Die Junior-Ingenieur-Akademie (JIA) ist ein Bildungsangebot für Schüler der gymnasialen Mittelstufe. Das von der Deutsche Telekom Stiftung 2005 initiierte Projekt wird als Wahlpflichtfach in der 8. und 9. bzw. 9. und 10. Jahrgangsstufe an einigen Schulen angeboten. Ziel ist es, für das Berufsbild des Ingenieurs zu begeistern, ihnen den Übergang von der Schule zur Hochschule erleichtern und ihre Kompetenzen frühzeitig zu fördern.
Alleinstellungsmerkmale der JIA sind die Kooperation von Schule, Wirtschaft und Wissenschaft sowie deren feste Verankerung im Unterrichtslehrplan. Jugendliche erfahren sowohl in der Schule als auch in Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen, wie die Ausbildung und Arbeitswelt von Ingenieuren, Wissenschaftlern und Forschern in ihren vielen Facetten aussieht., PDF-Datei in: Handelsblatt Nr. 210 vom 31. Oktober 2007, Seite b08 in Stuttgarter Nachrichten vom 6. Oktober 2010
Die Deutsche Telekom Stiftung unterstützt bundesweit bislang 103 Akademien, in denen die Schüler theoretische und praktische Grundlagen zum Beispiel in Elektro- und Solartechnik, Maschinenbau oder Robotik kennenlernen können. Internetseite des Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 15. Oktober 2009
Hintergrund In Deutschland werden Naturwissenschaftler, Ingenieure und weitere Fachkräfte im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT-Fächer) gesucht. Aber obwohl die Perspektiven in diesen Berufen groß sind, entscheiden sich viele junge Menschen für andere Karrieren. Ein wesentlicher Grund dafür sind häufig fehlende Kenntnisse darüber, was sich hinter wissenschaftlichen oder technischen Berufsbildern verbirgt. Diese Lücke schließt die Junior-Ingenieur-Akademie. Der Unterricht umfasst in der Regel drei Stunden pro Woche – ein Großteil außerhalb der Schule in Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen.
Kooperationen Zur Förderung von Mädchen kooperiert die Deutsche Telekom Stiftung mit der Fraunhofer-Gesellschaft, dabei wird ein Förderprogramm von der Mittelstufe bis zum Studienbeginn angeboten. Die Partner verzahnen dazu ihre Projekte Junior-Ingenieur-Akademie (Mittelstufe) und Fraunhofer Talent School (Oberstufe).
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Koordination des Projekts auf Seiten der Fraunhofer-Gesellschaft im Rahmen des „Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen“.Telekom-Stiftung und Fraunhofer-Gesellschaft kooperierenMitteilung der idw vom 18. Oktober 2010: Talente tüftelten an Fraunhofer-Forschungsfragen Eine Kooperation der Junior-Ingenieur-Akademie wird beispielsweise mit dem Fraunhofer IFAM (Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung) in Bremen durchgeführt.Junior-Ingenieur-Akademie (JIA)Talente tüftelten an Fraunhofer-Forschungsfragen auf der Internetseite des Informationsdienst Wissenschaft vom 18. Oktober 2010
Der Bildungsdienst des Districts 1810 des Rotary International kooperiert seit Juli 2011 mit dem Inda-Gymnasium in Aachen.
