Caroline Ebner (* 24. Mai 1970 in Gräfelfing bei München) ist eine deutsche Schauspielerin, Kabarettistin und Synchronsprecherin.
Leben
Schon früh kam Caroline Ebner an den Münchner Kammerspielen mit der Welt des Theaters in Berührung. Ihre Mutter, Käthe Ebner, war Dozentin für Sprecherziehung an der Otto-Falckenberg-Schule. Die Sirene auf dem Felsen, Merkur-Online vom 30. September 2004 Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie von 1990 bis 1993 an der Folkwang-Hochschule in Essen.Caroline Ebner bei castforward.de, abgerufen am 27. Februar 2022 Bereits 1992 war sie als Gast in der Rolle der Anna in Maxim Gorkis Nachtasyl am Theater Bremen zu sehen.
Ihr erstes Engagement führte Caroline Ebner 1993 ans Düsseldorfer Schauspielhaus, wo sie unter der Regie von Karin Beier in William Shakespeares Romeo und Julia erste Erfolge feierte. Für ihre Darstellung der Julia wurde sie 1994 mit dem Alfred-Kerr-Preis ausgezeichnet und von der Zeitschrift Theater heute zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gewählt. Während ihrer Zeit am Düsseldorfer Schauspielhaus erhielt sie zudem den Förderpreis der Stadt Düsseldorf sowie des Landes Nordrhein-Westfalen in der Sparte Schauspiel. Von 1996 bis 2000 war Caroline Ebner Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, wo sie, ebenfalls in Inszenierungen Karin Beiers, die Viola in Shakespeares Was ihr wollt und die Yvonne in Yvonne, die Burgunderprinzessin spielte. 1998 wurde sie für ihre darstellerische Leistung mit dem Boy-Gobert-Preis bedacht.
Nach einem Gastspiel am Schauspiel Hannover wechselte sie 2001 mit Beginn der Intendanz Frank Baumbauer nach München und gehört seitdem dem Ensemble der Münchner Kammerspiele an. In Ulrich Wallers Theaterabend Anne Frank – Das Porträt einer Dichterin als junges Mädchen zeichnete Caroline Ebner an den Hamburger Kammerspielen – in einer Koproduktion mit dem Schauspiel Hannover – ein einfühlsames Porträt des Mädchencharakters. Monika Nellissen: Solo für eine sehr junge Dichterin, Welt vom 5. Februar 2002 Birgit Schmalmack: Hoffnung besiegt Angst, 17. Januar 2003 An den Münchner Kammerspielen war sie unter anderem in der Rolle der Titelfigur in Gotthold Ephraim Lessings Miss Sara Sampson zu sehen. Neben klassischen und modernen Stücken wirkte sie außerdem bei mehreren Liederabenden Franz Wittenbrinks (Die Welt wird schöner mit jedem Tag, Metamorphosen, Männer und Denn alle Lust will Ewigkeit) mit.
Für ihre Rolle als Lisbeth in Didi Danquarts Kinofilm Viehjud Levi war Caroline Ebner 1999 als Beste Hauptdarstellerin für den Deutschen Filmpreis nominiert.
Von Herbst 2015 bis 2018 trat sie zusammen mit Norbert Bürger, Sebastian Rüger und Frank Smilgies (Ulan & Bator) im Ensemble der Münchner Lach- und Schießgesellschaft auf.Das neue Lach- und Schiess-Ensemble. Abgerufen am 7. März 2017.
Caroline Ebner lebt in München.
