Der «Walther Hug Preis» ist ein von der «Professor Walther Hug Stiftung zur Förderung der rechtswissenschaftlichen Forschung» ausgerichteter Wissenschaftspreis, der an Schweizer Forscher, die sich durch rechtswissenschaftliche Leistungen besonders hervorgetan haben, verliehen wird.

Der St. Galler Rechtswissenschafter Walther Hug errichtete noch zu Lebzeiten eine nach ihm benannte Stiftung und vermachte dieser nach seinem Tode fast sein ganzes Vermögen.

Gemäss den Statuten der Stiftung kommen als Preisträger Personen in Betracht, welche die schweizerische Nationalität besitzen und an in- oder ausländischen Universitäten oder an anderen Hochschulen oder Forschungsinstituten wirken oder frei forschend tätig sind. Ausgenommen sind die im Zeitpunkt der Errichtung der Stiftung (1978) an schweizerischen Universitäten und Hochschulen amtierenden Professoren.

Ein aus fünf durch den Stiftungsrat gewählte Professoren, die aus fünf schweizerischen Universitäten stammen und die verschiedenen Fachrichtungen repräsentieren, bestehendes Preisgericht evaluiert die Kandidaten. Zugesprochen wird der mit mindestens 20'000 Franken dotierte Preis dann durch den Stiftungsrat.

Nicht zu verwechseln ist der «(grosse) Walther Hug Preis» mit dem von der gleichen Stiftung jährlich für mehrere rechtswissenschaftliche Dissertationen verliehenen «Professor Walther Hug Preis».Preisträger/innen auf der Website der Stiftung

Preisträger Der Wirkungsort bezieht sich jeweils auf den Verleihungszeitpunkt. 1980: Alfred Maurer, Professor für Sozialversicherungsrecht an der Universität Bern 1981: Robert Pfund, Direktor der eidgenössischen Steuerverwaltung 1984: André Grisel, Bundesrichter und Bundesgerichtspräsident 1987: Alfred Koller, Universität Freiburg 1988: Gérard Piquerez, Lehrbeauftragter der Universität Bern und Kantonsrichter im Kanton Jura 1989: Arthur Haefliger, Prof., Bundesrichter und Bundesgerichtspräsident 1993: Denise Bindschedler-Robert, Honorarprofessorin an der Universität Genf und Präsidentin des internationalen Instituts für Menschenrechte 1996: Pierre Widmer, Leiter des Instituts für Rechtsvergleichung Lausanne 1998: Franz Werro, Professor für Privatrecht an der Universität Fribourg, und Thomas Koller, Professor für Privat- und Sozialversicherungsrecht an der Universität Bern 1999: Niklaus Schmid, Professor für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Zürich 2001: Ivo Schwander, Professor für Privatrecht und Internationales Privatrecht an der Universität St. Gallen 2003: Andreas Auer, Leiter des Centre d'étude et de documentation sur la démocratie directe an der Universität Genf 2007: Peter Locher, emeritierter Professor für Steuerrecht an der Universität Bern 2010: Georg Müller, emeritierter Ordinarius für Staats- und Verwaltungsrecht und Gesetzgebungslehre an der Universität Zürich 2013: Andreas Bucher, Professor für internationales Privatrecht, Universität Genf 2016: Claire Huguenin, Professorin für Privat-, Wirtschafts- und Europarecht, Universität Zürich 2019: Ursula Cassani, Professorin für Strafrecht an der Universität Genf 2022: Olivier Guillod, emeritierter Professor und Ehrendirektor des Instituts für Gesundheitsrecht an der Universität Neuchâtel 2025: Helen Keller, Professorin am Institut für Völkerrecht und ausländisches Verfassungsrecht der Universität Zürich

Weblinks Website der Stiftung Preisträger des Preises auf der Website der Stiftung

Einzelnachweise

Kategorie:Rechtswissenschaftlicher Preis Kategorie:Wissenschaftspreis (Schweiz) Kategorie:Erstverleihung 1980