Liste der Zuflüsse der Altmühl

miniatur|300px|Lage der Altmühl zwischen Main und Donau

Überblick

Die Altmühl hat eine Länge von 227 km und ein Einzugsgebiet von 3258 km². Es gliedert sich in zwei recht verschiedenartige Teile.

Auf dem Oberlauf von der Quelle bis etwa Treuchtlingen läuft die Altmühl in einem recht engen Einzugsgebietsschlauch nach Südosten bis an den Rand der Frankenalb. Die Wasserscheide rechts zur Wörnitz, die oberhalb der Altmühl in die Donau entwässert, liegt hier meist ferner, weshalb von rechts auch die größeren Zuflüsse kommen, die linke verläuft lange vor der ungefähr parallel laufenden Fränkischen Rezat, ehe dann schon nahe bei Treuchtlingen die kleinere Schwäbische Rezat dicht am Altmühllauf entspringt, die ihre bedeutendere fränkische Namenscousine durch Zusammenfluss zur Rednitz macht, welche über die Regnitz und dann den Main zum Rhein entwässert.

Mit Eintritt in die Frankenalb orientiert sich die Altmühl östlich, wechselt aber mit ihrem mäandrierenden Tal nun mehrfach die Richtung. Der vorher oft neben Seitengräben und Altschlingen einherziehende Fluss erfährt nun seltener Zufluss, welcher überdies häufig aus Karstquellen rührt. Auf diesem unteren Abschnitt ihres Laufs münden auch ihre längsten Zuflüsse, nämlich die Schwarzach, ehedem dann auch die Sulz, die durch Nutzung ihres Tals und Wassers für den Main-Donau-Kanal und seinen Vorgängerbau aber inzwischen zerstückelt wurde, danach der sie heute gewissermaßen vertretende Kanal selbst und schließlich noch die Weiße Laber, alles linke Zuläufe, deren große Länge und Einzugsgebiet die in diesem Bereich sehr viel fernere Lage der linken Wasserscheide zum rheinischen System widerspiegelt.

Die Altmühl fließt heute ins Bett des Main-Donau-Kanals ein und läuft darin ihre letzten 35 km bis zur Mündung in Kelheim. Das darin laufende Wasser wird zum Betrieb aktiv hochgepumpt und ein merklicher Teil wird auch ins Main-System hinüberbefördert, so dass die Abflussverhältnisse hier nicht mehr sehr natürlich sind. Auch am Oberlauf wird durch Aufstauen der Hochwässer im künstlich angelegten Altmühlsee bei Gunzenhausen Wasser zum Main übergeleitet. Alles in allem entwässert die Altmühl heute also auf künstlichem Wege in nicht unbeträchtlichem Maße zum Main.

Die 12 längsten Zuflüsse mit über 12,5 km Länge sind, von der Quelle zur Mündung: der rechte Kreuthbach mit 15,1 km und 57,4 km², er mündet zwischen Colmberg und Leutershausen der rechte Hagenbach mit 14,4 km und 24,8 km², er mündet kurz vor Leutershausen der rechte Große Aurachbach, auch Große Aurach genannt, mit 13,8 km und 31,7 km², er mündet zwischen Leutershausen und Herrieden die rechte Wieseth mit 31,8 km und 127,3 km², sie mündet bei Ornbau und ist der größte Oberlaufzufluss der rechte Wurmbach mit 12,9 km und 43,5 km², er mündet bei Gunzenhausen. Danach beginnt der Abschnitt in der Frankenalb. der rechte Möhrenbach mit 19,1 km und 127,8 km², er mündet bei Treuchtlingen die linke Treuchtlinger Schambach mit 14,2 km und 98,0 km², einer von drei bis vier Altmühlzuflüssen dieses Namens die rechte Gailach mit 21,7 km und 78,7 km², sie mündet bei Mörnsheim die linke Schwarzach mit 52,9 km und 510,5 km², sie mündet bei Kinding und ist der größte Altmühlzufluss der von links nahende Main-Donau-Kanal hat von der Scheitelhaltung oberhalb an gerechnet eine Länge von 34,5 km und ein Einzugsgebiet von 226,1 km² die linke Weiße Laber mit 44,7 km und 356,7 km², sie mündet ganz am Anfang der Kanalstrecke der unteren Altmühl bei Dietfurt an der Altmühl die rechte Riedenburger Schambach mit 16,3 km und 138,8 km² mündet in Riedenburg.

