Die Saison 2010/11 war die 75. reguläre Saison der American Hockey League (AHL). Während der regulären Saison bestritten die 30 Teams der Liga jeweils 80 Begegnungen. Die jeweils acht besten Mannschaften der Eastern Conference und der Western Conference spielten anschließend in einer Play-off-Runde um den Calder Cup.

Teamänderungen Folgende Änderungen wurden vor Beginn der Saison vorgenommen: Die Albany River Rats aus Albany, New York wurden nach Charlotte, North Carolina, umgesiedelt und nehmen jetzt unter dem Namen Charlotte Checkers am Spielbetrieb der Eastern Conference teil. Die Lowell Devils aus Lowell, Massachusetts wurden nach Albany New York, umgesiedelt und nehmen jetzt unter dem Namen Albany Devils am Spielbetrieb der Eastern Conference teil. In Albany haben sie den Platz der Albany River Rats eingenommen. Die Edmonton Oilers reaktivierten ihr fünf Jahre lang inaktives Farmteam Edmonton Road Runners und siedelten es in Oklahoma City, Oklahoma an, wo es unter dem Namen Oklahoma City Barons am Spielbetrieb der Western Conference teilnimmt.

Außerdem wurde das Hartford Wolf Pack im Laufe der Saison (November) in Connecticut Whale umbenannt.

Reguläre Saison Abschlusstabellen Abkürzungen: GP = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen, OTL = Niederlage nach Overtime, SOL = Niederlage nach Shootout, GF = Erzielte Tore, GA = Gegentore, Pts = Punkte Erläuterungen: In Klammern befindet sich die Platzierung innerhalb der Conference; = Playoff-Qualifikation, = Division-Sieger, = Conference-Sieger

Eastern Conference Atlantic Division GP W L OTL SOL GF GA Pts Portland Pirates (2) 80 47 24 7 2 280 238 103 Manchester Monarchs (4) 80 44 26 4 6 255 209 98 Connecticut Whale (bis 27.11. als Hartford Wolf Pack) (8) 80 40 32 2 6 221 223 88 Worcester Sharks (9) 80 36 31 4 9 210 245 85 Providence Bruins (10) 80 38 36 3 3 209 252 82 Springfield Falcons (12) 80 35 40 2 3 233 253 75 Bridgeport Sound Tigers (14) 80 30 39 4 7 218 266 71

East Division GP W L OTL SOL GF GA Pts Wilkes-Barre/Scranton Penguins (1) 80 58 21 0 1 261 183 117 Hershey Bears (3) 80 46 26 3 5 255 214 100 Charlotte Checkers (5) 80 44 27 2 7 265 243 97 Norfolk Admirals (6) 80 39 26 9 6 265 230 93 Binghamton Senators (7) 80 42 30 3 5 255 221 92 Syracuse Crunch (11) 80 35 38 3 4 217 249 77 Adirondack Phantoms (13) 80 31 39 4 6 197 248 72 Albany Devils (15) 80 32 42 1 5 217 283 70

Western Conference North Division GP W L OTL SOL GF GA Pts Hamilton Bulldogs (3) 80 44 27 2 7 226 193 97 Lake Erie Monsters (4) 80 44 28 3 5 223 206 96 Manitoba Moose (5) 80 43 30 1 6 220 210 93 Abbotsford Heat (11) 80 38 32 4 6 186 212 86 Toronto Marlies (12) 80 37 32 1 10 228 219 85 Grand Rapids Griffins (14) 80 36 34 2 8 227 254 82 Rochester Americans (15) 80 31 39 5 5 218 266 72

West Division GP W L OTL SOL GF GA Pts Milwaukee Admirals (1) 80 44 22 6 8 226 194 102 Houston Aeros (2) 80 46 28 1 5 240 212 98 Peoria Rivermen (6) 80 42 30 3 5 223 218 92 Texas Stars (7) 80 41 29 4 6 213 210 92 Oklahoma City Barons (8) 80 40 29 2 9 245 234 91 Chicago Wolves (9) 80 39 30 5 6 260 262 89 San Antonio Rampage (10) 80 40 33 4 3 228 245 87 Rockford IceHogs (13) 80 38 33 4 5 216 245 85

Beste Scorer Mit 86 Punkten führte Corey Locke die Scorerliste der AHL an. Seine 65 Assists waren der Bestwert dieser Saison, während Colin McDonald als bester Torschütze mit 42 Treffern erfolgreich war. In der Plus/Minus-Wertung führte Sean Collins mit einem Wert von + 29. Die meisten Powerplay-Tore erzielte Colin McDonald, der 19 Mal in Überzahl traf. Denis Hamel war mit 266 Schüssen der Spieler, der am häufigsten aufs Tor schoss. In Unterzahl waren Dustin Jeffrey und Mike Carman mit sechs Toren am häufigsten erfolgreich. Mit 334 Strafminuten war Pierre-Luc Létourneau-Leblond in dieser Saison der böse Bube. Marc-André Gragnani war mit 48 Torvorlagen und 60 Punkten der erfolgreichste Verteidiger. Luke Adam und Rhett Rakhshani waren mit 62 Punkten die erfolgreichsten Rookies.

Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/- = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Saisonbestwert Spieler Team GP G A Pts PIM Corey Locke Binghamton Senators 69 21 65 86 42 Alexandre Giroux Oklahoma City Barons 70 32 46 78 63 Jason Krog Chicago Wolves 80 19 56 75 22 Darren Haydar Chicago Wolves 77 27 47 74 60 Nigel Dawes Chicago WolvesHamilton Bulldogs 66 41 31 72 24 Marc-Antoine Pouliot Norfolk Admirals 69 25 47 72 53 Brad Moran Oklahoma City Barons 79 20 52 72 40 Keith Aucoin Hershey Bears 53 18 54 72 49 Ben Walter Lake Erie Monsters 77 23 47 70 24 T. J. Hensick Peoria Rivermen 59 21 48 69 27

Beste Torhüter Abkürzungen: GP = Spiele; TOI = Eiszeit (in Minuten); W = Siege; L = Niederlagen; OTL = Overtime/Shootout-Niederlagen; GA = Gegentore; SO = Shutouts; Sv% = gehaltene Schüsse (in %); GAA = Gegentorschnitt; Fett: Saisonbestwert Spieler Team GP TOI W L OTL GA SO Sv% GAA Curtis Sanford Hamilton Bulldogs 40 2273 22 13 2 73 5 .930 1.93 Brad Thiessen Wilkes-Barre/Scranton Penguins 46 2567 35 8 1 83 7 .922 1.94 Mark Dekanich Milwaukee Admirals 43 2500 23 12 5 84 4 .931 2.02 Richard Bachman Texas Stars 55 3191 28 19 5 117 6 .927 2.20 Michael Leighton Adirondack Phantoms 30 1783 14 12 3 66 5 .926 2.22

Calder-Cup-Playoffs Modus Für die Play-offs qualifizieren sich jeweils die besten drei Teams jeder Division sowie zusätzlich je ein Team pro Conference. Da in jeder Conference eine Division mit sieben und eine mit acht Mannschaften existiert, wird der jeweils verbleibende Play-off-Platz an den Fünftplatzierten der Achter- oder den Viertplatzierten der Siebenergruppe, je nach Punktestand, vergeben.

In den ersten beiden Runden spielt jede Division ihren eigenen Sieger aus, ehe im Conference Halbfinale die Sieger der Conferences ausgespielt werden, die im Calder-Cup-Finale aufeinander treffen. Dabei trifft die auf der Setzliste am höchsten befindliche Mannschaft immer auf die niedrigst gesetzte. Der Teilnehmer, der entweder der viertplatzierte der East Division oder der fünftplatzierte der Atlantic Division sein wird, nimmt dabei den letzten Platz der Setzliste in der East Division ein. Alle Serien jeder Runde werden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Erreichen der nächsten Runde benötigt. Das höher gesetzte Team hat dabei die ersten beiden Spiele Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höhergesetzte Mannschaft in Spiel 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime, die im Gegensatz zur regulären Saison mit fünf Feldspielern gespielt wird. Die Drittel dauern weiterhin 20 Minuten und es wird so lange gespielt, bis ein Team das erste Tor schießt.

Playoff-Baum

Calder-Cup-Finale

Calder-Cup-Sieger Calder-Cup-SiegerBinghamton Senators Torhüter: Barry Brust, Robin Lehner

Verteidiger: André Benoit, Mark Borowiecki, Patrick Coulombe, Jared Cowen, Eric Gryba, Geoff Kinrade, Bobby Raymond, Craig Schira, Derek Smith, Brennan Turner, Patrick Wiercioch

Angreifer: Cody Bass, Bobby Butler, Erik Condra, Kaspars Daugaviņš, David Dziurzynski, Derek Grant, Colin Greening, Mike Hoffman, Ryan Keller, Corey Locke, Jim O’Brien, Ryan Potulny, David Sloane, Zack Smith, Roman Wick Cheftrainer: Kurt Kleinendorst  General Manager: Tim Murray

Beste Scorer Mit 14 Toren und 26 Punkten führte Ryan Potulny die Scorerliste der Playoffs an. André Benoit und Ryan Keller erreichten den Endrundenbestwert von 15 Torvorlagen. In der Plus/Minus-Wertung führten Andreas Engqvist und Frédéric Saint-Denis mit einem Wert von + 11. Die meisten Powerplay-Tore erzielten Bobby Butler und Nigel Dawes, die beide sechs Mal in Überzahl trafen. Mit 100 Schüssen war er Patrick O’Sullivan der Spieler, der am häufigsten auf das Tor schoss. In Unterzahl waren Justin Mercier, Ryan Russell und Kaspars Daugaviņš mit jeweils zwei Toren am häufigsten erfolgreich. Mit 42 Strafminuten war Garth Murray in dieser Endrunde der böse Bube. André Benoit war mit 18 Punkten der erfolgreichste Verteidiger.

Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/- = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Saisonbestwert Spieler Team GP G A Pts PIM Ryan Potulny Binghamton Senators 23 14 12 26 12 Ryan Keller Binghamton Senators 23 10 15 25 8 Nigel Dawes Hamilton Bulldogs 20 14 8 22 8 Kaspars Daugaviņš Binghamton Senators 23 10 10 20 8 Zack Smith Binghamton Senators 23 8 12 20 36 Aaron Palushaj Hamilton Bulldogs 19 7 12 19 14 Patrick O’Sullivan Houston Aeros 24 4 14 18 16 André Benoit Binghamton Senators 23 3 15 18 14 Bobby Butler Binghamton Senators 23 13 4 17 6 Marco Rosa Manitoba Moose 14 6 11 17 4

Beste Torhüter Abkürzungen: GP = Spiele; TOI = Eiszeit (in Minuten); W = Siege; L = Niederlagen; OTL = Overtime/Shootout-Niederlagen; GA = Gegentore; SO = Shutouts; Sv% = gehaltene Schüsse (in %); GAA = Gegentorschnitt; Fett: Saisonbestwert Spieler Team GP TOI W L OTL GA SO Sv% GAA Brad Thiessen Wilkes-Barre/Scranton Penguins 12 720 6 6 – 20 2 .940 1.67 Martin Gerber Oklahoma City Barons 6 335 2 3 – 10 1 .931 1.79 Drew MacIntyre Hamilton Bulldogs 20 1289 11 9 – 42 1 .930 1.95 Eddie Läck Manitoba Moose 12 752 6 5 – 25 2 .932 1.99 Robin Lehner Binghamton Senators 19 1112 14 4 – 39 3 .939 2.10

Vergebene Trophäen Mannschaftstrophäen Auszeichnung Team Calder CupGewinner der AHL-Playoffs Binghamton Senators Richard F. Canning TrophyGewinner des Eastern Conference-Finale Binghamton Senators Robert W. Clarke TrophyGewinner des Western Conference-Finale Houston Aeros Macgregor Kilpatrick TrophyBestes Team der regulären Saison Wilkes-Barre/Scranton Penguins Frank S. Mathers TrophyBestes Team der Eastern Conference Wilkes-Barre/Scranton Penguins Norman R. „Bud“ Poile TrophyBestes Team der Western Conference Milwaukee Admirals Emile Francis TrophyBestes Team der Atlantic Division Portland Pirates F. G. „Teddy“ Oke TrophyBestes Team der East Division Wilkes-Barre/Scranton Penguins Sam Pollock TrophyBestes Team der North Division Hamilton Bulldogs John D. Chick TrophyBestes Team der West Division Milwaukee Admirals

Individuelle Trophäen Auszeichnung Spieler Team Les Cunningham AwardMVP der regulären Saison Corey Locke Binghamton Senators John B. Sollenberger TrophyBester Scorer Corey Locke Binghamton Senators Willie Marshall AwardBester Torschütze Colin McDonald Oklahoma City Barons Dudley „Red“ Garrett Memorial AwardBester Rookie Luke Adam Portland Pirates Eddie Shore AwardBester Verteidiger Marc-André Gragnani Portland Pirates Aldege „Baz“ Bastien Memorial AwardBester Torhüter Brad Thiessen Wilkes-Barre/Scranton Penguins Harry „Hap“ Holmes Memorial AwardTorhüter mit dem geringsten Gegentorschnitt John CurryBrad Thiessen Wilkes-Barre/Scranton Penguins Louis A. R. Pieri Memorial AwardBester Trainer John Hynes Wilkes-Barre/Scranton Penguins Fred T. Hunt Memorial AwardFür den Spieler, der durch Fairness, Einsatz und Hingabe herausragt Bryan Helmer Oklahoma City Barons Yanick Dupré Memorial AwardFür den Spieler, der sich durch besonderen Einsatz in der Gesellschaft auszeichnet Cody Bass Binghamton Senators Jack A. Butterfield TrophyMVP der Calder-Cup-Playoffs Robin Lehner Binghamton Senators

All-Star-Teams First All-Star Team Angriff: 20px|Oklahoma City Barons Alexandre Giroux − Corey Locke − Mark Mancari Verteidigung: Marc-André Gragnani − Maxim Noreau Tor: Brad Thiessen

Second All-Star Team Angriff: Nigel Dawes − Keith Aucoin − Darren Haydar Verteidigung: André Benoit − Wjatscheslaw Woinow Tor: Curtis Sanford

All-Rookie Team Angriff: Luke Adam − Zac Dalpe − Rhett Rakhshani Verteidigung: Erik Gustafsson − Brendan Smith Tor: Eddie Läck

Weblinks

Offizielle Website der AHL

#2010/11 Kategorie:Eishockeysaison 2010/11