mini|Lage von Brünen in Hamminkeln mini|270px|Militärkonvoi der Alliierten durch das im Zuge der Operation Plunder kriegszerstörte Brünen, 29. März 1945 Brünen ist ein Ortsteil der Stadt Hamminkeln im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen. Zu Brünen gehören die Ortschaft Havelich und der Ort Marienthal.

Lage Brünen liegt südöstlich von Hamminkeln auf einer Höhe zwischen 35 und , was in der Region Niederrhein bereits als höhere Lage bezeichnet werden kann. In Ortsnähe treffen sich die Bundesstraße 70, die Landesstraßen 1 und 480 sowie die Kreisstraße 26.

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung Brünens geht auf das 9. Jahrhundert zurück. Im 13. Jahrhundert wurde die erste Steinkirche errichtet. Im 18. Jahrhundert werden in Unterabteilungen des Brüner Liegenschaftsregisters die Oberbauerschaft sowie die Dahlhäuser und Steingründer Bauerschaft erwähnt.

Am 1. Januar 1975 wurde Brünen im Zuge des zweiten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen ein Teil der Gemeinde Hamminkeln, die 1995 zur Stadt erhoben wurde.

Ortsname Der Ortsname Brünen bedeutet vom Keltischen abgeleitet so viel wie Höhenort. Andere Deutungen sprechen von der Siedlung des Bruno.

Bevölkerungsentwicklung 1910: 2381 1931: 2485Das Amt Schermbeck auf Gen-Wiki 1961: 2512 1970: 2562 1974: 2846 1975: 2998 1985: 3718 1995: 4241 2005: 4265 2010: 4078 2016: 4075

Wappen Blasonierung: Das Wappen von Brünen zeigt in Silber das Wappenemblem des Hochstifts Münster, einen roten Balken, darüber liegend das Wappenemblem des Herzogtums Kleve, eine goldene achtstrahlige Lilienhaspel.

Bedeutung: Das Wappen wurde am 12. Mai 1967 angenommen. Der rote Balken stammt aus dem Wappen des Hochstifts Münster zu dem Brünen bis ins 13. Jahrhundert gehörte. Die Lilienhaspel stammt aus dem Wappen des Herzogtums Kleve zu dem der Ort bis 1806 gehörte.Wappenbeschreibung "Heraldry of the World"

Gebäude Sehenswert ist das denkmalgeschützte Gut Venninghausen. Auch die Dorfkirche ist immer einen Besuch wert.

Der Brünener Heimatverein „Bürger für Brünen“ hat einen Geschichtspfad „Auf den Spuren der Zeit“ angelegt, der als Wanderweg an allen Sehenswürdigkeiten des Ortes vorbei führt. Die Sehenswürdigkeiten sind jeweils durch Informationstafeln gekennzeichnet und erläutert.

Bildung Im Ort gibt es einen evangelischen Kindergarten und den Kindergarten Mühlenbergkinder eine Gemeinschaftsgrundschule (Hermann-Landwehr-Schule)

Infrastruktur Brünen ist durch die Buslinien 72, 62 und 96 der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein an das Nahverkehrsnetz angeschlossen. Der Ort liegt an der Bundesstraße 70. Die Entfernung nach Wesel und Raesfeld beträgt jeweils rund 10 km und zur Stadtmitte Hamminkeln über die Landesstraße 480 6,5 km.

In Brünen gibt es seit 2016 ein Glasfasernetz.

Siehe auch Humberghaus: Brünener Bürger jüdischen Glaubens bis 1938. Der Metzger Ernst Humberg flüchtete aus Anlass der Reichspogromnacht mit einem Fahrrad in die nahen Niederlande, bald darauf wanderte er mit Frau und Kleinkind nach Kanada aus. Gedenktafel an der Beekenbrücke.heute: die Brücke über den Mühlenbach, der parallel zur Straße "An de Beek" verläuft, Weseler Straße 67, Fa. Hopermann. Ansicht, 7. Juni 2012, LokalkompassFür andere ehemalige Juden aus Brünen und Marienthal wurden 2018 Stolpersteine zur Erinnerung verlegt: Josepha Rölfing, Marienthal, An der Klosterkirche 4 und Familie Wertheim, Brünen, Weseler Straße 59. Rheinische Post, Lokalausgabe, 16. Februar 2018. Das USHMM hat umfangreiche Materialien unter "Wertheim-Heilbronn" archiviert, die von der in die USA geflüchteten Brünerin Else Wertheim (1911–1998) stammen. USHMM

Weblinks

Der Ort auf www.hamminkeln.de Website Brünen

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hamminkeln) Kategorie:Ort im Kreis Wesel Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Wesel) Kategorie:Gemeindeauflösung 1975