Tabelle der Zuflüsse der Altmühl

Mit Stationierung, also der Fließstrecke von der Altmühlmündung aufwärts bis zum jeweiligen Zufluss, der amtlichen Gewässerkennzahl (GKZ), dem Namen des Zuflusses, der Mündungsseite, der Länge des Zulaufs und der Größe seines Einzugsgebietes, dem Mündungsort und der Mündungshöhe sowie dem Quellort und der Quellhöhe. Bei einigen Zuflüssen, die indirekt über unbedeutendere Auengräben zulaufen, wurden diese Bäche selbst (auch) genannt und die Stationierung von der Altmühl auf den Zufluss zum Nebenlauf überpaust. Wo wie oft die Stationierung nicht aus den amtlichen Daten zu erheben war, wurde zwischen den stationierten Zulaufpunkten ober- und unterhalb anhand eines Polygonzugs auf dem Fluss interpoliert. Wegen starken Mäanderlaufs und vieler, teils sogar mehrfacher Nebenläufe ist die Stationierung merklich fehlerbehaftet, gibt aber die Zulaufreihenfolge wieder. Bei der GKZ wurde hinter dem allen ihren Zuflüssen gemeinsamen Präfix 138, das die GKZ der Altmühl selbst ist, zur besseren Lesbarkeit ein Trenner eingefügt. Im Falle keine GKZ erhältlich war, steht hinter dem nach der Aufbauregel der GKZ sicheren Präfix ein Fragezeichen. Eingeklammerte Bezeichnungen für Zuflüsse sind keine vorgefundenen Eigennamen, sondern Behelfsbezeichnungen. Der Großteil der Nebenläufe ist nicht aufgeführt, noch die Abgänge. Letztere sind aber in der Detaillierten Liste aufgeführt. Die Zuflüsse umfassen oft anders benannte Abschnitte, insbesondere Oberläufe, die hier in der Regel nicht aufgeführt sind. Im Zweifelsfall wurde meist der längste Oberlauf gewählt. Die Höhen sind durch den sehr flachen Lauf des Flusses und unzureichend feine Höhenlinien mancherorts nur sehr ungefähr zu erheben. Die Einzugsgebiete im Bereich des Karstgebietes Frankenalb – also etwa ab dem Möhrenbach – sind für die Wasserführung nicht notwendig repräsentativ. Versickerung kann die Bäche schwächen, anderswo treten starke Quellen aus. Siehe dazu die Detaillierte Liste …. Zum Vergleich wurde noch – rot unterlegt – die Altmühl selbst aufgenommen. Nachweise siehe generell bei der → Detaillierten Liste unten.

|- class="hintergrundfarbe7" style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | n. a. | style="text-align:left" | 138 | style="text-align:left" | Altmühl | style="text-align:center" | n. a. | style="text-align:center" | 226,9 | style="text-align:center" | 3258,4 | style="text-align:left" | Kelheim | style="text-align:center" | 338 | style="text-align:left" | Burgbernheim-Wildbad, Waldgewann Alter Mann | style="text-align:center" | 460 | style="text-align:left" |

|- style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | 226.661 | style="text-align:left" | 138-111? | style="text-align:left" | (Waldzufluss) | style="text-align:center" |rechts | style="text-align:center" | 0,4 | style="text-align:center" | 0,1 | style="text-align:left" | Burgbernheim-Wildbad, im Hirschteich | style="text-align:center" | 457 | style="text-align:left" | Burgbernheim-Wildbad, Waldgewann Alter Mann | style="text-align:center" | 464 | style="text-align:left" |

|- style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | 226.432 | style="text-align:left" | 138-111? | style="text-align:left" | (Waldzufluss) | style="text-align:center" | rechts | style="text-align:center" | 0,5 | style="text-align:center" | 0,3 | style="text-align:left" | Burgbernheim-Wildbad, Waldgewann Schauersruh | style="text-align:center" | 454 | style="text-align:left" | Burgbernheim-Wildbad, Waldgewann Krumme Eiche | style="text-align:center" | 465 | style="text-align:left" |

