Überacker ist ein Gemeindeteil von Maisach im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck. mini|Kirche St. Bartholomäus und Valentin mini|Kapelle St. Wolfgang

Lage Das Pfarrdorf liegt circa eineinhalb Kilometer nördlich von Maisach.

Geschichte In den Traditionen des Hochstifts Freising ist 866 der Ort als „Uperacha“ bezeugt.

Um 1330/40 übergab Kaiser Ludwig der Bayer zwei Höfe in Überacker als Ausstattungsgut dem von ihm gestifteten Kloster Ettal.

Nach dem Zweiten Weltkrieg betrieb die "Voice of America" bei 48.239423 N 11.292529 O eine Empfangsfunkstelle, auf die noch der Name "Senderstraße" hinweist.Was kann das gewesen sein? (Südbayern, Nähe Fürstenfeldbruck), auf geschichtsspuren.de

Am 1. Mai 1978 kam die bis dahin selbstständige Gemeinde Überacker zu Maisach.

Baudenkmäler Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Überacker Katholische Filialkirche St. Bartholomäus und Valentin, ist eine romanische Chorturmkirche, deren Anfänge ins 13. Jahrhundert zurückreichen und die später barock verändert wurde. Die Altäre und die Kanzel stammen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.Dehio, Ausführungen über Bartolomäus und Valentin. Abgerufen am 30. Juni 2025. Im Hochaltar des Altarblatts zwischen marmorierten Säulenpaaren sind in einem Gemälde die Kirchenpatrone Bartholomäus und Valentin dargestellt, über ihnen auf einer Wolke der Erlöser Jesus Christus. Links und rechts der Säulen stehen Statuen der Apostel Petrus und Paulus. Das Gemälde entstand wahrscheinlich im 20. Jahrhundert. Im Chorbogen hängt umgeben von einem Rosenkranz eine Madonna mit Jesuskind als Himmelskönigin.

Kapelle St. Wolfgang (Überacker). Die römisch-katholische Kapelle steht wenige Meter westlich der Bergstraße 46 in einer Baumgruppe nahe dem Sportplatz. Wie es heißt, wurde sie 1700/01 an der Stelle einer Einsiedelei gebaut. Es ist ein kleiner, einschiffiger Bau mit je zwei oben und unten rundbogigen Fenstern an der linken und rechten Wand und dreiseitig schließendem Chor sowie einem Dachreiter mit spitzem Helm aus dem späten 19. Jahrhundert. Der Altar mit einem Kruzifix vor dunklem Hintergrund ist sehr schlicht. Das Gewölbe ist mit Darstellungen der Apostel ausgemalt. Zwischen Chor und Kirchenschiff steht ein dekoratives, schmiedeeisernes Gitter aus dem Jahr 1702, in der Mitte mit nach oben strebendem, geschwungenen Elementen und dem Christusmonogramm in einem Stern als Abschluss. Daneben kniet auf jeder Seite ein Engel mit einem Kerzenleuchter.Dehio. Abgerufen am 30. Juni 2025. Nach Renovierungen der in Privateigentum befindlichen Kapelle in den Jahren 1984/85 standen um 2010 neue Arbeiten an, die rund 112.000 Euro gekostet haben sollen.Merkur: Ein Kirchlein soll hübscher werden. Abgerufen am 30. Juni 2025.Merkur: Teure Pestkapelle. Abgerufen am 30. Juni 2025.

Bodendenkmäler Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Maisach

Persönlichkeiten Die Kabarettistin Martina Schwarzmann wuchs in Überacker auf.

Der Radiomoderator von Sacha´s Schmuckstücken, Sacha Hiekel, wuchs ebenfalls in Überacker auf.

Literatur

Weblinks

Gemeinde Maisach

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Fürstenfeldbruck Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Fürstenfeldbruck) Kategorie:Ersterwähnung 866 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Geographie (Maisach)