Der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Solingen GmbH, kurz SWS, ist ein Geschäftsfeld der Stadtwerke Solingen GmbH. Diese haben außerdem als weiteres Geschäftsfeld den Versorgungsbetrieb, der organisatorisch vom Verkehrsbetrieb getrennt ist. Der Verkehrsbetrieb betreibt als Nahverkehrsunternehmen in der Stadt Solingen und ihrer näheren Umgebung den Oberleitungsbus Solingen sowie diverse Omnibus-Linien. Die Stadtwerke Solingen sind Mitglied im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR).

Geschichte Ab den 1890er Jahren: Straßenbahn Solingen links|mini|Straßenbahnwagen der Solinger Kreisbahn in Merscheid, ca. 1927

Auf dem Gebiet der heutigen Großstadt Solingen wurden ab der Wende zum 20. Jahrhundert zwei voneinander unabhängige Straßenbahnsysteme betrieben. Die 1897 eingerichtete Solinger Stadtbahn verkehrte auf Strecken in (Alt-)Solingen und Höhscheid, die 1898 eröffnete Solinger Kreisbahn verkehrte auf dem Gebiet der damals selbständigen Gemeinden Ohligs, Wald, Gräfrath und Vohwinkel. Streckenerweiterungen führten später auch nach Burg und Widdert. Doch die beiden Streckennetze waren untereinander nicht verbunden, so dass die Fahrgäste etwa an dem Grenzpunkt Schlagbaum zum Umstieg gezwungen waren und verschiedene Fahrkarten benötigten.

Dies änderte sich erst nach dem Städtezusammenschluss von Solingen mit Höhscheid, Wald, Gräfrath und Ohligs im Jahr 1929. Die beiden Betriebe von Stadt- und Kreisbahn wurden mit Wirkung zum 1. November 1929 zu einem neuen Betrieb verschmolzen, den Städtischen Straßenbahnen Solingen. Das Unternehmen bediente im Jahr 1929 insgesamt fünf Linien.

1930er und 1940er Jahre Am 29. April 1932 hatte die Stadt Wuppertal, in der die Gemeinde Vohwinkel aufgegangen war, der Auflösung der Kreisbahn nachträglich zugestimmt. Somit wurde die Städtischen Straßenbahnen Solingen GmbH erst zu diesem Zeitpunkt in das Handelsregister eingetragen. Auf Anordnung der Geschäftsführung wurde die GmbH jedoch schon am 30. November 1933 zu einem Eigenbetrieb der Stadt Solingen. Nach einigen Umbauten im Liniennetz betrug seine Länge am Ende des Jahres 1936 ungefähr 38,7 Kilometer.

Im Jahr 1936 begannen die Städtischen Straßenbahnen Solingen zudem mit dem Betrieb von Omnibuslinlien im Solinger Stadtgebiet, während es bis dahin nur private Busverbindungen etwa durch das Unternehmen Wiedenhoff gegeben hatte. Die erste öffentliche Buslinie führte ab Dezember 1936 vom Graf-Wilhelm-Platz über den Bahnhof Ohligs zum Engelsberger Hof.

Während des Zweiten Weltkriegs gab es zahlreiche Einschränkungen im Straßenbahn- und im Busverkehr. Durch die Luftangriffe auf Solingen im November 1944 wurden sowohl das Straßenbahndepot an der Kuller Straße als auch das Depot der Omnibusse an der Florastraße und große Teile des Schienennetzes zerstört. Nach Kriegsende wurden die Schäden am Netz der Straßenbahn rasch wieder behoben und Ende 1946 konnte das gesamte Netz mit sechs Linien wieder betrieben werden.

Ab den 1950er Jahren: Umstieg auf den Oberleitungsbus

mini|O-Bus vom Typ Trolleybus Solingen, der von den SWS selbst hergestellt wurde

Da das Streckennetz der Straßenbahn nur eingleisig ausgebaut war, hielt es dem gestiegenen Verkehr der 1950er Jahre nicht mehr stand. Ein zweigleisiger Ausbau war aufgrund der engen Solinger Straßen nicht möglich, weshalb ein anderes Verkehrsmittel her musste. Ab 1952 wurden die Straßenbahnstrecken sukzessive durch Oberleitungsbusstrecken ersetzt. Am 12. Juni 1952 wurde die erste und am 16. November 1959 um 10 Uhr die letzte Straßenbahnlinie der Stadtwerke in Solingen eingestellt.