Vorbild der JIA sind die Schüler-Ingenieur-Akademien (SIA) in Baden-Württemberg, die sich im Unterschied zur JIA an Schüler der gymnasialen Oberstufe richten und als Arbeitsgemeinschaft oder als Seminarkurs geführt werden. Der Arbeitgeberverband Südwestmetall, der die SIA maßgeblich unterstützt, ist auch Kooperationspartner der Deutsche Telekom Stiftung bei der Verbreitung der JIA in Baden-Württemberg.Triberg: Ingenieure wachsen nach - Schüler der Realschule Triberg haben die Junior-Ingenieur-Akademie erfolgreich absolviert
Teilnehmende Schulen An folgenden Schulen sind mit Unterstützung der Deutsche Telekom Stiftung Junior-Ingenieur-Akademien eingerichtet worden:
Aalen: Theodor-Heuss-Gymnasium Aachen: Inda-Gymnasium, Einhard-Gymnasium Backnang: Max-Born Gymnasium Bad Marienberg: Evangelisches Gymnasium Bad Marienberg Baldham: Humboldt-Gymnasium Vaterstetten Bargteheide: Anne-Frank-Schule Bargteheide Bensberg: Otto-Hahn-Gymnasium Berlin: Romain-Rolland-Gymnasium Bochum: Heinrich-von-Kleist-Schule Bochum Bonn: Liebfrauenschule, Sankt-Adelheid-Gymnasium, Hardtberg Gymnasium Bottrop: Josef-Albers-Gymnasium Bremen: Ökumenisches Gymnasium zu Bremen, Gymnasium Vegesack Brühl: Max Ernst Gymnasium Castrop-Rauxel: Adalbert-Stifter-Gymnasium Duisburg: Bischöfliches Abtei-Gymnasium, Max-Planck-Gymnasium Elsterwerda: Elsterschloss-Gymnasium Eschweiler: Waldschule Eschweiler Städtische Gesamtschule, Städtisches Gymnasium Eschweiler Eschwege: Brüder-Grimm-Schule Finsterwalde: Sängerstadt-Gymnasium Frankfurt am Main: Ziehenschule, Wöhlerschule, Elisabethenschule, Gymnasium Riedberg Frechen: Gymnasium der Stadt Frechen Freiburg: Goethe-Gymnasium Freiburg Friedrichshafen: Mädchenrealschule St. Elisabeth Gelsenkirchen: Grillo Gymnasium Gießen: Liebigschule Halle (Saale): Georg-Cantor-Gymnasium, Christian-Wolff-Gymnasium, Gymnasium Südstadt Halle, Elisabeth-Gymnasium Hennef: Städtisches Gymnasium Herzberg: Philipp-Melanchthon-Gymnasium Herzberg/Elster Hilchenbach Stift Keppel Jülich: Gymnasium Haus Overbach Kaiserslautern: Heinrich-Heine Gymnasium, Gymnasium am Rittersberg Karlsruhe: Fichte-Gymnasium Kassel: Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule Kerpen: Europagymnasium Kerpen Köln: Erzbischöfliche Ursulinenschule Königswinter: CJD Christophorusschule Kulmbach: Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium Lahr/Schwarzwald: Clara-Schumann-Gymnasium Lahr Langerwehe: Gesamtschule Langerwehe Leipzig: Max-Klinger-Schule, Werner-Heisenberg-Schule, Neue Nikolaischule, Immanuel-Kant-Gymnasium Lennestadt: Gymnasium Maria Königin Magdeburg: Gemeinschaftsschule „Oskar Linke“ Marl: Albert-Schweitzer-/Geschwister-Scholl-Gymnasium Moers: Hermann-Runge-Gesamtschule Moers Mönchengladbach: Städtisches Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Mülheim an der Ruhr: Karl-Ziegler-Schule Münster: Kardinal-von-Galen-Gymnasium Neunkirchen: Gymnasium am Krebsberg Nordhorn: Gymnasium Nordhorn Oberhausen: Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Offenbach am Main: Albert-Schweitzer-Schule Osterholz-Scharmbeck: Gymnasium Osterholz-Scharmbeck Remagen: Gymnasium Nonnenwerth Regensburg: Goethe-Gymnasium Regensburg, Gymnasium der Regensburger Domspatzen Rüsselsheim: Immanuel-Kant-Schule Schweinfurt: Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schwerte: Ruhrtal Gymnasium Siegen: Gymnasium Auf der Morgenröthe Wegberg: Maximilian-Kolbe-Gymnasium Weil der Stadt: Johannes-Kepler-Gymnasium Wesel: Andreas-Vesalius-Gymnasium Windeck: Bodelschwingh-Gymnasium Herchen Wismar: Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Witzenhausen: Berufliche Schulen des Werra-Meißner Kreises Wuppertal: Gymnasium Bayreuther Straße, Carl-Duisberg-Gymnasium Würzburg: Matthias-Grünewald-Gymnasium Xanten: Stiftsgymnasium
Publikationen Das im Herbst 2010 erschienene Magazin „Junior-Ingenieur-Akademie“ bietet Informationen rund um den Aufbau und die Umsetzung einer JIA. Erfahrungsberichte und praktische Tipps der beteiligten Schulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen ergänzen die Publikation; Druckausgabe bei der Deutsche Telekom Stiftung kostenlos erhältlich.
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Einzelnachweise
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