Ruppersdorf (fränkisch: Rubbasch-dorfE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 163. Dort folgendermaßen transkribiert: „rubbəschdorf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Ruppersdorf liegt in der Gemarkung Kettenhöfstetten.

Geografie Das Dorf liegt am Mettlachbach. Im Westen grenzt die Flur Ebenleiten an, 0,75 km südöstlich erhebt sich der Hohe Berg (). Im Norden grenzt das Ebenholz an, 0,5 km südlich liegt das Waldgebiet Haag. Am Rande des Ebenhofwaldes befindet sich der Obstlehrgarten des Gartenbauvereins Flachslanden, in dem es mehr als 100 verschiedene Apfel-, Birnen- und sonstige Obstsorten gibt.

Die Kreisstraße AN 17 führt nach Rügland zur Staatsstraße 2255 (2,5 km östlich) bzw. nach Kettenhöfstetten (1,7 km südwestlich).

Geschichte Der Ort wurde 1242 in einer Kaufurkunde als „Rupoldesdorf“ erstmals erwähnt (Namensbedeutung: Zum Dorf des Rupold).1479 wird er erstmals als „Rupperßdorf“ bezeichnet. E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 163. In dieser wurde bestätigt, dass das Kloster Heilsbronn in dem Ort hohenlohische Güter erworben hatte. 1308 kaufte das Kloster Äcker von Ramungus von Vestenberg. Während des Dreißigjährigen Krieges verödeten alle neun der damals bestehenden heilsbronnische Anwesen.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 358 f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Ruppersdorf 9 Anwesen (6 Güter, 1 Mühle, 2 Leerhäuser). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Neuhof. Neben diesen Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 905. Es gab acht Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 693. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Ruppersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Flachslanden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Flachslanden zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Am 24. August 1830 wurde Ruppersdorf in die neu gebildete Gemeinde Kettenhöfstetten umgemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 948. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 in den Markt Flachslanden eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2011 2017 2022Einwohner 59 64 52 56 66 53 58 81 55 39 35 31 28 23HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 14 12 11 10 10 11 11 Quelle

Religion Ruppersdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt, seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Margaretha (Rügland) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Flachslanden) Kategorie:Ersterwähnung 1242