Der erste O-Bus-Strecke zwischen dem zentralen Busbahnhof, dem Graf-Wilhelm-Platz, und dem Ohligser Bahnhof ging am 19. Juni 1952 in Betrieb. Die letzte Strecke nach Burg wurde am 2. Dezember 1959 eingeweiht. Parallel zum Umstieg auf den Oberleitungsbus wurden dis bisherigen Städtischen Straßenbahnen Solingen im Jahr 1958 als Verkehrsbetrieb in die Stadtwerke Solingen integriert. Kleinere Erweiterungen des Oberleitungsbusnetzes erfolgten zu Beginn der 1980er Jahre zur Hasseldelle und nach Höhscheid-Brockenberg. Die letzte große Erweiterung erfolgte 1993 mit der Anbindung des Stadtteils Aufderhöhe an den O-Bus. In Ermangelung eines passenden Fahrzeugtyps bauten die Stadtwerke Ende der 1960er Jahre sogar ein eigenes Modell, den sogenannten Trolleybus Solingen.

Neben den Oberleitungsbussen wurden im Jahre 1962 30 Omnibusse auf insgesamt 14 Linien betrieben. Ebenfalls 1962 konnte der neu errichtete Betriebshof an der Weidenstraße eingeweiht werden. Er war erforderlich geworden, da das alte Depot an der Kuller Straße durch den Umstieg auf den Oberleitungsbus nicht mehr ausreichte.

Ab den 1990er Jahren: Privatisierung der Stadtwerke Solingen GmbH mini|Logo der Stadtwerke Solingen ab den 1990er Jahren

Am 22. September 1995 wurde der städtische Eigenbetrieb Stadtwerke Solingen in eine GmbH umgewandelt. Im Jahr 2002 wurden die Stadtwerke dann zu rund der Hälfte an MVV Energie verkauft, die Stadt blieb jedoch weiterhin Mehrheitseigner der Gesellschaft. Nach diversen Unstimmigkeiten mit der Partnergesellschaft MVV wurden die Stadtwerke schließlich zum 1. Oktober 2012 zurückgekauft und befinden sich seitdem wieder komplett in städtischer Hand.Informationen zur Entwicklung und zum Rückkauf auf berliner-wassertisch.info, abgerufen am 15. Juli 2015.

Ende März 1992 nahmen die SWS die ersten Niederflur-Dieselbusse vom Typ O 405 N in Betrieb. Allgemein sind Dieselbusse bei den SWS oft länger in Betrieb als bei anderen Verkehrsbetrieben. Ein Fahrzeuge des Vorgängermodells Mercedes-Benz O 305 (Wagen 168) war z.B. 25 Jahre im Einsatz, bis er 2001 ausgemustert wurde. Zwischen 1996 und 1998 wurden in einer Einkaufskooperation „BergischerBus“, an der die SWS, die WSW mobil GmbH, die Stadtwerke Remscheid und die Hagener Straßenbahn beteiligt waren, zahlreiche Niederflurbusse gekauft. Diese Busse zeichneten sich durch das gleiche Farbkleid aus: Das Bergische StadtLinie Design (Blau und Lichtgrau).

Seit den 2000er Jahren In der vierten O-Bus-Generation werden heute 50 Gelenk-O-Busse (Berkhof, Van Hool, Hess), außerdem 47 Solo-Dieselbusse (alle Mercedes-Benz) und 17 Gelenk-Dieselbusse (Mercedes-Benz) eingesetzt.

