Die Zenn ist ein etwa 50 km langer, linker und westlicher Zufluss der Regnitz in Mittelfranken.

Name Der Name „Zenn“ ist indogermanischen Ursprunges mit der Wurzel Th₂niā, was die Fließende bedeutet.Elisabeth Schuster: Neue Überlegungen zur Herkunft und Bedeutung einiger niederösterreichischer Ortsnamen. In: Jahrbuch für Landeskunde von Niederösterreich. Band 62, 1996, S. 133 und 136 (). Ein keltischer Ursprung ist nicht gesichert.Albrecht Greule: Die historischen Horizonte der geographischen Namen in Bayern. 2007, S. 2 (PDF uni-regensburg.de; 87,3 kB).

Der Fluss gab dem Markt Obernzenn, dem Ortsteil Unternzenn und der Stadt Langenzenn ihre Namen.

Geografie Verlauf Die Zenn entspringt im äußersten Norden der Frankenhöhe, fließt in östlicher bis ostnordöstlicher Richtung durch Obernzenn, Trautskirchen, Neuhof an der Zenn, Wilhermsdorf, Langenzenn, Veitsbronn, Rothenberg, Ritzmannshof (Fürth), Atzenhof (Fürth) und mündet bei Vach (Fürth) von links und Südwesten in die Regnitz.

Wie die meisten westlichen Zuflüsse der Regnitz besitzt die Zenn ein geringes Gefälle und einen geringen Abfluss sowie Sandstrukturen im Uferbereich und in der Gewässersohle. (PDF; 760 kB) Bayerisches Landesamt für Umwelt: Berichte an die Europäische Kommission gemäß Art. 5, Anhang II und Anhang III, sowie Art. 6, Anhang IV, der Wasserrahmenrichtlinie, 1. Fassung, Augsburg 2006, S. 27.

Einzugsgebiet mini|links|Einzugsgebiet der Zenn zieht sich in schlanker Spindelkontur von etwa 43 km Länge und maximal etwa 10 km Breite von der Waldhochebene Hohe Steig zwischen Markt Marktbergel und Markt Obernzenn im Westen wenig über der Quelle bis zur Mündung bei Fürth-Vach im Osten. Die nördliche Wasserscheide grenzt ganz im Westen ans Entwässerungsgebiet der Aisch, auf dem größeren Teil dann an das der Mittleren Aurach. Jenseits der südlichen konkurrieren nacheinander von Ost zurück nach West der Farrnbach, die Bibert und zuletzt die Fränkische Rezat, deren Quellgebiet bei Oberdachstetten nahe an dem der Zenn liegt. Hier, nahe der Westspitze des Zenn-Einzugsgebietes, läuft diese Wasserscheide auch über den mit höchsten Punkt im ganzen Einzugsgebiet, der auf dem Illesheimer Kopf zwischen Urphertshofen diesseits und Oberdachstetten jenseits liegt. Aisch, Aurach und Farrnbach laufen wie die Zenn weiter unterhalb von links in die Regnitz, Bibert und Fränkische Rezat entwässern über deren Hauptoberlauf Rednitz ebenfalls in die Regnitz.

Zuflüsse Diagramm Zuflüsse von über fünf Kilometern Länge

Liste der Zuflüsse

Von der Quelle zur Mündung. Nur direkte Zuflüsse. Auswahl.

Quelle der Zenn auf etwa 3 km südwestlich von Obernzenn.

