mini|Hansahaus am Bahnhofsvorplatz (1903) miniatur|Hansahaus (1904) miniatur|hochkant|links|Turmaufbau über dem Portal miniatur|Hansahaus (2011) Das Hansahaus am Konrad-Adenauer-Platz in Düsseldorf war im Jahre 1904 die „grösste und bedeutendste Anlage aus [einer] Gruppe von Geschäftshäusern“ am damaligen Wilhelmplatz. Es wurde von 1900 bis 1902 von dem Zürcher Architekten Heinrich Ernst für die Rheinische Immobiliengesellschaft „Hansa“ erbaut. Das Gebäude umfasste einen Baublock, der damals durch den Wilhelmplatz, die Graf-Adolf-Straße und die Harkortstraße sowie die Bahnanlagen begrenzt wird. Die Fassade zur Harkortstraße wurde „nach dem Muster großstädtischer Geschäftspaläste […] in den Formen italienischer Renaissance mit modernen Anklängen“, also im Stil der Neorenaissance, erbaut. Die Fassaden wurden im Erdgeschoss mit rotem Mainsandstein verkleidet, die Obergeschosse mit Pfälzer Sandstein, die Pfeilervorlagen und Säulen in rotem Baveno-Granit mit Bronze-Architekturteilen. Die Baukosten betrugen 2.110.000 Mark.
Das Gebäude wurde nach Kriegsschäden erheblich verändert bzw. vereinfacht instand gesetzt. Im November 1959 zog der Landesrechnungshof Nordrhein-Westfalen in das Gebäude. Nach über 75 Jahren zog er im Juni 2025 dann in einen Neubau in Oberbilk.
Der Eigentümer Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) plante, das Hansahaus zu verkaufen. Die Stadt beschloss im Dezember 2025, das Gebäude zu kaufen und dort das Gesundheitsamt und eine Fahrradgarage unterzubringen. Das städtische Planungsunternehmen IPM will das Gebäude dafür zwischen 2028 und 2030 komplett neu bauen.
Das Hansahaus besteht aus zwei getrennten Bürogebäudeteilen und mehreren Ladengeschäften. Es ist stark sanierungsbedürftig und steht nicht unter Denkmalschutz. Außerdem beherbergt das Gebäude einen funktionsfähigen Paternosteraufzug im Gebäudeteil an der Harkortstraße, der bis Ende der Nutzung durch das Finanzamt Düsseldorf-Mettmann in Betrieb war.
Literatur und Einzelnachweise Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 357–359.
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