Konferenz der Tiere ist ein computeranimierter Trickfilm, der am 7. Oktober 2010 in den deutschen Kinos anlief.

Er ist nach dem Zeichentrickfilm Die Konferenz der Tiere von Curt Linda aus dem Jahr 1969 der zweite Film, der von dem Roman Die Konferenz der Tiere von Erich Kästner inspiriert ist.Katrin Hoffmann: Konferenz der Tiere auf epd-film.de, 1. Oktober 2010, abgerufen am 25. Februar 2023.

Handlung Im Okavangodelta wundern sich die Tiere, weil das Wasser nicht mehr wie sonst durch die große Schlucht kommt. Der Durst nach Wasser wird immer größer, so dass es Streit um den letzten Tropfen Wasser gibt. So verteidigen Büffel und Nashörner das einzige Wasserloch. Aufgrund dieser Tatsache ziehen Sokrates, der vegetarische Löwe, und Billy, das tollpatschige Erdmännchen, los, um sich auf die Suche nach Wasser zu machen. Hierbei treffen sie auf den gallischen Hahn Charles, der einen Tasmanischen Teufel, ein Känguru, eine Eisbärin und zwei Galapagos-Schildkröten nach Afrika geführt hat, da diese aus ihren zerstörten heimischen Regionen fliehen mussten.

Doch auch hier haben die Menschen zugeschlagen: Der Hotelbesitzer Smith hat für die Wasserversorgung seines Hotels einen gewaltigen Staudamm bauen lassen, der nun den Fluss des Wassers bis in die Savanne stoppt. Genau in diesem Hotel findet eine Konferenz für eine bessere Umwelt statt. Zunächst sind die tierischen Besucher über die enormem Wasservorräte in Büchsenform und den riesigen Swimmingpool begeistert, doch schon bald treffen sie auf den Sicherheitschef des Hotels, ein Waffenexperte namens Hunter. Sokrates ist entsetzt, als er in ihm den Jäger erkennt, der seinerzeit seinen Bruder Mambo tötete. Der tierische Hoteldiener, Schimpanse Toto, versucht die Gruppe vor Hunter zu verstecken. Auch Maya, die Tochter des Hotelmanagers, ist auf der Seite der Wildtiere. Trotz aller Vorsicht wird Sokrates gefangen und seine Freunde aus dem Hotel vertrieben. Das wollen diese nicht hinnehmen und rufen ihrerseits eine Konferenz ein: die Konferenz der Tiere. Die großen und kleinen Tiere der Savanne versammeln sich und beschließen gegen das Unrecht der Menschen vorzugehen. Sie ziehen allesamt in Richtung des Hotels und auch die eigensinnigen Büffel schließen sich am Ende an. Dort besiegen sie den Jäger Hunter, der wiederholt versucht, die Tiere gewaltsam zu stoppen, beenden die Umweltkonferenz der Menschen und bringen schließlich mit vereinten Kräften den Staudamm zum Einsturz. So fließt das Wasser wieder in die Savanne. Ausgelassen feiern die Tiere ihren Sieg in der wieder grünenden Savanne.

Nach diesem Erfolg ziehen die Tiere in den Mäulern von Blauwalen bis nach New York City, wo gerade eine Klimakonferenz tagt. Sie belagern die gesamte Stadt und erinnern die Menschen daran, dass sie nicht allein auf diesem Planeten sind.

Hintergrund Konferenz der Tiere ist der erste europäische computeranimierte Kinofilm in 3D. Produziert wurde der Film zwischen dem 22. November 2008 und dem 22. Juni 2010. Die Computeranimation stammt vom niedersächsischen Studio Ambient Entertainment, das mit Back to Gaya bereits den ersten komplett computeranimierten deutschen Kinofilm produziert hatte. In den deutschen Kinos hatte der Film über 1,5 Mio. Zuschauer. Europaweit waren es über 5 Millionen Besucher, darunter mehr als eine Million in Frankreich.Konferenz der Tiere in der Datenbank LUMIERE, abgerufen am 29. Juni 2013. Weltweit erreichte er ein Einspielergebnis von über 50 Mio. Dollar.Konferenz der Tiere bei Box Office Mojo, abgerufen am 29. Juni 2013.

Synchronisation Die Synchronisation entstand bei der RC Production Berlin unter der Dialogregie von Frank Schaff. Rolle Beschreibung Originalsprecher Billy Erdmännchen Ralf Schmitz Sokrates Löwe Thomas Fritsch Charles Gallischer Hahn Christoph Maria Herbst Angie Afrikanischer Elefant Bastian Pastewka Smith Hotelmanager Oliver Kalkofe Bonnie Billys Frau Nana Spier Junior Billys Sohn Dirk Petrick Biggie Breitmaulnashorn Tilo Schmitz Erdmännchen 1 Constantin von Jascheroff Erdmännchen 2 Frank Schaff Bongo Maronenlangur Santiago Ziesmer Chino Kaffernbüffel Nico Mamone Gisela Netzgiraffe Bianca Krahl Ken Koala Frank Schaff Bob Erdferkel Axel Lutter Sushi Eisbär Katja Nottke Toto Schimpanse Rainer Fritzsche Winifred Galapagos-Riesenschildkröte Margot Rothweiler WinstonGalapagos-Riesenschildkröte Peter Groeger Maulwurf Carsten Richter Toby Känguru Tobias Müller Smiley Tasmanischer Teufel Hans-Jürgen Wolf Geier 1 Lutz Schnell Geier 2 Sascha Rotermund Geier 3 Boris Tessmann Maya Tochter von Smith Luisa Wietzorek Cook Reporter Leon Boden Hunter Thomas Nero Wolff Koch Uli Krohm Politikerin Natascha Geisler Dicker Politiker Peter Reinhardt

Soundtrack Der Soundtrack wurde hauptsächlich von David Newman produziert. Bekannt wurde allerdings die Zusammenarbeit von Xavier Naidoo und Naturally 7, die zusammen die Titelmelodie Wild vor Wut aufnahmen.

Kritiken

Auszeichnungen Deutscher Animationsdrehbuchpreis beim Trickfilmfestival Stuttgart 2009 für die Drehbuchautoren des Films, Reinhard Klooss und Oliver Huzly Bayerischer Filmpreis 2010 in der Kategorie Kinderfilm Nominierung für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Kinderfilm Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat besonders wertvoll

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2010 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Computeranimationsfilm Kategorie:Filmdrama Kategorie:3D-Film Kategorie:Erich-Kästner-Verfilmung