Linien Oberleitungsbus LinieStreckeTakt mo-frTakt saTakt soAnmerkungenHästen – Bahnhof Mitte 13px – Graf-Wilhelm-Platz – Mangenberg – Merscheid – Ohligs Rathaus – Hauptbahnhof 18px 13px101515am Wochenende alle 30 Minuten nach Hästen bzw. alle 15 Minuten bis BülowplatzHauptbahnhof 18px 13px – Wald – Graf-Wilhelm-Platz – Grünewald 13px – Höhscheid-Brockenberg101515Wuppertal-Vohwinkel Bahnhof 18px 13px – Gräfrath – Graf-Wilhelm-Platz – Bahnhof Mitte 13px – Krahenhöhe – Stadtwald – Burger Bahnhof101515nach Burger Bahnhof alle 30 Minuten, sonst bis Schleife KrahenhöheHasselstraße – Graf-Wilhelm-Platz – Bahnhof Mitte 13px P+R – Brühl – Schule Widdert10-151515-30Graf-Wilhelm-Platz – Klingenhalle – Schmalzgrube – Aufderhöhe303060Aufderhöhe – Schmalzgrube – Mangenberg – Graf-Wilhelm-Platz303060St.-Lukas-Klinik – Ohligs Markt – Hauptbahnhof 18px 13px – Aufderhöhe – Höhscheid303060BatterieoberleitungsbusHauptbahnhof 18px 13px – Aufderhöhe – Landwehr/Rupelrath – Leichlingen Bf 18px – Leichlingen Busbahnhof306060BatterieoberleitungsbusMeigen – Bahnhof Mitte 13px – Graf-Wilhelm-Platz – Industriestraße – Eugen-Maurer-Haus/ZDS – Abteiweg15-306060Batterieoberleitungsbus

Dieselbus LinieStreckeTakt mo-frTakt saTakt soAnmerkungenBurg Schloss – Burg Brücke – Stadtwald – Krahenhöhe – Müngsten Brückenpark–6060Wander-Express nur während der Sommerzeit (MESZ)Burg Aue – Burg Brücke – Burg Schloss – Höhrath6060–Mo-fr unregelmäßig; Samstags nur 4 FahrtenGraf-Wilhelm-Platz – Freiligrathstraße – Botanischer Garten – Wald Kirche – Wittkuller Straße – Eschbach60120120Linienweg Richtung Eschbach/Obenitter abwechselndGraf-Wilhelm-Platz – Freiligrathstraße – Botanischer Garten – Wald Kirche – Ittertal – Obenitter60120120Graf-Wilhelm-Platz – Halfenweiherplatz – Wald Kirche – Ittertal – Haan Markt3030-6060Graf-Wilhelm-Platz – Vogelsang – Wittkuller Straße – Wald Kirche – Humboldtschule – Merscheid – Am Frühling – Aufderhöhe3030-6060Graf-Wilhelm-Platz – Stübchen – Hossenhaus – Obenkatternberg – Untenkatternberg15-3030-6060Graf-Wilhelm-Platz – Brühl – Schule Widdert – Mühlenberg – Rüden18024060Eine Fahrt mo-fr bis Höhscheid; Werktags sind alle Fahrten auf den ganzen Tag verteiltGraf-Wilhelm-Platz – Wupperstraße – Siedlung Kannenhof3030-6060Graf-Wilhelm-Platz – Grünewald 13px – Höhscheid – Kohlsberg60unr.unr.Nur zur HVZ; unregelmäßig

NachtExpress LinieStreckeGraf-Wilhelm-Platz – Mangenberg – Stadtwerke – Industriemuseum – Merscheid – Ohligs Rathaus – Hauptbahnhof 18px 13px → Weststraße → Ohligs Markt → Schützenplatz → Hauptbahnhof 18px 13pxGraf-Wilhelm-Platz – Vogelsang – Westersburg – Wittkuller Straße – Wald Kirche – Spitzwegstraße – Hauptbahnhof 18px 13pxKrahenhöhe – Meigen – Bahnhof Mitte 13px – Graf-Wilhelm-Platz – Wasserturm – Gräfrath – Ketzberg – Abteiweg – Wuppertal-Vohwinkel Schwebebahn – Vohwinkel Bahnhof 18px 13pxHästen – Bülowplatz – Bahnhof Mitte 13px – Schule Widdert – Bahnhof Mitte P+R 13px – Graf-Wilhelm-Platz – HasselstraßeGraf-Wilhelm-Platz → Klingenhalle → Kotten → Aufderhöhe → Neu-Löhdorf → Hauptbahnhof 18px 13px bzw.

