei den Nebencharakteren wird auf eine Untergliederung verzichtet, vielmehr werden diese allgemein dargestellt. Grundsätzlich sind die Darstellungen alphabetisch geordnet, die Aufzählung der Endgegner und Tikis sind allerdings nach deren Auftritten in den jeweiligen Spielen sortiert. Die Sortierung der jeweiligen Spiele bei Aufzählung sämtlicher Endgegner bestimmt sich nach deren Sachzusammenhang: Spiele zusammengehöriger Spielreihen werden hintereinander in der Reihenfolge ihres Erscheinungsdatums aufgezählt. Die gesamten Spielreihen wiederum sind unabhängig von ihrem Erscheinungsdatum sortiert und erscheinen in der Folge ihrer Relevanz auf dem Spielemarkt. Alle Angaben und Namen beziehen sich grundsätzlich auf die deutschen beziehungsweise die PAL-Versionen der Spiele. Nur im Einzelfall wird bei Relevanz auf ausländische beziehungsweise die Original-Namen hingewiesen.
Im Artikel werden zumindest die häufig erwähnten Hauptspiele der Donkey-Kong-Serie zur Erleichterung des Leseflusses des Öfteren abgekürzt. Dabei steht DK für Donkey Kong (Arcade), DKC für Donkey Kong Country, DKC2 für Donkey Kong Country 2: Diddy’s Kong Quest, DKC3 für Donkey Kong Country 3: Dixie Kong’s Double Trouble!, DKCR für Donkey Kong Country Returns, DKCTF für Donkey Kong Country: Tropical Freeze, DK64 für Donkey Kong 64, DKJR für Donkey Kong Jet Race, DKL für Donkey Kong Land, DKL2 für Donkey Kong Land 2, DKL3 für Donkey Kong Land 3 und DKA für Donkey Kongs Abenteuer.
Wird im Artikel von „offiziellen Quellen“ gesprochen, so sind – neben den Donkey-Kong-Spielen selbst – insbesondere sämtliche Angaben gemeint, die von den Spieleentwicklern und Publishern selbst veröffentlicht wurden. Daneben werden Angaben aus renommierten Fachzeitschriften und -webseiten sowie aus der Fachliteratur dazu gezählt. Stammen Angaben aus den Spielen selbst, wird dies allenfalls im Fließtext erwähnt, auf gesondert angegebene Einzelnachweise jedoch verzichtet.
Kong-Familie Als Kong-Familie (teilweise auch andersherum Familie Kong genanntOffizielle Spieleanleitung von Donkey Kong Country 2: Diddy’s Kong Quest, Seite 26Club Nintendo, Ausgabe 6/95, Seiten 32f.) sind die zwölf Affen gemeint, die in den Donkey-Kong-Spielen als primäre Spielfiguren oder Gehilfen auftreten. Teilweise wird auch der in Donkey Kong Country auftretende Gegner Manky Kong wegen des identischen Nachnamens zur Familie Kong gezählt. Der Affe Manky Kong tritt aber lediglich in DKC in Erscheinung, hat auch dort keinen nennenswerten Auftritt und ferner nennt keine der offiziellen Quellen eine Verbindung zur Kong-Familie. Es ist daher eher davon auszugehen, dass der Nachname Kong nur allgemein auf die Spezies der Affen anspielen soll, Manky Kong aber nicht der Kong-Familie angehört. Diese Argumentation kann identisch auf die sogenannten Kong-Endgegner aus dem Spiel Donkey Kong Jungle Beat übertragen werden, die zwar ebenfalls mit dem Nachnamen Kong auftreten, aber von den Entwicklern nicht als Mitglieder der Familie Kong dargestellt werden.
