mini|224x224px Kottu Roti (கொத்து றொட்டி, tamilisch für gehacktes Roti) ist ein populäres Gericht aus der Küche Sri Lankas beziehungsweise der Tamilen.
Geschichte Das Wort „koththu“ bedeutet auf Tamilisch „hacken“ und bezieht sich auf die Zubereitungsweise, da die Zutaten üblicherweise mit speziellen Hackmessern zerkleinert werden, während sie auf einer heißen Grillplatte anbraten. Im Tamilischen und Singhalesischen wurde dies zu „Kothu“ bzw. „Kottu“ vereinfacht.
Es wird allgemein angenommen, dass es in den 1960er/1970er Jahren als Streetfood in der Ostprovinz Sri Lankas entstanden ist, als preiswerte Mahlzeit für die unteren sozioökonomischen Schichten. Das Grundroti wird aus Gothamba-Mehl hergestellt, einem Weizenmehl aus verschiedenen Getreidesorten – in Anlehnung an das Weißmehl, das auf Singhalesisch auch als Weizenroti oder Gothamba/Godamba-Roti und auf Tamilisch als „Veechu Parotta“ oder „Veechu Roti“ bekannt ist.
Zubereitung Traditionell wird Kottu aus einem Tag alten Roti (Godamba Rotis) zubereitet, die in kleine Streifen gehackt und mit verschiedenen Gewürzen (Currys), kurzgebratenem Gemüse, eventuell Ei oder Fleisch (oder auch mit Meeresfrüchten) vermischt und mit Chilischoten und Zwiebeln garniert und danach heiß serviert werden. Die alten Roti-Stücke waren Ausschussware, die die Bäcker nicht verkaufen konnten, und eine findige Unterschicht nutzte diese preiswerte Nahrungsquelle.
Literatur Jeanne Jacob/Michael Ashkenazi: The World Cookbook for Students, Greenwood 2006
Einzelnachweise
Kategorie:Speise aus Gemüse oder Teigwaren Kategorie:Kultur (Sri Lanka) Kategorie:Asiatische Küche