Kurt Otto Wilhelm Klopsch (* 24. Dezember 1905 in Berlin; † 16. Dezember 1989 in Hamburg) war ein deutscher Schauspieler, Kabarettist, Hörspiel- und Synchronsprecher.
Leben und Wirken Klopsch, Sohn des Zigarrenhändlers Max Otto Wilhelm Klopsch und dessen Ehefrau Therese Anna Auguste Klopsch, geborene Ponick, begann seine Laufbahn in der Spätphase der Weimarer Republik in der Provinz und spielte auf Bühnen wie dem Trierer Stadttheater, ehe er sich zu Beginn des NS-Zeitalters wieder in Berlin einfand. Dort fand Klopsch anfänglich kein Fest-Engagement, wirkte aber mit Klein- bis Kleinstrollen in einer Reihe von Kinofilmen mit. Erst ab den ausgehenden 1930er Jahren wurde Klopsch fest verpflichtet und trat an hauptstädtischen Spielstätten wie der Volksbühne und, vor allem während des Zweiten Weltkriegs, dem Theater am Nollendorfplatz auf.
Nach dem Krieg ließ sich Klopsch in Hamburg nieder und nahm überwiegend Gastspielverträge an. Feste Engagements wie an den Hamburger Spielstätten Das Junge Theater, Theater im Zimmer oder Kammerspiele blieben eher Ausnahmen. Außerdem trat er auch als Kabarettist auf und wirkte in Rundfunkproduktionen mit.
Von seinen Kinofilmen jener Zeit verdient allenfalls die Rühmann-Fassung von Der Hauptmann von Köpenick Erwähnung, in der er den Polizei-Inspektor von Köpenick verkörperte. Klopsch spielte vor der Kamera oftmals untergeordnete Chargen: einfache Leute und Hinterhausspießer ebenso wie ein wenig wichtigtuerische Beamte oder subalterne, dienstbare Geister.
Nach Beginn des Fernsehzeitalters in der Bundesrepublik sah man Klopsch in zahlreichen Nebenrollen in einer Fülle von TV-Produktionen. In der Krimireihe Stahlnetz war er zwischen 1958 und 1965 in sieben Folgen zu sehen, dabei dreimal als Ermittler. In der munteren ZDF-Frühabendserie Percy Stuart verkörperte er den Mr. Grover, eines der Mitglieder des exklusiven Clubs der 13, die den Titelhelden mit allerlei verzwickten Aufgaben betrauen. Außerdem sah man ihn als Gast in mehreren Folgen der beliebten Unterhaltungsshows Zwischenmahlzeit und Haifischbar. Kurz vor seinem Tod gelang dem Brillenträger Klopsch ein schöner Erfolg in der Serie Kasse bitte!, in der er den kauzigen Opa Pieps verkörperte. mini|hochkant|Grabstätte Kurt Klopsch auf dem Friedhof Ohlsdorf Klopsch, der zwei Kinder hatte, arbeitete sehr häufig als Hörspielsprecher und war darüber hinaus auch als Synchronsprecher tätig. Seine Tochter Eveline Hall ist Balletttänzerin und Modell.
Kurt Klopsch starb kurz vor seinem 84. Geburtstag und wurde in der Familiengrabstätte auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf im Planquadrat P 17 beigesetzt.
