Der Bund für freie Schulgemeinden war eine Gründung des Reformpädagogen Gustav Wyneken und war beeinflusst von der frühen Jugendbewegung und der Lebensreformbewegung.
Geschichte
Der Bund für freie Schulgemeinden wurde 1910 von Gustav Wyneken als Dachverband gegründet, nachdem dieser sich in der 1906 von ihm gegründeten Freie Schulgemeinde Wickersdorf mit anderen überworfen hatte und ihm seitens des Ministeriums gekündigt wurde.
Der Dachverband war Gründungsmitglied der Freideutschen Jugend und im Oktober 1913 Mitausrichter des Ersten Freideutschen Jugendtages auf dem Hohen Meißner.
In der Verbandszeitschrift Die freie Schulgemeinde, die seit 1910 erschien, setzt sich Wyneken auch mit der Wandervogelbewegung auseinander und versuchte diese für seine Reformideen zu begeistern. So hieß es dort im Jahr des Ersten Freideutschen Jugendtages:
Publikationen Der Bund für freie Schulgemeinden gab von 1910 bis 1921 die Monatszeitschrift Die Freie Schulgemeinde. Blatt des Bundes für Freie Schulgemeinden heraus, die bei Diederichs in Jena verlegt wurde.
Bekannte Mitglieder Gustav Wyneken, Reformpädagoge
Literatur Sigrid Bias-Engels: Zwischen Wandervogel und Wissenschaft – Zur Geschichte von Jugendbewegung und Studentenschaft 1896-1920. Edition Archiv der deutschen Jugendbewegung. Bd. 4. Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1988. ISBN 3-8046-8709-1 Winfried Mogge, Jürgen Reulecke: Hoher Meißner 1913 – Der Erste Freideutsche Jugendtag in Dokumenten, Deutungen und Bildern. Edition Archiv der deutschen Jugendbewegung. Bd. 5. Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1988. ISBN 3-8046-8723-7
Einzelnachweise
Kategorie:Organisation (Reformpädagogik) Kategorie:Jugendbewegung