Mouans-Sartoux (provenzalisch Moans-Sartós) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Alpes-Maritimes und der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Ihre Einwohner heißen Mouansois.

Geographie Mouans-Sartoux liegt im Vallée grassoise zwischen Cannes (zwölf Kilometer entfernt) und Grasse (acht Kilometer entfernt) in unmittelbarer Nachbarschaft von Mougins.

Geschichte Mouans und Sartoux waren ursprünglich zwei getrennte Gemeinwesen: Mouans in der Ebene und Sartoux auf einem Hügel namens Castellaras.

1199 ließ sich der Zisterzienser-Abt von Notre-Dame-des-Prés in Sartoux nieder.

Gegen 1350 wurden die beiden Orte wie viele andere der Gegend wegen der Pest-Gefahr verlassen.

1496 kam Pierre de Grasse mit sechzig Familien aus der Gegend von Genua an und besiedelte die Gegend wieder.

Die Gemeinden Sartoux und Mouans wurden durch kaiserliches Dekret vom 28. März 1858, unterzeichnet von Napoléon III., zur Gemeinde Mouans-Sartoux zusammengeschlossen.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009 2018Einwohner 2047 2873 3599 5119 7989 8886 10.243 9911 Die Bevölkerungszahlen in Mouans-Sartoux werden seit 1793 erhoben. Nach dem Zensus des Insee von 2007 zählte Mouans-Sartoux 10.331 Einwohner – bisheriger Höchststand – was einem Anstieg von 16 % gegenüber der Erhebung von 1999 entsprach.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-André Schloss Mouans aus dem 16. Jahrhundert (Monument historique) Waschhaus (Lavoir)

Seit 1988 findet in der Gemeinde alljährlich im Oktober das Festival du livre de Mouans-Sartoux, eine internationale Buchmesse, statt, die rund 50.000 Besucher anzieht. Das Festival stellt eines der größten seiner Art in Frankreich dar. 2013 stellte dort der Résistance-Kämpfer Léon Landini den Film Les Jours Heureux vor, an dem auch Stéphane Hessel, Raymond Aubrac und Daniel Cordier mitgewirkt hatten.

L’espace de l’Art Concret L’espace de l’Art Concret (Raum der konkreten Kunst) ist ein vom Schweizer Maler und Grafiker Gottfried Honegger 1990 gegründetes Projekt, das seit 2004 über ein Museumsgebäude verfügt, in dem ca. 800 Werke der Kunstrichtung Konkrete Kunst gezeigt werden, insbesondere die Schenkung Honegger-Albers. Seit 2020 trägt das Zentrum als eines von 50 Institutionen in Frankreich den offiziellen Titel „Centre d'art contemporain d'intérêt national“ (deutsch: Landesweit bedeutsames Zentrum für Zeitgenössische Kunst).Website des l’espace de l’Art Concret Seit 2014 wurden mehrere Artist-in-Residence-Stipendien mit anschließender Ausstellung vergeben, darunter an Andreas Wolsky, Katrin Ströbel, Jérôme Grivel, Julien Alins, Ludovic Chemarin, Mathieu Schmitt, Davide Bertocchi und Florian Schönerstedt.

Wirtschaft Mouans-Sartoux ist eine Gemeinde mit ländlicher Tradition, die Wirtschaft ist schon sehr lange auf die Landwirtschaft ausgerichtet (Wein und Oliven). Auch die Seidenraupenzucht war eine der wirtschaftlichen Aktivitäten in Mouans. In einem Kataster des 18. Jahrhunderts sind 1738 Maulbeerbäume in verschiedenen Distrikten aufgeführt. Die Seidenraupenzucht erfolgte bis in die 1940er-Jahre.

Später wurden Parfümpflanzen wie Jasmin und Rosen angebaut. Es gibt auch noch einige Blumenfelder bei der Tour de Laure, einem Beobachtungsturm zur Entdeckung von Waldbränden.

Literatur Le Patrimoine des Communes des Alpes-Maritimes. Flohic Editions, Band 2, Paris 2000, ISBN 2-84234-071-X, S. 572–576.

Weblinks

Offizielle Website von Mouans-Sartoux Seite des Festival du livre de Mouans-Sartoux Website des Espace de l'Art Concret

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Provence-Alpes-Côte d’Azur Kategorie:Gemeindegründung 1858

Kategorie:Weinbauort in Frankreich Kategorie:Stadt in Frankreich