Gehringswalde ist seit 1999 ein Ortsteil der sächsischen Stadt Wolkenstein im Erzgebirgskreis. Zur ehemaligen Gemeinde Gehringswalde gehörten auch die Ortsteile Warmbad und Huth, die in der Gemarkung von Gehringswalde liegen.

Geographie Lage Das Waldhufendorf Gehringswalde liegt etwa 1,5 Kilometer östlich von Wolkenstein im Erzgebirge. Die Ortslage erstreckt sich über etwa 1,5 Kilometer im Tal des gleichnamigen Baches, welcher nach Westen der Zschopau zufließt. Zu Gehringswalde gehörig ist die westlich gelegene Hüttengrundmühle. Im Ort befindet sich der Burgstall der Wasserburg Inselteich. Etwa 3 Kilometer östlich von Gehringswalde liegt die hohe Dreibrüderhöhe.

Durch den Ort führt die Bundesstraße 101 (Freiberg – Annaberg-Buchholz), am westlichen Ortsende beginnt an dieser die B 171. Über die Kreisstraße 8150 besteht weiterhin Anschluss an Warmbad.

Nachbarorte

Geschichte mini|Rathaus Gehringswalde mini|Ehemalige Schule Gehringswalde

Die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1427 als Geringiswalde.vgl. Mit der Reformation 1536/37 kam der Ort zur Parochie Wolkenstein. Ab dieser Zeit ist Bergbau in Gehringswalde nachweisbar. Wichtige Gruben waren der Felbriche Gangzug und der Palmbaum Flachen.

August Schumann nennt 1816 im Staatslexikon von Sachsen Gehringswalde betreffend u. a.:

Die Straße durch den Ort wurde 1823 bis 1829 neu errichtet. 1824 wird erstmals eine Schule erwähnt, ein neues Schulgebäude wurde 1874 errichtet. 1840 wurde das Vorwerk Huth von Großrückerswalde nach Gehringswalde umgegliedert. Der Ort gehörte bis 1856 zum Amt Wolkenstein.

Im Werk „Neue Sächsische Kirchengalerie“ heißt es Gehringswalde betreffend u. a.:

Das Rathaus wurde 1925 gebaut, zwei Jahre später wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet.

Bei einem Luftangriff in der Nacht vom 14. zum 15. Februar 1945 wurden 26 Gebäude zerstört.

Am 1. Januar 1999 erfolgte der Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Gemeinden Falkenbach, Gehringswalde, Hilmersdorf und Schönbrunn mit der Stadt Wolkenstein, Gehringswalde wurde ein Ortsteil von Wolkenstein.Gebietsänderungen ab 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 1999 auf der Internetpräsenz des Statistischen Landesamts des Freistaats Sachsen, S. 4 (PDF; 39 kB), abgerufen am 6. Januar 2010.

Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1551 23 besessene Mann, 15 Inwohner1764 18 besessene Mann, 7 Gärtner, 6 Häusler1834 3851871 607 Jahr Einwohnerzahl1890 6331910 5371925 6101939 611 Jahr Einwohnerzahl1946 6321950 8571964 7371990 829

Literatur

Gehringswalde. In: Neue Sächsische Kirchengalerie, Ephorie Marienberg. Strauch Verlag, Leipzig, Sp. 753–756 (Digitalisat). Landratsamt Mittlerer Erzgebirgskreis, Hrsg.: Zur Geschichte der Städte und Gemeinden im Mittleren Erzgebirgskreis, Eine Zeittafel (Teile 1–3). Bodendenkmal Burgstall Wasserburg "Inselteich" in Gehringswalde im Kreis Zschopau S. 75, in Volkmar Geupel: Die geschützten Bodendenkmale im Bezirk Karl-Marx-Stadt. Hrsg. Heinz-Joachim Vogt, Kleine Schriften des Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden, Heft 3, Dresden 1983, ISSN 0232-5446

Weblinks

Ortteil Gehringswalde In: Webauftritt der Stadt Wolkenstein.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Erzgebirgskreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Erzgebirgskreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1999 Kategorie:Wolkenstein (Erzgebirge)