mini|hochkant|Abraham Wolff (1797), Schabkunstblatt von Benedict Heinrich Bendix
Abraham Joseph ben Simon Wolff Metz (auch Wulff) (* um 1710 in Frankfurt am Main; † 4. November 1795 in Berlin)Emil A. Fellmann: Leonhardi Euleri Opera omnia. Series 4, A, Commercium Epistolicum, Band 2, 1998, Seite 737 (Digitalisat) war ein jüdischer Mathematiker („Rechenmeister“) in Berlin.
Leben
Wolff war ein von Euler und Lambert hochgeschätzter Mathematiker.Sitzungsberichte der Berliner Mathematischen Gesellschaft, 2001 Experten vermuten, dass Wolff die letzte Lücke in Eulers Fermat-Zahl-Theorem gelöst hat.
Seit 1770 arbeitete er als Calculator in der seit 1762 von Veitel Heine Ephraim geführten Gold- und Silbermanufaktur. Er bewohnte zu dieser Zeit ein Zimmer im Hause des Philosophen und jüdischen Aufklärers Moses Mendelssohn, war dessen Freund und Gesprächspartner bei algebraischen und geometrischen Problemen und Lehrer seiner Kinder.Britta L. Behm: Moses Mendelssohn und die Transformation der jüdischen Erziehung in Berlin, in: Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland. Band 4, 2002, S. 153 (books.google.de) Er ist vermutlich der Verfasser eines mathematischen Lehrbuches auf Hebräisch.
Gotthold Ephraim Lessing nahm Wolff als Vorbild für seine Figur des Derwischs Al Hafi in seinem Werk Nathan der Weise.Aschkenas, Band 4. Verlag Böhlau, 1994, S. 296 (books.google.de) Zwischen Moses Mendelssohn und Johann Jacob Engel ist folgender Dialog wiedergegeben: Johann Jacob Engel: Der Philosoph für die Welt. books.google.de
Literatur Hans Lausch: Abraham Wolff „Rechenmeister“. Ein bedeutender Berliner Jude der Aufklärungszeit. In: Aschkenas. Band 2. Verlag Walter de Gruyter, 1992, S. 227–237,
Weblinks
Charakteristika Wolffs. In: Aschkenas – Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden, Volume 2 (1)
Einzelnachweise
Kategorie:Mathematiker (18. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 18. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1795 Kategorie:Mann