Karl Julius Fritzsche, auch K. J. Fritzsche, (* 30. März 1883 in Leipzig; † 12. Oktober 1954 in München) war ein deutscher Filmproduzent.
Leben Der Sohn eines Bäckers absolvierte eine Verlagslehre und stieß 1909 zum Film. Im Januar 1912 wurde er Prokurist bei A. E. Hübsch & Co.Handelsregister Berlin HRA Nr. 39252 Daraus entwickelte sich eine langjährige Partnerschaft mit Albert Eberhard Hübsch bei den Firmen A. E. Hübsch & Co. GmbHHandelsregister Berlin HRB Nr. 13270, Transocean Film Co. GmbHHandelsregister Berlin HRB Nr. 16845, First National Pictures GmbHHRB Nr. 16898, Einträge im Berliner Handelsregister am 15. Juni 1925 und 5. April 1927, Palladium Film- und Bühnenschau GmbHHRB Nr. 15965, Eintrag im Berliner Handelsregister am 22. Oktober 1926, F.B.O. Pictures GmbHHRB Nr. 35383, Eintrag im Berliner Handelsregister am 27. September 1927 und Radio Filmverleih/Deutsche Künstler Film GmbHHRB Nr. 45455, Einträge im Berliner Handelsregister am 21. Januar 1931, 28. November 1931 (Umwandlung) und 7. Oktober 1932.
Im Januar 1922 gründete er mit Alfred Duskes die Essex Film Corporation GmbH.Handelsregister Berlin HRB Nr. 24865 Im Juni 1927 wurde Fritzsche in den Vorstand der Defu Deutsche Film Union AG berufenHRB Nr. 40105, Einträge im Berliner Handelsregister am 27. Juli 1927 und 13. Februar 1928 und löste anschließend Ernst Hugo Correll als Vorstand der Phoebus-Film AG abHRB Nr. 25250, Eintrag im Berliner Handelsregister am 24. Januar 1928. Im Dezember 1932 gründete er die Centropa Film GmbH (1932–1935).Handelsregister Berlin HRB Nr. 47781
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten konnte er seinen Einfluss ausdehnen. Fritzsche gründete im Oktober 1935 die Tobis Magna-Filmproduktion GmbH.Handelsregister Berlin HRB Nr. 49687 Seit 1940 war er Produktionschef und Technischer Atelierleiter der Tobis, 1942 zusätzlich deren Wirtschaftsdirektor. Er produzierte mehrere prestigeträchtige Werke der Filmgesellschaft mit deren Star Emil Jannings.
Nach Kriegsende nahm Fritzsche 1948 seine Tätigkeit beim Film wieder auf. Er gründete die Verleihfirma Deutsche London Filmverleih, die später auch produzierte. 1952 gründete er die Magna-Film.
Filmografie 1914: Schachmatt 1914: Im Krater des Vesuvs 1914: Das Geheimnis der Münze 1914: Wege des Schicksals 1915: Der schwarze Husar 1918: Mein Bräutigam – der Landstreicher 1920/22: Louise de Lavallière – Am Liebeshof des Sonnenkönigs 1921: Marodeure der Großstadt 1922: Der Graf von Essex 1923: Arme Sünderin 1929: 'Roah-Roah!' Der Schrei der Sehnsucht 1931: Himatschal – Der Thron der Götter 1931: Die Försterchristl 1934: Maskerade 1935: Der Ammenkönig 1936: Der schüchterne Casanova 1936: Ein Hochzeitstraum 1936: Das Schloß in Flandern 1936: Truxa 1936: Die Geliebte von Paris (unvollendet) 1937: Der Herrscher 1937: Manege 1937: Der Unwiderstehliche 1937: Der zerbrochene Krug 1938: Der Maulkorb 1939: Robert Koch, der Bekämpfer des Todes 1940: Ohm Krüger 1943: Die große Nummer 1952: Pension Schöller 1952: Der fröhliche Weinberg 1953: Tagebuch einer Verliebten 1953: Nanga Parbat (Dokumentarfilm) 1954: Geständnis unter vier Augen
Einzelnachweise
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 3: F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 119.
Weblinks
Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Person (Stummfilm) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1883 Kategorie:Gestorben 1954 Kategorie:Mann