Unter Spiegelfechterei versteht man ein oft übertriebenes Verhalten zur Täuschung anderer. Ein Spiegelfechter ist demnach ein Blender, jemand, der etwas vorgibt oder vortäuscht.Knaur: Das Deutsche Wörterbuch. Lexographisches Institut, München 1985, S. 900.
Entstehung Ursprünglich von der Ausübung des Fechtens zum Scherz oder zur Übung stammend, wurde der Begriff zum Ausdruck für eine Aktion, die scheinbar sinnvoll oder bedeutsam ist, in Wirklichkeit aber nur zum Schein, in der Regel mit der Absicht der theatralischen Vortäuschung einer Sinnhaftigkeit oder Bedeutsamkeit ausgeführt wird.redensarten-index.de Früher wurde auch das heute eher unübliche „Spiegelfechten“ verwendet. In Adelungs Grammatisch-kritischem Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart von 1801 heißt es noch zum Ursprung des Begriffes
Napoleon über Metternich bei dem Treffen zwischen Napoleon und Metternich in Dresden.
Etymologisch ist laut Duden die Herkunft nicht gesichert. Es ist im 16. Jahrhundert nachgewiesen. und meint entweder einen Scheinkampf mit imaginären Gegnern oder einen Fechtkampf vor dem Spiegel zu Trainingszwecken.Duden. Band 7. Mannheim 1963, ISBN 3-411-00907-1, S. 659.
Viele Tiere können sich im Spiegel nicht erkennen, weshalb sie als Spiegelfechter ihr eigenes Spiegelbild bekämpfen.Joël Roerig: Shadow boxing by birds – a literature study and new data from southern Africa. In: Ornithological Observations, 4. Juni 2013, Band 4, S. 39–68; , journals.uct.ac.za
Einzelnachweise
Kategorie:Redewendung Kategorie:Fechten