|- style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | 225.194 | style="text-align:left" | 138-111? | style="text-align:left" | Grenzgraben | style="text-align:center" | links | style="text-align:center" | 0,4 | style="text-align:center" | 0,4 | style="text-align:left" | Windelsbach-Hornau, nördliche Feldflur | style="text-align:center" | 447 | style="text-align:left" | Windelsbach-Hornau, nördliche Feldflur | style="text-align:center" | 462 | style="text-align:left" | in der Sache kein Grenzgraben

|- style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | 224.737 | style="text-align:left" | 138-111? | style="text-align:left" | Erlachbach | style="text-align:center" | rechts | style="text-align:center" | 1,2 | style="text-align:center" | 1,5 | style="text-align:left" | Windelsbach-Hornau, Nordrand | style="text-align:center" | 445,7 | style="text-align:left" | Burgbernheim-Siedlung Erlach, Westrand | style="text-align:center" | 465 | style="text-align:left" |

|- style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | 224.199 | style="text-align:left" | 138-111? | style="text-align:left" | Klingengraben | style="text-align:center" | links | style="text-align:center" | 0,4 | style="text-align:center" | 0,1 | style="text-align:left" | Windelsbach-Hornau, im Hornauer Weiher | style="text-align:center" | 445 | style="text-align:left" | Windelsbach-Preuntsfelden, Feldgewann Klingen(feld) | style="text-align:center" | 454 | style="text-align:left" |

|- style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | 223.472 | style="text-align:left" | 138-111? | style="text-align:left" | Handschuhbach | style="text-align:center" | rechts | style="text-align:center" | 1,8 | style="text-align:center" | 1,5 | style="text-align:left" | Windelsbach-Birkach, Flur, Straße Windelsbach–Preuntsfelden | style="text-align:center" | 442 | style="text-align:left" | Windelsbach-Birkach, Flur, Waldeintritt AN 7 Hornau–Windelsbach | style="text-align:center" | 464 | style="text-align:left" |

|- style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | 223.435 | style="text-align:left" | 138-111? | style="text-align:left" | Schneidergraben | style="text-align:center" | links | style="text-align:center" | 1,8 | style="text-align:center" | 1,2 | style="text-align:left" | Windelsbach-Preuntsfelden, Flur, Straße Preuntsfelden–Birkach | style="text-align:center" | 442 | style="text-align:left" | Windelsbach-Preuntsfelden, nördliche Feldflur Schlagfeld zum Waldrand | style="text-align:center" | 460 | style="text-align:left" |

|- style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | 222.672 | style="text-align:left" | 138-111? | style="text-align:left" | Birkach | style="text-align:center" | rechts | style="text-align:center" | 1,4 | style="text-align:center" | 0,6 | style="text-align:left" | Windelsbach-Birkach, östliche Flur | style="text-align:center" | 440 | style="text-align:left" | Windelsbach-Birkach, Nordrand Brandholz | style="text-align:center" | 455 | style="text-align:left" |

|- style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | 222.416 | style="text-align:left" | 138-111? | style="text-align:left" | Buckgraben | style="text-align:center" | rechts | style="text-align:center" | 1,0 | style="text-align:center" | 0,6 | style="text-align:left" | Windelsbach-Birkach, östliche Flur | style="text-align:center" | 440 | style="text-align:left" | Windelsbach-Birkach, südliche Flur | style="text-align:center" | 449 | style="text-align:left" |

|- style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | 222.345 | style="text-align:left" | 138-112 | style="text-align:left" | Krummbach | style="text-align:center" | links | style="text-align:center" | 2,5 | style="text-align:center" | 2,9 | style="text-align:left" | Windelsbach-Burghausen, nordwestliche Flur | style="text-align:center" | 440 | style="text-align:left" | Marktbergel-Ermetzhof, nördliche Waldbucht | style="text-align:center" | 469 | style="text-align:left" |

|- style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | 221.887 | style="text-align:left" | 138-113? | style="text-align:left" | Birkachäckergraben | style="text-align:center" | rechts | style="text-align:center" | 0,8 | style="text-align:center" | 0,1 | style="text-align:left" | Windelsbach-Burghausen, westliche Flur | style="text-align:center" | 439 | style="text-align:left" | Windelsbach-Burghausen, westliche Flur | style="text-align:center" | 454 | style="text-align:left" |

|- style="vertical-align:top;" | style="text-align:center" | 221.230 | style="text-align:left" | 138-113? | style="text-align:left" | Furtwasengraben | style="text-align:center" | rechts | style="text-align:center" | 0,7 | style="text-align:center" | 0,3