Der 1822-Kunstpreis war ein Kunstpreis für bildende Künstler, die mit der Region Frankfurt am Main verbunden sind. Träger war die 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse. Der Preis wurde zuletzt 2018 vergeben und danach eingestellt.
Gegenstand Mit dem Kunstpreis wurden bildende Künstler gewürdigt, die durch Geburt, Wohnsitz, Ausbildung, Ausstellungs- oder Lehrtätigkeit mit der Region verbunden sind. Gleichzeitig sollte sich ihr Werk durch Zukunftsperspektiven auszeichnen. Der Preis würdigte das Lebenswerk. Er war dadurch von der Einkommensteuer der Künstler befreit.
Geschichte Der Kunstpreis wurde seit 1972 unter wechselnden Bezeichnungen vergeben. In den Anfangsjahren nannte er sich Kunstpreis Forum Stadtsparkasse und war mit 5000 DM dotiert, die in einen Hauptpreis und zwei Förderpreise unterteilt waren. Er galt als erster Kunstpreis, den ein deutsches Kreditinstitut für zeitgenössische Künstler aussetzte.Christa Spatz: Frankfurt, in: Magazin KUNST, Alexander Baier Presse, Mainz 1973, S. 84 Träger war die städtische Frankfurter Stadtsparkasse. Ab 1989, nach der Fusion mit der Frankfurter Sparkasse von 1822, wurde der Preis in neuer Form vergeben, nannte sich Reinhold-Kurth-Kunstpreis der Frankfurter Sparkasse und war mit einem Geldpreis von DM 25.000 verbunden.Benannt nach dem 1978 verstorbenen Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Träger war die Frankfurter Sparkasse von 1822. Nach der letzten Vergabe des Preises im Jahr 2018 wurde der 1822 Kunstpreis ohne Ankündigung eingestellt, um das 1822-Kunstforum weiter betreiben zu können.
Der 1822-Kunstpreis Seit 1999 wurde der Preis von der 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse mit einer Preissumme von 15.000 Euro (Stand 2014) ausgelobt. Eine Eigenbewerbung war nicht möglich. Die Auswahl erfolgte über eine Jury, die aus ansässigen Rektoren der Kunsthochschulen, Kulturjournalisten, Museumsdirektoren und einem Mitglied aus dem Stiftungsvorstand bestand. 2009 gehörten dem Gremium Michael Hierholzer (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Max Hollein (Direktor des Städelschen Kunstinstituts), Bernd Kracke (Hochschule für Gestaltung, Offenbach), Carolina Romahn (Kulturamt der Stadt Frankfurt) und Herbert Hans Grüntker (1822-Stiftung) an. Die Jury 2010 bestand aus Daniel Birnbaum (Städelschule), Susanne Gaensheimer (Museum für Moderne Kunst), Holger Kube Ventura (Frankfurter Kunstverein), Vorjahrespreisträger Heiner Blum und dem Stiftungsvertreter. Er war der höchstdotierte, jährlich vergebene Preis im Bereich der Bildenden Kunst in Frankfurt und wurde seit 2006 im Kaisersaal des Frankfurter Römers überreicht.
Seit 2014 wurde der Preis im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben, er war mit 15.000 Euro dotiert.
Träger des 1822-Kunstpreises 2001: Nikolaus Hirsch 2002: Christa Näher 2003: Ben van Berkel 2004: Wolfgang Winter Berthold Hörbelt 2005: Tamara Grcic 2006: Michael Riedel 2007: Tobias Rehberger 2008: Martin Neumaier 2009: Heiner Blum 2010: Tomas Saraceno , in: Art – Das Kunstmagazin vom 15. Juni 2010, abgerufen am 8. Dezember 2010 2011: Adrian Williams 2012: Andrea BüttnerDie Welt kompakt vom 3. Juli 2012 2013: Michel Klöfkorn 2014: Mike Bouchetartmagazine vom 22. Juni 2014 2016: Christiane Feser 2018: Jana Euler
Frühere Preisträger Kunstpreis Forum Stadtsparkasse
1972: Gerhard Wittner 1973: Richard Wenzel 1974: Thomas Bayrle 1975: Nicole van den Plas 1976: Irene T. Peschick 1977: Keine Preisvergabe - 5 Anerkennungen 1978: Doris Conrads 1979: Klaus Gorsler 1980: Renate Sautermeister 1981: Christiane Gumpert 1982: Herbert Hamak 1983: Hubert Seelig 1984: Petra Falk 1985: Michael Croissant 1986: Victor Sanovec 1987: Kurt Hofmann 1988: Manfred Stumpf
Reinhold-Kurth-Kunstpreis der Frankfurter Sparkasse 1989: Nicole Van den Plas 1990: Gerhard Wittner 1991: Urs Breitenstein 1992: Ernst Caramelle 1993: Abisag Tüllmann 1994: Thomas Bayrle 1995: Manfred Stumpf 1996: Karin Hoerler 1997: Architekturklasse der Städelschule 1998: Martin Feldbauer, Dirk Paschke, Daniel Milohnić (Künstlergruppe "Phantombüro") 1999: Marko Lehanka 2000: Udo Koch
Weblinks 1822-Kunstpreis auf der Website der Frankfurter Sparkasse (Archiv-Version vom 4. März 2016) Christoph Schütte, Schwebende Städte – Verleihung des 1822-Kunstpreises an Tomás Saraceno, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18. Juni 2010, abgerufen am 8. Dezember 2010
Einzelnachweise
Kategorie:Deutsche Auszeichnung (Bildende Kunst) Kategorie:Kunst (Frankfurt am Main) Kategorie:Auszeichnung (Frankfurt am Main) Kategorie:Erstverleihung 1972 Kategorie:Kulturpreis (Hessen)