Hauptbahnhof 18px 13px → Börkhaus → Aufderhöhe → Kotten → Mangenberg → Graf-Wilhelm-PlatzGraf-Wilhelm-Platz – Wupperstraße – Siedlung Kannenhof

Taxibus LinieStreckeBurger Bahnhof – Burg Seilbahn – Stadtwald – Dorperhof – Schleife KrahenhöheStöckerberg – Stöcken – Schrodtberg – KohlfurthWald Kirche – Lilienthalstraße – Büschberg – DültgenstalHauptbahnhof 18px 13px – Weststraße – Schützenplatz – Dunkelnberg – Stadion – TeichstraßeHauptbahnhof 18px 13px – Virchowstraße – Bussche-Kessel-Weg – BuchweizenbergGräfrath – Nümmen – Gartenstraße – BechsteinstraßeGraf-Wilhelm-Platz – Stübchen – Hossenhaus – Obenkatternberg – UntenkatternbergSiedlung Kannenhof – Altenbau – Papiermühle

Haltestellen mini|Haltestelle Rennpatt

Umbenannte Haltestellen In der jüngeren Vergangenheit wurden folgende Haltestellen umbenannt: vom 29. August 2013, abgerufen am 13. Juli 2015 Alte Bezeichnung Neue Bezeichnung Linie(n) Grund der Umbenennung Brunnenstraße Cobra 681 Hinweis auf das Kulturzentrum Cobra Schlagbaum Rathausplatz 681–684, 686, 690, 692, 693, 695 Neubau des Rathauses und des davorliegenden RathausplatzesRathausplatzRathaus681–684, 686, 690, 692, 693, 695Aufgrund der Umbenennung des Rathausplatzes in Walter-Scheel-Platz wurde die Bushaltestelle erneut umbenannt Wald Mitte Wald Mitte/Stadtpark 682, 692, 693 Hinweis auf den Walder Stadtpark hinter dem alten Rathaus Augustinerstr. Spitzwegstr. und Obere Weyerstr. 682Entfall der alten Haltestelle Hindenburgplatz Walder Marktplatz 690, 692 Umbenennung des PlatzesWalder MarktplatzWalder Marktplatz/Stadion690, 692Hinweis auf die nahe liegende Jahnkampfbahn Wald (auch Walder Stadion) Ohligs Bahnhof 18px 13px Hauptbahnhof 18px 13px 681, 682, 691, 694, 782, 783, 791, 792, DL3 Umbenennung des Bahnhofes zum 10. Dezember 2006 Arbeitsamt Agentur für Arbeit 681 Umbenennung der öffentlichen Einrichtung Arbeitsamt in Arbeitsagentur Eigen Botanischer Garten 690 Hinweis auf den Botanischen GartenGrünewald Technologiezentrum 682, 699, VRS 250 Hinweis auf das Gründer- und Technologiezentrum Hauptbahnhof 18px Grünewald 13px 682 Umbenennung aufgrund des neuen Bahn Haltepunktes Grünewald und der Stilllegung des alten Hauptbahnhofes Brockenberg Höhscheid Brockenberg 682, 699 Ergänzung des Stadtteils Höhscheid Zentral Central 682, 683 Anpassung an die historische Schreibweise Eugen-Maurer-Heim Eugen-Maurer-Haus/ZDS 695 Hinweis auf die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft sowie das AltenheimLagerstraßeBahnhof Mitte P+R 13px684, 697Hinweis auf den nahe liegenden Bahnhof Solingen MitteSchule KannenhofAlexander-Coppel-Gesamtschule698 (früher, jetzt TB698)Hinweis auf den Namen der Schule

Entfallene Haltestellen