Hans-Dieter Jendreyko (* 2. Januar 1937 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler und Theaterregisseur.
Leben und Wirken Nach einem abgebrochenen Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft ließ er sich 1959 bis 1961 an der Otto-Falckenberg-Schule in München zum Schauspieler ausbilden. Seine ersten Engagements trat Jendreyko in Schleswig und Gelsenkirchen an, danach spielte er am Theater Bremen.
1969/1970 war er am Schauspielhaus Zürich beschäftigt, 1970 wechselte er an das Theater Basel. 1970 spielte er bei der Uraufführung von Dieter Fortes Martin Luther & Thomas Münzer oder Die Einführung der Buchhaltung den Thomas Müntzer. Seit 1977 trat er mit eigenen Regiearbeiten hervor. Am Düsseldorfer Schauspielhaus inszenierte er James Joyce’ Verbannte, Horváths Mord in der Mohrengasse und 1978 die Uraufführung von Horst Laubes Der erste Tag des Friedens, am Schauspiel Frankfurt unter anderem 1982 Horváths Die Unbekannte aus der Seine und Kleists Die Familie Schroffenstein.
1986 gründete Jendreyko in Basel das Od-theater und übernahm dessen künstlerische Leitung. In einem Badehaus produzierte er 1986 Enzensbergers Untergang der Titanic, 1987 in einem Gewächshaus Calderóns Das Leben ist ein Traum und 1988 in einer Färbereihalle Euripides’ Die Bakchen.
Daneben arbeitete er als freier Schauspieler und Regisseur. Als Gastregisseur inszenierte er 1994 in Bonn an der Werkstattbühne die Uraufführung von Yasmina Rezas Jascha. Ab 1996/97 arbeitete er wieder am Theater Basel, unter anderem 1996 mit Euripides’ selten gespieltem Stück Die Herakliden.
Filmografie 1960: Das schwarze Schaf 1962: Er kann’s nicht lassen 1963: Funkstreife Isar 12: 80 Mark Anzahlung 1965: Dichter Nebel 1966: Die Gefangenen von Murano 1968: Hafenkrankenhaus: Im Rinnstein 1968: Maß für Maß 1969: Der Kommissar: Der Tod fährt 1. Klasse 1970: Die Herberge 1970: Jonathan 1973: Liebe mit 50 1973: Frühbesprechung: Die Party 1974: Die Kriegsbraut1974: Motiv Liebe: Klassenreise 1976: Eurogang: Urlaub für Harry Krausch 1976: Feinde 1976: Die Wölfin vom Teufelsmoor 1981: Auf Achse: Lalla und Kifkif 1982: Tatort: Blaßlila Briefe 1986: Der Fahnder: Der Plan eines Profis 1988: Macao oder die Rückseite des Meeres 1989: Ein Fall für zwei: 70.000 bar 1993: Die Denunziantin 1997: Laßt meine Frau am Leben! 1999: Die Liebesdienerin 2000: WerAngstWolf
Literatur
Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 460. C. Bernd Sucher (Hrsg.): Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker. Von Christine Dössel und Marietta Piekenbrock unter Mitwirkung von Jean-Claude Kuner und C. Bernd Sucher. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2. Auflage 1999, ISBN 3-423-03322-3.
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