mini|hochkant|Briefmarke der Reichspost 1919 mini|hochkant|Briefmarke der Bundespost 1951 Georg Alexander Mathéy (* 13. September 1884 in Hermannstadt, Siebenbürgen; † 1. Januar 1968 in Buchendorf) war ein deutscher Grafiker und Gestalter.
Leben Nach dem Abitur studierte er Architektur an der Technischen Hochschule Budapest, später Malerei, Buchkunst und Graphik an der Staatlichen Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin, wo er Meisterschüler des bekannten Buch- und Schriftkünstlers Emil Rudolf Weiß wurde. 1915 bis 1919 war er auf Veranlassung des Architekten Bruno Paul vertretungsweise Lehrer an dieser Anstalt. 1920 wurde er von Walter Tiemann als Leiter der Werkstätten für Buch- und Steindruck an die Staatliche Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig gerufen, wo er bis 1928 wirkte. Zwischen 1929 und 1940 lebte er in Griechenland, danach als freier Künstler wieder in Berlin. 1953 übernahm er die Leitung des neu gegründeten Klingspor-Museums in Offenbach am Main, das sich der Buchkunst widmete. Mathéy starb 1968.
Bereits 1919 entwarf er die ersten Briefmarken der Deutschen Reichspost, 1951 war er für den Entwurf des legendären Posthornsatzes verantwortlich. Der Porzellanhersteller Rosenthal brachte 1928 Mathéys Kaffeeservice 760 mit richtungsweisend schlichten Formen und Dekor heraus.Dieter Struß: Rosenthal. Service, Figuren, Zier- und Kunstobjekte, Battenberg, Augsburg 1995, S. 90. Mit Abbildung. 1936 entwarf Mathéy vier große Gemälde für eine Ausstellung des Pergamon-Museums anlässlich der Olympischen Spiele in Berlin; zwei dieser Gemälde mit Motiven antiker griechischer Stätten verbrannten später in seiner Berliner Werkstatt, die beiden anderen kaufte das Reichsluftfahrtministerium an, ihr heutiger Verbleib ist unbekannt. Einen Namen machte sich Mathéy jedoch in erster Linie mit seinen buchgestalterischen Arbeiten.
Mathéy heiratete 1919 in Berlin die Komtesse Ragnhild von Trampe, 1920 kam der Sohn RagnarZu dessen Leben s. Kurzbiographie im Nachruf. zur Welt. 1926 ehelichte er die griechische Pianistin Polyxene Roussopoulos, der gemeinsame Sohn Alexandros wurde 1937 geboren. In dritter Ehe heiratete er schließlich 1945 Irmgard Bruno, geb. Hespers, von der er 1946 einen weiteren Sohn bekam (Gregor Konstantin, gen. Kosta, Professor für Stadtentwicklung in Hamburg und Berlin [11.05.2017])vgl. Wer ist wer? (Degener, Wer ist’s?) 12 (1955), S. 611.
Teile von Mathéys Nachlass befinden sich heute in der Badischen Landesbibliotheks. Autographenkatalog Kalliope sowie im Stadtarchiv Offenbach.
Grabstätte mini|Grab Prof. Mathéy im Oktober 2023 mini|Die Grabplatte ist offensichtlich gut erhalten, jedoch unter dem Efeu kaum zu erkennen. Prof. Mathéy wurde auf dem Friedhof von Buchendorf beigesetzt. Das Grab und das Grabmal sind noch vorhanden. Jedoch sind Grabstein und Grabplatte unter Efeu verborgen. (Stand Oktober 2023)
Ehrungen Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (11. April 1956)Bundespräsidialamt
Literatur Max Osborn: Georg A. Mathéy, Reihe Junge Kunst, Klinkhardt&Biermann, Leipzig-Berlin 1929. Georg A. Mathéy, Irmgard von Dreyse (Hrsg.): Georg A. Mathéy, Buchkunst und Graphik. Gebr. Klingspor, Offenbach 1965. Wolfgang Maaßen: Die Posthornserie 1951/52. Phil*Creativ Verlag, Schwalmtal 2001, ISBN 3-932198-41-7.
Weblinks
Sammlung Georg A. Mathéy auf der Webseite der Badischen Landesbibliothek Ausstellung: Sprachbilder – Bildersprache. Die Künstler Helene Marcarover und Georg Alexander Mathéy vom 12. Juli 2017 bis 30. September 2017 in der Badischen Landesbibliothek Olympia 1936: Georg Alexander Mathéy und sein künstlerischer Beitrag zu den Olympischen Sommerspielen in Berlin BLBlog vom 15. Juni 2022 der Badischen Landesbibliothek
Einzelnachweise
Kategorie:Briefmarkenkünstler (Deutschland) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Phönix-Ordens Kategorie:Hochschullehrer (Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1884 Kategorie:Gestorben 1968 Kategorie:Mann