Die Zwitterlinge (Asterophora, syn. Nyctalis) sind eine Pilzgattung aus der Familie der Raslingsverwandten.
Die Typusart ist der Stäubende Zwitterling (Asterophora lycoperdoides).
Merkmale Die Zwitterlinge sind kleine, weißliche, gesellig wachsende Blätterpilze, mit dicklichen, kurz herablaufenden Lamellen, die auch reduziert sein können. Sie bilden keine Zystiden, die 4-sporigen Basidien sind zylindrisch-bauchig und besitzen Basalschnallen. Schnallen treten auch an den Querwänden der Hyphen auf. Sporen sind selten zu finden, dafür treten auf den Lamellen und der Hutoberfläche zahlreiche, häufig zu Ketten verbundene Chlamydosporen auf. Sie sind entweder kugelig bis elliptisch und stark warzig-sternförmig oder spindelförmig, glatt und mit großen Tropfen versehen.
Ökologie Die Zwitterlinge sind Parasiten, die auf den faulenden Fruchtkörpern von Täublingen, vor allem auf Schwärztäublingen wachsen.
Arten Die Gattung umfasst weltweit 3 Arten, von denen in Europa 2 vorkommen.
Zwitterlinge (Asterophora) in Europa Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Autorenzitat Stäubender Zwitterling Asterophora lycoperdoides Beschleierter Zwitterling Asterophora parasitica
Die dritte Art ist Asterophora mirabilis, welche in Australien (Victoria und Tasmanien) vorkommt.
Bedeutung Die Zwitterlinge kommen als Speisepilze nicht in Frage.
Quellen Literatur German Josef Krieglsteiner (Hrsg.), Andreas Gminder: Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 3: Ständerpilze. Blätterpilze I. Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3536-1.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Champignonartige