Filmografie (Auswahl)
Hörspiele 1951: Jim Thorpe – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1951: Herr Thorberg lernt wieder laufen – Regie: Detlof Krüger 1951: Die Krankheit des Herrn Satory – Regie: Gustav Burmester 1951: Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand – Regie: Hans Lietzau 1952: Verwehte Spuren – Regie: Gerd Fricke 1952: Herz der Welt – Regie: Harald Braun 1952: Es war kein Traum – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Friedensvertrag – Regie: Detlof Krüger 1952: Der Doppelkopf von Trum – Regie: Kurt Reiss 1952: Der Seelengreifer – Regie: Hans Rosenhauer 1952: Aus dem Leben eines Arztes. Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch erzählt – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Pfandschein 1313 – Regie: Hans Rosenhauer 1952: Karussell zu verkaufen – Regie: Helmut Käutner 1952: Gerlach präsentiert die Rechnung – Regie: Curt Goetz-Pflug 1952: Das kommt nicht wieder – Regie: Hans Freundt 1952: Die verschlossene Tür – Regie: Detlof Krüger 1952: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück; Folge: Tumult beim Fußball – Regie: Gerd Fricke 1952: Der König von Albanien – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Liebesgeschichte ohne Geld – Regie: Hans Gertberg 1952: Die kühne Operation – Regie: Otto Kurth 1952: Das Geld, das auf der Straße liegt – Regie: Gustav Burmester 1952: Die Steuererklärung – Regie: Gustav Burmester 1952: Der Hund, der nicht 'nein' sagen konnte – Regie: Hans Gertberg 1952: Stranitzky und der Nationalheld – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Ein Paß für Madeleine – Regie: Gerlach Fiedler 1953: Gobsch – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1953: Das Schiff Esperanza – Regie: Otto Kurth 1953: Das Besenmärchen – Regie: S. O. Wagner 1953: John Walker schreibt seiner Mutter – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1953: Romeo und Julia 1953 (Romeo und Julia in Berlin) – Regie: Gustav Burmester 1953: Menschliche Komödie; 2. Teil: Assyrer und Hürdenrennen – Regie: Hans Rosenhauer 1953: Der tödliche Marabu – Regie: Gerlach Fiedler 1953: Mißtrauen – eingeschrieben – Regie: Hans Rosenhauer 1953: Der Terminkalender – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1953: Dat Motiv – Regie: Günter Jansen 1954: Meine Frau wohnt nebenan – Regie: Erik Ode 1954: Der Mann aus den Wäldern – Regie: Otto Kurth 1954: Kein Lorbeer für Augusto – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1954: Mit Stappenbeck stimmt wat nich! – Regie: Hans Tügel 1954: Der Sonderzug – Regie: Kurt Reiss 1954: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück; Folge: 1,9 pro mille – Regie: Gerd Fricke 1954: Zwischen zwei Tagen – Regie: Ludwig Cremer 1954: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück; Folge: Vorbestraft – Regie: Gerd Fricke 1954: Unter dem Milchwald – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1954: Der öst-westliche Diwan – Regie: Gert Westphal 1954: Die Spionin – Regie: Otto Kurth 1955: Driewsand – Regie: Hans Tügel 1955: Tun mit „h“ geschrieben – Regie: Gerda von Uslar 1955: Der Kommandant – Regie: Gerlach Fiedler 1955: Die gestohlene Muse – Regie: Gerda von Uslar 1955: Nicht nur Kleider machen Leute – Regie: Gerda von Uslar 1955: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück; Folge: Ohne Zeugen – Regie: Gerd Fricke 1955: Blot nich old wesen! – Regie: Günter Jansen 1955: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück; Folge: Die indiskrete Wirtin – Regie: Gerd Fricke 1955: De snaaksche Vagel – Regie: Hans Tügel 1955: Das Atelierfest – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1955: Prozeßakte Vampir (5 Teile) – Regie: Hans Gertberg 1955: Hundert Kronen (Illusion) – Regie: Kurt Reiss 1955: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück; Folge: Linie 77 – Regie: Gerd Fricke 1955: Nuckelpinne fahrbereit – Regie: Gert Westphal 1955: Die Wahrheit auf Erden – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1955: Der echte Eckensteher – Regie: Hans Henjes 1956: Drei Piècen – Regie: Armas Sten Fühler 1956: Einmal 100.000 Taler – Regie: Hans Henjes 1956: Der Passagier vom 1. November; 1. Teil: Stadt im Nebel – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1956: Der