Der Säbelzahnsalmler oder Biarateilweise auch Vampire barracuda genannt (Rhaphiodon vulpinus) gehört zur Familie der Wolfssalmler (Cynodonidae) und ist in Südamerika verbreitet.
Systematik Für die Art Rhaphiodon vulpinus (Agassiz, 1829) gab es wissenschaftliche Namen, die heute nicht mehr verwendet werden: Hydropardus rapax (Reinhardt, 1849) oder Cynodon vulpinus (Cuvier, 1829). Cuvier klassifizierte die Art ursprünglich in die Hydrocyon-Gattung ein. Weitere Namen waren Raphiodon vulpinus (Müller & Troschel, 1844), Cynodon vupinus (Eigenmann, 1891), Rhaphiodon vulpinum (Eigenmann and Allen, 1942), Rhaphiodontichthys vulpinus (aufgeführt in „Species of Venezuela“ von Campos, 1945) und Rhaphiodontichthys vulpinus (Machado-Allison, 1987). http://www.angelfire.com/biz/piranha038/rhaphiodon.html Einige Autoren gruppieren die Cynodonidae lediglich als Unterfamilie der Salmler ein.http://www.aqua-terra-net.de/Hydro/Sonder/salmler/Saebelzahnsalmler.htm Seine lokale Namensgebung sowohl im Portugiesischen wie Dentudo, Cachorra-facão, Peixe-Cachorro oder Saranha, als auch im Spanischen wie Dientudo Blanco, Payará Machete, Pirayaguá spielen auf seine scharfen Hundszähne an oder sind Verbindungen von Sardine und Piranha.
Verbreitung Rhaphiodon vulpinus tritt im Einzugsgebiet großer langsam fließender Tieflandflüsse wie dem Amazonas in Ecuador, dem Rio Xingú in Brasilien, dem Río Ucayali in Peru, dem Orinoco in Venezuela, dem Río Paraná in Argentinien, Río Paraguay in Paraguay oder dem Río Uruguay in Uruguay auf. Das südlichste Verbreitungsgebiet liegt am Río de la Plata in Argentinien. Kleinere Populationen sind in den Flüssen Essequibo und Rio Rupununi in Guayana beheimatet.
Morphologie 1994 untersuchten Buckup und Petry die charakteristischen Zähne des Rhaphiodon vulpinus, die bereits im Larvenstadium ausgeprägt waren. P. A. Buckup und P. Petry: Phylogenetic significance of larval extra-oral teeth in the neotropical Cynodontinae (Characiformes, Ostariophysi), unpublished abstracts of the 74th annual meeting of the Am. Soc. Ichthyol. Herpetol, 1994 Das Vorhandensein von drei Zahnreihen, welche sich bei Jungfischen ausbilden beschreibt die Familie der Cynodontinae. Rhaphiodon vulpinus zeichnet sich von anderen Cynodontinae durch den langen stromlinienförmigen Körper und die große Rückenflosse im hinteren Körperdrittel. Exemplare, die im Schwarzwasser des Rio Negros gefangen wurden, zeigen eine wesentlich hellere Färbung.
Lebensweise
Säbelzahnsalmler werden bis 80 Zentimeter lang und leben pelagisch im Süßwasser. Bezeichnend ist ihr Raubverhalten. Die Fortpflanzungsbiologie der Art im Rio Tocatins wurde näher untersucht. Reproductive biology of Rhaphiodon vulpinus (Ostariophysi: Cynodontidae) in the Tocantins River Basin, Brazil in http://www.scielo.br/scielo.php?pid=S1679-62252007000400007&script=sci_arttext
Nutzung Rhaphiodon vulpinus und Hydrolycus scomberoides sind Aquarienfische, die regelmäßig aus Peru exportiert werden. Aufgrund seiner Größe wird der Säbelzahnsalmler gern beangelt. Als Speisefisch besitzt er nur eine sehr untergeordnete Rolle.
Literatur Mônica Toledo-Piza: The Neotropical Fish Subfamily Cynodontinae (Teleostei: Ostariophysi: Characiformes): A Phylogenetic Study and a Revision of Cynodon and Rhaphiodon. Published by American Museum of Natural History, New York 2000. Mônica Toledo-Piza, Menezes, A. Naércio, G. Mendes dos Santos: Revision of the neotropical fish genus Hydrolycus (Ostariophysi: Cynodontinae) with the description of two new species. Published by Ichthyol. Explor. Freshwaters, 1999, Bd. 10, No. 3, S. 255–280. Jacques Géry: Characoides of the World. TFH Publications, New Jersey 1977, S. 299–302 NJ. K. Arendt: Säbelzahnsalmler – Eindrucksvolle Räuber im Aquarium. TI-Magazin Nr. 133, Feb. 1997, S. 9–15. K. Arendt: Die Zahnreproduktion der Säbelzahnsalmler. BSSW Report Nr. 1/98, S. 8–13. Günther Sterba: Süßwasserfische der Welt. Weltbild Verlag, Augsburg 2002, ISBN 3-89350-991-7.
Weblinks
Einzelnachweise
Sabelzahnsalmler