Der Begriff Yoryūdo (, auch Yorihito oder Yoriudo) ist seit der Heian-Zeit gebräuchlich und bezeichnet allgemein einen Diener, Bediensteten oder Höfling.

Bedienstete in öffentlichen Ämtern (Staatsdiener) Hofadel und Regierung Der Begriff Yoryūdo bezeichnete das Personal in den Behörden des kaiserlichen Hofes, wie das Waka-shō (, „Amt für Dichtung“), Gosho-shō (, „Amt für Schriftverkehr“), Kiroku-shō (, „Aufzeichnungsbüro (zur Regulierung der Lehen)“), Fumi-dono (, „Dokumentenverwaltung“) und Go-in ().

Im Falle des Waka-shō nennt man die Bediensteten auch Meshiudo ()1201 übernahm Fujiwara no Teika als Yoryūdo die Obliegenheiten des Waka-shō. Er führte ein Tagebuch, das Meigetsuki (, etwa „Aufzeichnungen vom klaren Mond“), mit täglichen Eintragungen. Ferner war er verantwortlich für den alljährlichen Gedichtvortrag an Neujahr (, Utakai hajime). In dieser Tätigkeit liegt auch der Ursprung des Begriffs Meshiudo.. Sie wurden von erfahrenen Beamten ausgewählt. Die Bediensteten des Waka-shō hingegen wurden von Beamten ausgewählt, die selbst Waka dichteten oder Erfahrungen mit der Kompilation von Anthologien besaßen.

Die Anzahl der Bediensteten lag bei etwa 10 bis 20 Personen, wobei man davon ausgeht, dass zeitweise Beamte aus anderen Behörden abgezogen wurden. Nach der Enzyklopädie Ruijumeibutsukō () aus der Mitte der Edo-Zeit leitet sich daher auch der Begriff Yoryūdo von diesen Beamten ab, die zum Amt pendelten, um sich dort zu treffen (im Japanischen: , Yoriau hito). Es bleibt jedoch unklar, ob diese Etymologie korrekt ist.

Samurai-Regierung Der Begriff Yoryūdo bezeichnet zudem das Personal in verschiedenen Ämtern des Shōgunats (, Bakufu) wie: dem Kumonjo (, Dokumentenverwaltung), dem Mandokoro (, Regierungsverwaltung), dem Monchūsho (, Gerichtshof) und dem Samurai dokoro (, Behörde für die Angelegenheiten der VasallenIn der Kamakura-Zeit: Behörde für militärische Angelegenheiten.). Diese Bediensteten wurden auch Kōjin (, etwa Person des öffentlichen Lebens, die ein Amt bekleiden) genannt.

Unfreie Bauern im Shōen-System Im Shōen-Lehenssystem bezeichnete der Begriff Bauern, die die Güter ihres Lehensherrn bearbeiteten, d. h. Leibeigene.

Weblinks Eintrag bei Kotobank.jp (japanisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Feudalismus (Japan) Kategorie:Historische Amtsbezeichnung