Ernst-Günther Alfred Erwin Techow (* 5. Februar 1899 in Berlin; † 16. Juni 1978 in München) war ein deutscher Filmproduktionsleiter, Drehbuchautor und Filmfirmenmanager.
Leben und Wirken Der Sohn des Berliner Magistratsrates Alfred Techow und dessen Frau Gertrud, geb. Behrens,Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin IX, Nr. 215/1899 (online bei Ancestry, kostenpflichtig). hatte eine Offiziersausbildung erhalten und 1917/18 an der Front gedient, ehe er 1923 zur Schriftstellerei wechselte. 1926 ging er zum Film und wirkte zunächst in den Presseabteilungen mehrerer Gesellschaften, zuletzt (bis zum 1. Oktober 1936) als Chef der Presseabteilung der Tobis. Anschließend wechselte Techow zur Filmproduktion, im November/Dezember 1936 sind seine ersten praktischen Beiträge (als Kurzfilmdrehbuchautor) nachweisbar. 1937 verpflichtete ihn die Terra als Dramaturg. Zu seinen wichtigsten Produktionen zählen zu Beginn der 40er Jahre der Propagandafilm Achtung! Feind hört mit!, die Sängerin-Biografie Die schwedische Nachtigall mit Ilse Werner und Joachim Gottschalk und die Maler-Huldigung Rembrandt. Später betätigte er sich auch als Schnittmeister.
Nach dem Krieg wirkte Techow als Dialogautor für deutsche Fassungen ausländischer Filme, anfänglich im Rahmen der Motion Picture Export Association (MPEA). Nach der Betriebseinstellung der MPEA (Jahresende 1949) wurde er Gründer und Inhaber der Arena Film. Im Jahre 1950 gründete er zusammen mit Josef Wolf die Synchron-Firma Ultra-Film, zu der 1953 der spätere Regisseur Alfred Vohrer stieß.
Von 1933 bis zur Scheidung 1938 war Ernst Günther Techow mit der Zeichnerin Eleanor Behm verheiratet,Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Nr. 1302/1933 (online bei Ancestry, kostenpflichtig). die als Kostümbildnerin auch beim Film tätig war. 1941 heiratete er die Schauspielerin Marianne Stanior, mit der er einen 1942 geborenen Sohn hatte. 1949 wurde auch diese Ehe geschieden.Landesarchiv Berlin, Familienbuch Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Nr. 970/1941 (vgl. Namensverzeichnis zum Familienbuch 1941–1942; PDF; 29 MB). Techow starb 1978 in seiner Wohnung in der Grünwalder Straße in München.Stadtarchiv München, Sterbebuch Standesamt München II, Nr. 2726/1978 (vgl. Namensverzeichnis zum Sterbebuch 1978; PDF; 68 MB).
Filmografie (Auswahl) 1937: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht (Kurzfilm, nur Drehbuch) 1937: Es wird nichts so heiß gegessen (Kurzfilm, nur Drehbuch) 1937: Der vertauschte Hund (Kurzfilm, nur Drehbuch) 1939: Rosemarie will nicht mehr lügen (Kurzfilm) 1939: Der anonyme Brief (Kurzfilm) 1939: Das Stilett (Kurzfilm) 1939: Der überraschende Säugling (Kurzfilm) 1939: Johannisfeuer 1939: Weißer Flieder 1940: Achtung! Feind hört mit! 1941: Die schwedische Nachtigall 1941: Der Strom 1942: Rembrandt 1942: Der ewige Klang 1943: Aufruhr der Herzen
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschaffender Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1899 Kategorie:Gestorben 1978 Kategorie:Mann