Weiherbach, von links auf vor Obernzenn, ca. 1,7 km und ca. 2,0 km² Mölbenbächl, von rechts auf vor Obernzenn im Obernzenner See, ca. 2,2 km und ca. 1,9 km² Eisenbach, von rechts auf im Obernzenner See, ca. 2,6 km und ca. 2,4 km² Eisenbach (abtrennter Unterlauf des vorigen), von rechts auf im Schlosspark von Obernzenn, ca. 1,2 km und ca. 0,3 km² Irlbach, von links auf nach der Hölzleinsmühle nach Obernzenn-Unternzenn, ca. 2,1 km und ca. 1,5 km² Brachbach, von rechts auf vor Obernzenn-Oberaltenbernheim Seebach, von links auf in Obernzenn-Oberaltenbernheim Kemmathbach, von rechts auf gegenüber von Obernzenn-Unteraltenbernheim, ca. 6,64 km Holzbrunngraben, von links auf in Obernzenn-Unteraltenbernheim Hechelbach, von links auf nach Obernzenn-Unteraltenbernheim Wimmelbach, von rechts auf fast noch gegenüber dem vorigen Horbach, von rechts auf nach Trautskirchen-Buch, ca. 2,2 km und ca. 1,6 km² Steinbach, von links auf nach Buch in den Nebenlauf Mühlbach, 6,78 km und 18,59 km² Merzbach, von links auf bei Trautskirchen Taubenlohebach, von rechts auf bei Trautskirchen-Stöckach Mögelheubach, von rechts auf vor Neuhof an der Zenn Leitenbach, von rechts auf bei Neuhof an der Zenn Neuselingsbach, von links auf nach Neuhof an der Zenn, 7,46 km und 16,06 km² Eschenbach, von links auf nach Neuhof an der Zenn-Adelsdorf

Katterbach, von rechts auf gegenüber Adelsdorf Stelzenbach, von links auf in Wilhermsdorf, 9,32 km auf dem Strang Ulsenbach → Stelzenbach und 20,78 km² Gansangergraben, von rechts auf vor Langenzenn-Heinersdorf Altbuchbach, von links auf bei Langenzenn-Laubendorf Kettenbach, von links auf gegenüber von Langenzenn-Gauchsmühle Hardgraben, von links auf in Langenzenn Lohmühlbach, von rechts auf in Langenzenn Fembach, von links auf gegenüber Veitsbronn-Kagenhof, 12,07 km auf dem Strang Dürrnbucher Graben → Erlach → Fembach und 26,18 km² Tuchenbach, von links auf bei Veitsbronn, ca. 6,4 km und ca. 10,1 km² Eichwasser, von links auf bei Veitsbronn Reihgraben, von links auf bei Fürth-Ritzmannshof Unterquert den Main-Donau-Kanal auf bei Fürth-Atzenhof

Mündung der Zenn auf bei Fürth-Vach.

Natur und Umwelt Wassergüte Die Zenn weist durchgehend die Gewässergüteklasse II-III auf.

Chemisch-physikalische Parameter (Mittelwerte), Beobachtungszeitraum 2000–2005: (PDF) Messstelle WT (Ort) °C pH O2 (mg/l) NH4-N (mg/l) NO3-N (mg/l) Pges. (mg/l) Cl (mg/l) oberhalb der Mündung 11,9 8,1 9,2 0,29 8,9 0,278 44

Biosphäre In der Zenn kommen siebzehn verschiedene Fischarten vor u. a. Aale,Flusskrebs kehrt in die Zenn zurück 8. Mai 2007, nordbayern.de Karpfen, Schleien, Hechte und Forellen.Gewässer 2014: Zenn Fischereiverein Fürth e. V. gegr. 1881

Literatur

Weblinks

Karte von Lauf und Einzugsgebiet der Zenn auf:

Pegel bei Stöckach und bei Laubendorf, HND Bayern

Einzelnachweise

Kategorie:Gewässer im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Geographie (Obernzenn) Kategorie:Geographie (Trautskirchen) Kategorie:Geographie (Neuhof an der Zenn) Kategorie:Gewässer im Landkreis Fürth Kategorie:Geographie (Wilhermsdorf) Kategorie:Geographie (Langenzenn) Kategorie:Geographie (Veitsbronn) Kategorie:Geographie (Fürth) Kategorie:Obermichelbach Kategorie:Frankenhöhe Kategorie:Mittelfränkisches Becken