Stirn () ist ein Gemeindeteil des Marktes Pleinfeld im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Stirn hat eine Fläche von 9,463 km². Sie ist in 1328 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 7125,47 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hohenweiler, Mackenmühle, Mäusleinsmühle und Prexelmühle.

Lage Das Pfarrdorf liegt im Fränkischen Seenland in einer waldreichen Gegend, umgeben von Hopfen- und Obstgärten auf einer Höhe von . Es ist am Südosthang einer Keuperhöhe erbautHans Wolfram Lübbeke, Otto Braasch: Mittelfranken: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1986, Seite 527., etwa einen Kilometer nordöstlich vom Großen Brombachsee und vier Kilometer nördlich von Pleinfeld. Nachbarorte sind Allmannsdorf, Hohenweiler und Erlingsdorf. Die Hauptstraßen des Ortes bilden die Kreisstraßen WUG 18 und WUG 19. Stirn wird von den Waldfluren Tann und Eichholz begrenzt.

Geschichte Der Ort wurde im 11. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Während der Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt wurden Elisabeth Bißwangerin und Margaretha Schandin, beide aus Stirn bei Pleinfeld, am 29. August 1532 als vermeintliche Hexen hingerichtet.Stürzl, Zur Hexenverfolgung im Oberen Stift des Hochstifts Eichstätt. Nachtrag zu: Hinrichtungen wegen Hexerei in Eichstätt. In: Blätter des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde. Selbstverlag, München. 2016 S. 128. Nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges und einem Ortsbrand 1687 wurde der Ort neu aufgebaut.

Vor der Gemeindegebietsreform bildete Stirn zusammen mit Hohenweiler, Mackenmühle, Mäusleinsmühle und Prexelmühle die Gemeinde Stirn. Am 1. Juli 1972 wurde diese in den Markt Pleinfeld eingegliedert.

Baudenkmäler mini|Pfarrkirche Mariä Heimsuchung Der gesamte Ortskern von Stirn ist denkmalgeschützt. Dort befindet sich auch die katholische Pfarrkirche Mariä Heimsuchung der gleichnamigen Pfarrei. Gasthaus Rose (Stirn) Gasthaus Schwarzer Adler (Stirn)

Persönlichkeiten Joachim Koch (* 1949), bildender Künstler

Siehe auch Liste der Straßennamen von Pleinfeld#Stirn

Literatur Joseph Georg Ainmüller: Stirn nach seinem topograpghischen Zustande, seinem Alter und politischen Wechsel. In: 21. Jahresbericht des historischen Vereins in Mittelfranken, Ansbach 1852, Beilage III, S. 9–55

Hans Wolfram Lübbeke, Otto Braasch: Mittelfranken: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1986

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Pleinfeld Kategorie:Ort im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) Kategorie:Ersterwähnung im 11. Jahrhundert Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen