Ursula Köllner (* 18. April 1920 in Gießen;lt. Theaterarchiv Kay Weniger † 21. August 1995 in Frankfurt am Main) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben Ursula Köllner erhielt gegen Ende der 1930er Jahre ihre künstlerische Ausbildung in Frankfurt am Main. Ihr Debüt gab sie in Wuppertal. In den Spielzeiten 1937/38 und 1938/39 trat sie am Schauspielhaus Dresden auf.Segel unter blauem Himmel. In: Sächsische Volkszeitung vom 30. Juni 1938. Seite 8.Segel unter blauem Himmel. Aufführungskritik. In: Riesaer Tageblatt und Anzeiger vom 2. Juli 1938. Seite 13.Segel unter blauem Himmel. In: Sächsische Volkszeitung vom 23. November 1938. Seite 8. Es folgten während des Zweiten Weltkrieges Verpflichtungen an Bühnen in Graudenz und Bremen. Anschließend war sie einige Jahre als freischaffende Künstlerin tätig.

Ab der Spielzeit 1957/58 war Köllner für zwei Spielzeiten am Kleinen Theater im Zoo in Frankfurt am Main engagiert.Ursula Köllner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1958. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 66. Jg., Hamburg 1958, S. 213 und S. 501 (Register).Ursula Köllner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1959. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 67. Jg., Hamburg 1959, S. 232 und S. 533 (Register).

Ab der Spielzeit 1958/59 war sie an der Landesbühne Rhein-Main in Frankfurt am Main, aus der später das Theater am Turm hervorging, verpflichtet.Ursula Köllner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1959. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 67. Jg., Hamburg 1959, S. 234 und S. 533 (Register). Dort trat sie unter anderem als Babett in dem Volksstück mit Musik Sturm auf die Konstablerwache von Ernst Nebhut und Gerhard Jussenhoven auf; die Inszenierung wurde auch für das Fernsehen aufgezeichnet und im August 1965 in einigen Regionalprogrammen ausgestrahlt. Nach der Umbenennung mit Beginn der Spielzeit 1963/64 spielte sie auch am Theater am Turm, wo sie bis zum Ende der Spielzeit 1972/73 zum festen Ensemble gehörte.Ursula Köllner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1964. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 72. Jg., Hamburg 1964, S. 255 und S. 599 (Register).Ursula Köllner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1973. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 81. Jg., Hamburg 1973, S. 269 und S. 719 (Register). Im Februar 1969 übernahm sie dort die Rolle der Frau Libere in dem Theaterstück Der schwarze Schwan von Martin Walser in einer Inszenierung von Claus Peymann.

1980 gastierte sie bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel.Ursula Köllner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1980. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 88. Jg., Hamburg 1980, S. 437 und S. 903 (Register). Ab der Spielzeit 1989/90 gastierte sie am Volkstheater Frankfurt.Ursula Köllner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1990. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 98. Jg., Hamburg 1990, S. 154 und S. 818 (Register).Ursula Köllner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1991. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 99. Jg., Hamburg 1991, S. 196 und S. 959 (Register). 1989 trat sie am Volkstheater Frankfurt gemeinsam mit Liesel Christ in dem Lustspiel Dehaam is Dehaam auf. Bis Anfang der 1990er Jahre war Köllner als Theaterschauspielerin in Frankfurt am Main tätig.

Ab 1960 spielte Köllner in insgesamt 26 Folgen die Rolle der „stets frustrierten“, willfährigen und ihren Chef eifersüchtig bewachenden Chefsekretärin Else Sauerberg in der Familienserie Die Firma Hesselbach. Köllner wirkte ab Folge 4 durchgehend in der Serie mit. Sie ersetzte in der Serie ihre Cousine Hilde Sauerberg (gespielt von der Schauspielerin Käte Jaenicke), die aus der Firma ausgeschieden war. Köllner hatte bereits in dem Kinofilm Herr Hesselbach und die Firma (1956) mitgewirkt. Köllner, die auch während der Dreharbeiten zur Serie (1960–1963) weiterhin an der Landesbühne Rhein-Main engagiert war, pendelte in dieser Zeit zwischen Theaterbühne und Fernsehstudio hin und her.Sabine Hock: Liesel Christ. Volksschauspielerin. Eine Biographie. Kramer, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-7829-0546-6, S. 116, 122.

Nach Abschluss der Dreharbeiten zur Serie Die Firma Hesselbach spielte Köllner wieder hauptsächlich Theater. Außerdem war sie als Hörspielsprecherin tätig. Sie übernahm noch einige wenige weitere Fernsehrollen. 1970 war sie als Mutter in dem Fernsehfilm Weg vom Fenster, einer Produktion von Rainer Werner Fassbinders Produktionsfirma antiteater-X-film, unter der Regie von Michael Fengler zu sehen. 1971 hatte sie eine Rolle in der Tatort-Episode Auf offener Straße als Erna, eine Arbeitskollegin des Opfers. Im Tatort: Augenzeuge (1976) spielte sie auch einen kleinen Dialog mit Henning Venske. Eine kleine Rolle hatte sie 1976 auch in dem Fernsehmehrteiler Der Winter, der ein Sommer war unter der Regie von Fritz Umgelter.

Ursula Köllner war frühzeitig verwitwet und hatte eine Tochter.

Filmografie 1956: Herr Hesselbach und die Firma 1960–1963: Die Firma Hesselbach 1970: Weg vom Fenster (Fernsehfilm) 1971: Tatort: Auf offener Straße 1974: Schule der Frauen (Fernsehfilm) 1976: Tatort: Augenzeuge 1976: Der Winter, der ein Sommer war

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