Der Nachname Kong stammt bereits aus dem ersten Arcadespiel Donkey Kong von 1981 und wurde später auf die anderen Affen der Familie übertragen. Erfinder des Spiels (und des Namens) Donkey Kong ist der 1952 geborene Entwickler beim japanischen Videospielunternehmen Nintendo Shigeru Miyamoto.Games Aktuell, Sonderheft Herbst/Winter 2009, Die Geschichte der Videospiele, Mega-Reportage: Games, Storys und Köpfe aus über 50 Jahren Videospiel-Historie!, Seite 44 Wie genau dieser Name zustande kam, ist nicht bekannt. Überwiegend werden zwei Ansätze vertreten: Einigen Stimmen zufolge hat Miyamoto, der damals kaum Englisch sprechen konnte, nach einer englischsprachigen Entsprechung für „sturer Affe“ gesucht. In einem Japanisch-Englisch-Wörterbuch soll er mit „Donkey“ ein Äquivalent für „stur“ entdeckt haben („donkey“ englisch für „Esel“). Der Ausdruck „Kong“ wurde in Japan wiederum generell mit Gorillas in Verbindung gesetzt. Einer anderen Ansicht nach soll ursprünglich der Name Monkey Kong vorgesehen gewesen sein („monkey“ englisch für „Affe“). Allerdings soll dann durch einen Übersetzungsfehler oder fehlerhafte Kommunikation der Name „Donkey Kong“ daraus entstanden sein.David Sheff, Game Over: How Nintendo Conquered The World, New York City 1994, ISBN 978-0-679-73622-6, Seiten 48f. (englisch)Steven L. Kent, The Ultimate History of Video Games: from Pong to Pokemon and beyond...the story behind the craze that touched our lives and changed the world, New York City 2001, ISBN 0-7615-3643-4, Seite 158 (englisch)
„Kong“ stellt nicht nur den Nachnamen der entsprechenden Figuren dar, sondern dient auch als generelle Bezeichnung derer gesamter Spezies. Das Wort wird in den offiziellen Quellen überwiegend maskulin verwendet („der Kong“), teilweise aber auch feminin („die Kong“). Als Plural von Kong wird durchgängig „die Kongs“ angegeben.
Candy Kong Candy Kong (jap. キャンディーコング, hep. Kyandī Kongu, gesprochen ) ist der erste in einem Donkey-Kong-Spiel auftretende weibliche Kong.
Auftritte Ihren ersten Auftritt hatte Candy Kong 1994 im SNES-Klassiker Donkey Kong Country. Dort kann man in jeder Spielwelt in „Candys Speicher“ (im Original „Candy’s Save Point“) durch einen Sprung in ein Sternfass den Spielfortschritt kostenlos abspeichern. Im Game-Boy-Color-Remake von Donkey Kong Country wird das Spiel allerdings nach jedem erfolgreich absolvierten Level automatisch abgespeichert, so dass das Speicherfass nicht mehr benötigt wird. Hier leitet Candy Kong das sogenannte „Kuschelfass“, in dem der Spieler durch Bewältigen von anspruchsvollen Aufgaben Items für Link- und Bonusspiele gewinnen kann.
In den SNES-Versionen von Donkey Kong Country 2 und Donkey Kong Country 3 ist Candy Kong nicht zu sehen. Allerdings hat sie in den Game-Boy-Advance-Umsetzungen der Spiele Cameo-Auftritte. In der GBA-Version von DKC2 besteht dieser darin, dass Candy in Swanky Kongs Goldgrube als eine Art Hostess auftritt und das Spielgeschehen begleitet. In der GBA-Umsetzung von DKC3 wiederum tritt sie in dem von Funky Kong abgehaltenen Minispiel „Beschützer“ in Erscheinung, in dem sie neben anderen Kong vor Angriffen der Kremlings beschützt werden muss.
In Donkey Kong 64 leitet sie einen Musikladen, in dem sie den Kongs individuelle Instrumente verkauft und immer wieder verbessert. Diese Instrumente sind in der Lage, Gegner auszuschalten und insofern sie auf einer sogenannten Musikplatte abgespielt werden, verschiedene Aktionen herbeizuführen, welche vom Öffnen von Türen bis hin zum Erhalt von goldenen Bananen reichen. Bei den Instrumenten handelt es sich für Donkey Kong um Bongos, für Diddy Kong um eine E-Gitarre, für Tiny Kong um ein Saxophon, für Lanky Kong um eine Posaune und für Chunky Kong um eine Triangel. Diese Instrumente verbrauchen abseits von Musikplatten Energie und können in Candys Musikladen oder über ihre in den Leveln verteilten Candy-Kopfhörer wieder aufgeladen werden. Außerdem erhält man von Candy Kong im Laufe des Spielgeschehens zwei weitere Melonen, die im Spiel als Lebensenergieleiste der Kongs fungiert.
Im Spiel Donkey Kong Jet Race für die Nintendo Wii bietet Candy Kong insgesamt 32 Missionen an, welche in vier Stufen mit je acht Missionen eingeteilt sind. Dabei sind verschiedene Missionsziele zu erreichen, wie das Absolvieren eines Rennens oder das Zerstören einer bestimmten Anzahl von Fässern in einer vorgegebenen Zeit. Je höher die gewählte Stufe ist, desto schwieriger gestalten sich auch die Missionen. Schafft man alle Missionen, erhält man als besonderen Preis den sogenannten „Ultra Jet Donkey Kong“. Bei diesem ist Donkey Kong mit einem besonderen Antrieb ausgestattet, so dass er bei allen Eigenschaften fünf Sterne besitzt.
