In der Großgemeinde Burgthann gab es im Lauf der Geschichte insgesamt vier Bahnhöfe bzw. Haltepunkte. Diese Bahnhöfe verteilen sich über verschiedene Ortschaften. Noch drei dieser Stationen werden heute aktiv im Bahnverkehr bedient und sind in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg integriert.

VGN-Linie Strecke Taktfrequenz

Bahnhof Burgthann

Der Bahnhof Burgthann befindet sich am südlichen Ende des Ortes. Er wird von der S-Bahn-Linie 3 im 20/40-Minuten-Takt angefahren, in der Hauptverkehrszeit verdichtet sich der Takt auf 20 Minuten. Die Fahrzeit von Burgthann nach Nürnberg beträgt rund 25 Minuten, nach Neumarkt rund 13 Minuten. Im November 2010 wurde auf den Bahnsteigen ein dynamischer Schriftanzeiger installiert. Bereits im Jahr 1998 wurde der Bahnhof im Rahmen eines Neubaus auf S-Bahn-Standard gebracht und wird seit 12. Dezember 2010 von der S-Bahn Nürnberg bedient. Die beiden Seitenbahnsteige haben je eine Bahnsteighöhe von 76 cm über Schienenoberkante.

Direkt östlich an den Bahnhof grenzt der Ludwig-Donau-Main-Kanal mit der Schleuse 35. Bis 1902 hieß der Bahnhof „Rübleinshof“ und wurde erst mit Inbetriebnahme des Allersberger Bockls in „Burgthann“ umbenannt.

Der Bahnhof Burgthann bestand aus drei Hauptgleisen und mehreren Nebengleisen, die über acht Weichen miteinander verbunden waren. Das durchgehende Hauptgleis der Strecke nach Allersberg lag dabei südlich der beiden Gleise der Strecke Regensburg–Nürnberg. Nach der Stilllegung der Allersberger Strecke im Jahr 1973 wurde der Bahnhof zum Haltepunkt zurückgebaut. Heute sind kaum noch Überreste des ehemaligen Bahnhofdaseins zu erkennen. Im Rahmen der Generalsanierung im Jahr 2026 wurden die Turmmasten und die ehemals dreigleisige Brücke über die Bahnhofstraße rückgebaut.

Am Bahnhof verkehren die Buslinie 503 in Richtung Unterferrieden, die Buslinie 555, welche das gesamte Gemeindegebiet von Burgthann abdeckt, sowie an den Wochenenden der Nightliner N15 Richtung Ezelsdorf(–Nürnberg).

Für Pendler, die mit dem Auto den Bahnhof anfahren, stehen 64 P+R-Parkplätze zur Verfügung.

Aufgrund von Konflikten der bestehenden Fahrlagen der S-Bahn-Linie S1 nördlich von Nürnberg mit dem Fernverkehr musste die Achse Bamberg–Nürnberg um wenige Minuten verschoben werden, während der S-Bahn-Ast Nürnberg–Neumarkt zeitlich fixiert ist. Die Neumarkter S-Bahn endet seit dem Jahresfahrplan 2026 wieder in Nürnberg. Neu ist die Bedienung von Burgthann durch die Linie S3 und die Bedienung aller Halte zwischen Feucht und Nürnberg. Zuvor wurde die Station von der Linie S1 bedient.

Aufgrund der „Generalsanierung“ der Strecke Regensburg–Nürnberg war der Haltepunkt vom 6. Februar bis zum 31. Juli 2026 gesperrt und wurde optisch verändert. Dabei wurden die Bahnsteigbeläge erneuert, die Bahnsteigsbeschilderung und das Sitzmobiliar ersetzt, die Zugänge und Unterführung inklusive Treppenabgänge umgestaltet. Südlich des Haltepunkts entstand eine Überleitstelle mit vier im Zweiggleis mit 100 km/h befahrbaren Weichen.

Bahnhof Mimberg

Im Jahre 1894 wurde die Strecke Nürnberg–Regensburg zweigleisig ausgebaut. Zu diesem Zeitpunkt bekam das Ziegelwerk in Mimberg den ersten Gleisanschluss. Bis zur Aufnahme des Personenverkehrs dauerte es aber noch bis 1950. Dass der Personenverkehr verhältnismäßig spät in Mimberg aufgenommen wurde, liegt an der Lage des Bahnhofs. Die Steigung im östlichen Bereich nach dem Bahnhof erschwerte den damaligen Dampflokomotiven das Anfahren, zudem war zuvor der geschätzte Fahrgastwechsel als zu gering eingestuft worden.