Motorroller – Regie: Gustav Burmester 1956: Akte 414: Wilhelm Voigt – Regie: Kurt Reiss 1956: Die Festung – Regie: Egon Monk 1957: Der Mann, dem ein Tag abhanden kam oder Was ist Zeit? – Regie: Gustav Burmester 1957: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Das Haus in Mexico City – Regie: S. O. Wagner 1957: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Der erste Kunde – Regie: S. O. Wagner 1957: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Die Schnapsflasche – Regie: Kurt Reiss 1957: Der Telefonist (Berlin Sommer 1944) – Regie: Hans Rosenhauer 1957: Der Mann, der nicht schlafen konnte; 5. Teil: Das Rätsel der Zahlen – Regie: Hans Rosenhauer 1957: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Spitzbuben – Regie: S. O. Wagner 1957: Omar und Omar (Der Ring des Kalifen) – Regie: Hans Rosenhauer 1957: Gehupt wie gesprungen – Regie: Gerlach Fiedler 1957: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Die Barker-Gang – Regie: S. O. Wagner 1958: Ein Fünfmarkstück namens Müller – Regie: Kurt Reiss 1958: Kopfgeld – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1958: Kosmische Botschaft – Regie: Gerlach Fiedler 1958: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Die Tote aus der Moldau – Regie: S. O. Wagner 1958: Merkur über Hamburg – Regie: Hans Tügel 1958: Verwehte Spuren – Regie: Gustav Burmester 1958: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Der Fall Maragat – Regie: S. O. Wagner 1958: Das Efeublatt – Regie: Gustav Burmester 1958: Abenteuer der Zukunft; Folge: Ariane, das Wüstenschiff – Regie: S. O. Wagner 1959: Spionage; 1. Fall: Deckname Gustav – Regie: S. O. Wagner 1959: Spionage; 2. Fall: Einsatzort Planquadrat X – Regie: S. O. Wagner 1959: Spionage; 3. Fall: An Absender zurück – Regie: S. O. Wagner 1959: Spionage; 6. Fall: Der Spion von Albrechtshof – Regie: S. O. Wagner 1959: Der Doktor und die Teufel – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1959: Gestatten, mein Name ist Cox; 3. Staffel: Mord auf Gepäckschein 3311 – Regie: S. O. Wagner 1959: Alle inbegriffen – Regie: Wolfgang Schwade 1959: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Schüsse im Jagen 45 – Regie: S. O. Wagner 1959: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Mord im Nebel – Regie: S. O. Wagner 1959: Abenteuer der Zukunft; Folge: Die 3000stel Sekunde – Regie: S. O. Wagner 1959: Friedensvertrag – Regie: Ludwig Cremer 1959: Die Räuber von Kardemomme – Regie: Kurt Reiss 1960: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Die Quoten für das dritte Rennen – Regie: S. O. Wagner 1960: Die Bittgänger – Regie: Gustav Burmester 1961: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Mord auf Abruf – Regie: Gerda von Uslar 1961: Straten – Regie: Hans Tügel 1961: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Hotel zur ewigen Ruhe – Regie: S. O. Wagner 1961: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Grüne Splitter im Handschuh – Regie: S. O. Wagner 1962: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Zwanzig Pfundnoten – Regie: S. O. Wagner 1962: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Tatzeit: 11 Uhr 40 – Regie: S. O. Wagner 1962: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Unter grünen Bäumen – Regie: S. O. Wagner 1963: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Der Tod reist mit dem Zirkus – Regie: S. O. Wagner 1963: Ein Bett für die Nacht – Regie: Gustav Burmester 1964: Abenteuer der Zukunft; Folge: Atollopur, die Stadt auf dem Meer – Regie: S. O. Wagner 1964: Die Jagd nach dem Täter; Folge: Geld – Regie: S. O. Wagner 1964: Schalterdeenst - Regie: Curt Timm 1965: Ein Mann, gegen den man vorgeht – Regie: Jiri Horcicka 1966: Der Wind – Regie: Hans Rosenhauer 1966: Die Enttäuschung – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1972: Großes Schnarchen eines Wappentieres – Regie: Hans Rosenhauer 1973: Das sonderbare Telefon – Regie: Gustav Burmester 1975: Cécile – Regie: Hermann Wenninger 1976: Ali Baba und die vierzig Räuber – Regie: Kurt Stephan 1980: Unheimlich intensiv – Regie: Thomas Rübenacker
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 847.
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Fußnoten
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