Theater (Auswahl) Düsseldorfer Schauspielhaus: Romeo und Julia von William Shakespeare – Regie: Karin Beier Deutsches Schauspielhaus Hamburg: Yvonne, die Burgunderprinzessin von Witold Gombrowicz – Regie: Karin Beier Was ihr wollt von William Shakespeare – Regie: Karin Beier Münchner Kammerspiele: Daphne von Andechs von Herbert Achternbusch – Regie: Herbert Achternbusch Der Marquis von Keith von Frank Wedekind – Regie: Peter Kastenmüller Miss Sara Sampson von Gotthold Ephraim Lessing – Regie: Stephan Rottkamp Antigone von Sophokles – Regie: Lars-Ole Walburg Radio Noir von Albert Ostermaier – Regie: Monika Gintersdorfer Monsun von Anja Hilling – Regie: Roger Vontobel Die Familie Schroffenstein von Heinrich von Kleist – Regie: Roger Vontobel Ödipus auf Kolonos von Sophokles – Regie: Jossi Wieler Mamma Medea von Tom Lanoye – Regie: Stephan Kimmig Räume räumen von PeterLicht – Regie: PeterLicht, S.E. Struck Sicherheitskonferenz von Rimini Protokoll – Regie: Stefan Kaegi Sommergäste / Nachtasyl von Maxim Gorki – Regie: Karin Henkel
Filmografie (Auswahl) 1995: Kommt Mausi raus?! (Fernsehfilm) 1998: Samstag – Sonntag – Montag (Fernsehfilm) – Regie: David Mouchtar-Samorai 1998: Gegen Ende der Nacht (Fernsehfilm) 1999: Viehjud Levi – Regie: Didi Danquart 1999: Stahlnetz – Der Spanner 2004: München 7 – Auf und davon 2008: Able Danger – Regie: Dave Herman 2008: Die Schattenboxer (Kurzfilm) – Regie: Petr Novak 2010: Die Hebamme – Auf Leben und Tod (Fernsehfilm) 2010: In aller Stille (Fernsehfilm) 2010: Blond bringt nix (Fernsehfilm) – Regie: Isabel Kleefeld 2011: Blaubeerblau (Fernsehfilm) 2011–2012: Heiter bis tödlich: Fuchs und Gans (Fernsehserie) 2012: Herzversagen (Fernsehfilm) 2013: Hattinger und die kalte Hand – Ein Chiemseekrimi (Fernsehfilm) 2014: Tatort – Eine Frage des Gewissens 2014: Tatort – Das verkaufte Lächeln 2014: Tatort – Auf ewig Dein 2014–2026: Frühling (Fernsehserie, 38 Folgen) 2017: Das Verschwinden 2017: Falsche Siebziger 2018: Hubert und Staller – Über sieben Brücken 2018: Wir sind doch Schwestern 2020: Der Lissabon-Krimi: Zum Schweigen verurteilt 2022: München Mord: Dolce Vita (Fernsehreihe)
Sprechrollen (Auswahl) Mami Koyama 2016: Sailor Moon Crystal als Queen Serenity 2021: Sailor Moon Eternal als Queen Serenity
Filme 2013: Ruth Wilson in No Turning Back als Katrina 2015: Agnieszka Grochowska in Kind 44 als Nina Andreyeva 2015: Jennifer Jason Leigh in Anomalisa als Lisa Hesselman 2016: Samantha Morton in Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind als Mary Lou 2016: Allison King in Midnight Special als Hannah
Serien 2014: Sharon Landry in True Detective als Linda (Folge 1x03) 2015: Nada Despotovich in Olive Kitteridge als Schwester Cindy (Folge 4, Mini-Serie) 2015–2018: Alisen Down in 12 Monkeys als auffallende Frau 2017–2018: Sara Tomko in Once Upon a Time – Es war einmal … als Tiger Lily 2020: Aidee Walker als Kate Ryder in One Lane Bridge
Auszeichnungen 1994: Förderpreis für Literatur der Landeshauptstadt Düsseldorf 1994: Alfred-Kerr-Darstellerpreis des Berliner Theatertreffens als Julia in Romeo und Julia 1994: Nachwuchsschauspielerin des Jahres der Zeitschrift Theater heute 1998: Boy-Gobert-Preis der Körber-Stiftung 1999: Nominierung Deutscher Filmpreis in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Viehjud Levi
Weblinks
Agenturseite von Caroline Ebner Caroline Ebner bei den Münchner Kammerspielen Kurzbiographie als Preisträgerin der Körber-Stiftung Die Sirene auf dem Felsen, Porträt Caroline Ebner, Merkur-Online vom 30. September 2004
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Ensemblemitglied des Schauspiels Hannover Kategorie:Synchronsprecher Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1970 Kategorie:Frau