Nachdem die Deutsche Bundesbahn nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst keinen Haltepunkt in Mimberg errichten wollte, initiierten Bürger des Ortes den Bau eines eigenen Bahnhofs in Eigenleistung. Zahlreiche Einwohner beteiligten sich an den Arbeiten, die insgesamt rund 6500 Arbeitsstunden umfassten. Der Haltepunkt wurde 1950 eröffnet; der erste Zug hielt am 14. Mai 1950 in Mimberg.

1990 sollte der Bahnhof im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen stillgelegt werden. Der damalige Bürgermeister initiierte daraufhin eine Petition gegen die Schließung, an der sich rund 80 Prozent der Mimberger Bevölkerung beteiligten. Der Haltepunkt blieb daraufhin erhalten.

Durch den Erhalt des Bahnhofs gilt Mimberg heute als verkehrsgünstig gelegener Ort. Über die Bahnstrecke Regensburg–Nürnberg sind sowohl Nürnberg als auch Neumarkt in der Oberpfalz mit öffentlichen Verkehrsmitteln schnell erreichbar.

Der heutige Haltepunkt verfügt über je zwei Wetterschutzhäuschen sowie je einen Fahrscheinautomat an jedem Bahnsteig. Er wurde 2010 neu errichtet und auf S-Bahn-Standard gebracht. Von 12. Dezember 2010 bis zum 10. Dezember 2023 wurde die Station von der S-Bahn-Linie 3 bedient. Seitdem verkehrt hier im Rahmen eines Linientausches die S1. Die Installation des dynamischen Fahrgastinformationssystems erfolgte Mitte Mai 2011.

Der Bahnhof Mimberg ist mit der nah gelegenen Haltestelle Dorfplatz an die Regionalbus-Linie 555 sowie am Wochenende an den Nightliner N15 angeschlossen.

Aufgrund von Konflikten der bestehenden Fahrlagen der S-Bahn nördlich von Nürnberg mit dem Fernverkehr muss die Achse Bamberg–Nürnberg um wenige Minuten verschoben werden, wobei der S-Bahn-Ast Nürnberg-Neumarkt zeitlich fixiert ist. Die Neumarkter S-Bahn endet im Jahresfahrplan 2026 wie in Betriebsstufe 1 wieder in Nürnberg. Neu ist die Bedienung von Mimberg durch die Linie S3 und die Bedienung aller Halte zwischen Feucht und Nürnberg.

Bahnhof Oberferrieden

Der Bahnhof Oberferrieden ist der östlichste Bahnhof im Gemeindegebiet von Burgthann. Durch die Lage zwischen den Orten Ezelsdorf und Oberferrieden ist der Haltepunkt für beide Ortschaften gut zu erreichen. Einst sollte es eine gemeinsame Bahnstation für die Orte Oberferrieden und Burgthann geben, dies wurde aber verworfen, da der Platz benötigt wurde, um den Abzweig der Strecke nach Allersberg zu realisieren. Von 12. Dezember 2010 bis zum 10. Dezember 2023 wurde die Station von der S-Bahn-Linie 3 bedient. Seitdem verkehrt hier im Rahmen eines Linientausches die S1. Am Bahnhof stehen für die Bahnreisenden 33 P+R-Parkplätze, ein Behindertenstellplatz und 52 Fahrradstellplätze zur Verfügung.

Der Haltepunkt liegt direkt im Süden des Ortsteiles Ezelsdorf, der namensgebende Ort dagegen ist etwa 700 m zu Fuß bzw. etwa zwei Kilometer per Auto entfernt. Die Gemeinde Burgthann setzte sich für eine Umbenennung ein, die aufgrund der damit verbundenen Kosten jedoch nicht umgesetzt wurde.

Aufgrund von Konflikten der bestehenden Fahrlagen der S-Bahn nördlich von Nürnberg mit dem Fernverkehr muss die Achse Bamberg–Nürnberg um wenige Minuten verschoben werden, wobei der S-Bahn-Ast Nürnberg-Neumarkt zeitlich fixiert ist. Die Neumarkter S-Bahn endet im Jahresfahrplan 2026 wie in Betriebsstufe 1 wieder in Nürnberg. Neu ist die Bedienung von Oberferrieden durch die Linie S3 und die Bedienung aller Halte zwischen Feucht und Nürnberg.

Haltepunkt Unterferrieden Die Haltepunkt Unterferrieden lag an der stillgelegten Bahnstrecke Burgthann–Allersberg. Der Haltepunkt bestand aus einem Bahnsteiggleis. Er ist seit der Stilllegung der Bahn am 2. Juni 1973 nicht mehr in Betrieb und wurde 1975 abgetragen.

Heute ist Unterferrieden im Nahverkehr mit der Buslinie 503 an den Bahnhof Burgthann angeschlossen.

Weblinks

Bahnanlagen in Burgthann auf der OpenRailwayMap

Einzelnachweise

Burgthann Kategorie:Bauwerk in Burgthann