Sie tritt auch in Donkey Kong: King of Swing in Erscheinung, allerdings sind ihre Auftritte dort marginal. Sie ist lediglich kurz und nebensächlich in der Introsequenz, im Abspann und auf einer Seite der Spieleanleitung zu sehen, Aufgaben oder aktive Rollen übernimmt sie im Spiel keine. In dem Nintendo-DS-Spiel Donkey Kong: Jungle Climber tritt Candy Kong in ähnlich geringem Umfang auf, da sie dort lediglich diverse Minispiele präsentiert und erläutert. Sie gibt dabei synchronisierte Laute von sich, die von der japanischen Synchronsprecherin Satsuki Tsuzumi stammen.
Candy Kong ist auch in der Fernsehserie Donkey Kongs Abenteuer zu sehen und arbeitet dort in Bluster Kongs Fassfabrik. Ihr Charakter wirkt in der Serie leicht reizbar, egoistisch und rechthaberisch. In einigen Episoden versucht King Kroko (King. K. Rool) die Kongs mit einem Candy-Kong-Roboter-Klon zu überlisten. Dieser ist zwar äußerlich mit Candy Kong identisch, allerdings ist die Programmierung des Roboters fehlerhaft, so dass King Kroko seine Pläne nie verwirklichen kann. Synchronisiert wurde sie in DKA von Christin Marquitan.
Erscheinungsbild Candy Kong ist eine relativ große Affendame mit blonden Haaren, der allgemein eine erotische Ausstrahlung unterstellt wird.Club Nintendo, Ausgabe 6/94, Seite 8 In DKC trägt sie eine Art pinken Badeanzug, eine pink-weiße Schleife im Haar und ist auffällig geschminkt und barfuß. In der Game-Boy-Advance-Neuauflage von Donkey Kong Country 2 ist Candy Kong mit einem langen, blauen Ballkleid angezogen, trägt jedoch keine Schuhe, sondern ist wiederum barfuß. In der Game-Boy-Advance-Umsetzung von DKC3 sieht sie ähnlich aus wie in Donkey Kong Country, wobei nicht ihr ganzer Körper zu erkennen ist, da sich die Hälfte davon unter Wasser befindet.
In Donkey Kong 64 tritt sie mit einem kurzen, pinken Oberteil auf dem ihr Name zu lesen ist, bauchfrei, einer pinken Hot Pants und violett-weißen Plateauschuhen in Erscheinung. Sie wird dabei von den Entwicklern mit auffällig großen Brüsten dargestellt, was teilweise auf Kritik stieß. Allgemein seien weibliche Spielfiguren „mit einem im Kontext des gängigen Schönheitsbildes ‚idealen Körper‘ ausgestattet, also dünn, mit großen Brüsten und einem betont wohlgeformten Hinterteil, […]“.Hanna Fink, Videospiele und Genderforschung, in: Dr. Christoph Hust, Ineke Borchert (Herausgeber), Digitale Spiele: Interdisziplinäre Perspektiven zu Diskursfeldnern, Inszenierung und Musik, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-8376-4002-1, Seiten 58ff. Dies wird von Manchen im Hinblick auf die Ungleichstellung und die Stereotypisierung der Frau kritisch gesehen. Auch durch ihren lasziven Gang und ihre teilweise recht zweideutige Wortwahl wurde bei Candy Kong in DK64 von manchen Kritikern ein Sexualbezug hergestellt und die Freigabe des Spiels ab 0 Jahren (USK) spöttisch hinterfragt.
In Donkey Kong King of Swing, Donkey Kong Jet Race und den Trophäen aus den Super-Smash-Bros.-Spielen ist sie im Grundsatz ähnlich bekleidet wie in DK64, trägt aber keine Schuhe mehr, sondern ist wie in DKC barfuß und hat rosa lackierte Zehennägel. Ferner ist der Schriftzug auf ihrem Oberteil verändert worden. In der Spieleanleitung von DK: King of Swing wird sie vom Entwicklerstudio Paon nach vorne gebeugt und einen sinnbildlichen Handkuss zuwerfend dargestellt, so dass sich ihr Dekolleté unweigerlich in den Vordergrund drängt. Auch hier wird also ähnlich wie in Donkey Kong 64 eine recht sexualisierte Darstellung deutlich. Das Aussehen aus Donkey Kong King of Swing und Donkey Kong Jet Race zugrundeliegend votierte die US-amerikanische Webseite für Computerspielejournalismus GamesPro Candy Kong auf Platz 2 der Top Zehn der beunruhigend sexuell dargestellten Spiel-Charaktere (im Original: „Top Ten Disturbingly Sexual Game Characters“).