miniatur|Messe Torhaus und Messeturm am Abend miniatur|Frankfurter Messegelände – Blick von oben Die Messe Frankfurt ist einer der weltweit größten Messe-, Kongress- und Eventveranstalter mit eigenem Gelände. Neben dem Betrieb des eigenen Messegeländes und der Organisation von Messen in Frankfurt am Main ist die Unternehmensgruppe mit einem Vertriebsnetz aus 28 Tochtergesellschaften und mehr als 50 Vertriebspartnern, weltweit in 180 Ländern tätig.Tochtergesellschaften und Vertriebspartner der Messe Frankfurt Im Jahr 2024 fanden unter dem Dach der Messe Frankfurt 334 Veranstaltungen weltweit statt - 113 davon im Ausland. Daneben bietet die Messe Frankfurt Dienstleistungen von Messebau und Marketing bis hin zu Personaldienstleistungen und Gastronomie an. Als eine der ersten Messegesellschaften hat sich die Messe Frankfurt aus eigenem Antrieb dazu entschieden, das EMAS-Umweltmanagement (Eco Management und Audit Scheme) einzuführen und verpflichtet sich damit, ihre Umweltleistungen kontinuierlich zu verbessern.Nachhaltigkeit bei der Messe Frankfurt
Die heutige Messe Frankfurt GmbH wurde 1907 von der Stadt Frankfurt am Main und 16 Frankfurter Bürgern als Ausstellungs- und Festhallengesellschaft mbH gegründet. Das Kapital von drei Millionen Goldmark (entsprächen heute rund Mio. Euro) brachten Stadt und Bürger je zur Hälfte auf. Die Stadt kaufte bis 1917 vertragsgemäß die privaten Anteile an der Gesellschaft zurück und war von 1918 bis 1951 Alleingesellschafterin.Am Straßenkreuz Europas. Frankfurter Messen und Ausstellungen in Vergangenheit und Gegenwart. Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Messe- und Ausstellungs-Gesellschaft mbH, Messe- und Ausstellungsgesellschaft m.b.H. Frankfurt am Main (Hrsg.), Frankfurt am Main am 22. November 1957, Frankfurt 1957, S. 67. Von 1920 bis 1983 firmierte die Messegesellschaft unter dem Firmennamen Messe- und Ausstellungs-Gesellschaft mbH. Das Land Hessen ist seit 1951 Gesellschafter der Messe Frankfurt.Thomas Bauer: 100 Jahre unter einer Kuppel. Die Geschichte der Festhalle Frankfurt, Frankfurt am Main 2009, S. 30, 56, 62, 115 und 156.
Unternehmensgruppe Messe Frankfurt Die Muttergesellschaft der Unternehmensgruppe ist die Messe Frankfurt GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent. Die Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 2.500 Mitarbeitende. Der Messe Frankfurt GmbH gehören als 100-%-Tochtergesellschaften die Messe Frankfurt Exhibition GmbH und die Messe Frankfurt Venue GmbH.
Die Messe Frankfurt Exhibition GmbH veranstaltet mit ihren Tochtergesellschaften weltweit Messen.
Die Messe Frankfurt Venue GmbH betreibt das Messegelände Frankfurt.
Messegelände Frankfurt Frankfurt am Main ist – gemessen an der Ausstellungsfläche – nach dem National Exhibition and Convention Center (NECC) in Shanghai und nach dem Messegelände Hannover der drittgrößte Messeplatz der Welt: Auf rund 584.142 Quadratmetern Veranstaltungsfläche stehen 11 Hallen und mehr als 64.326 Quadratmeter Freifläche zur Verfügung.
Das Messegelände im Westen Frankfurts liegt in den Stadtteilen Bockenheim und Westend-Süd. Im Süden grenzt es an das Gallusviertel insbesondere an dessen Entwicklungsgebiet „Europaviertel“, und im Westen schließt die Kuhwaldsiedlung an. Es hat direkten Autobahnanschluss (Bundesautobahn 648) und Parkplätze am Rebstockgelände. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es über die U-Bahn- und Straßenbahnhaltestelle Festhalle/Messe (Linien U4, 16 und 17) sowie den S-Bahnhof Frankfurt am Main Messe (Linien S3 bis S6) zu erreichen. Der S-Bahnhof mit dem Messe Torhaus liegt fast genau in der Mitte des durch die Bahnlinie zweigeteilten Messegeländes.
Architektur Architekten wie Martin Schoenmakers, Oswald Mathias Ungers, Helmut Jahn und Nicholas Grimshaw haben mit ihren Entwürfen dem Frankfurter Messegelände ein Gesicht gegeben. Keimzelle der Messe Frankfurt, erste Messehalle und das älteste Gebäude ist die 1909 fertiggestellte Festhalle, eine freitragende Kuppelkonstruktion aus Stahl und Glas. Sie wurde nach einem Entwurf des Münchner Architekten Friedrich von Thiersch in 23 Monaten erbaut und ist heute eine moderne Multifunktionshalle.
Waren die Gebäude auf dem Frankfurter Messegelände vor und nach dem Zweiten Weltkrieg eher Zweckbauten, so begann dort mit dem Torhausbau 1984 (Torhaus) eine Phase mit architektonisch anspruchsvoll gestalteten Neubauten. Der erste Schritt zur Neugliederung des Geländes wurde 1982 mit dem Neubau der Halle 9 und der Galleria vollzogen. Ende der 80er Jahre entstanden die Halle 1 und der Eingang City. 1996 folgte das Congress Center mit dem angeschlossenen Maritim-Hotel.
Mit dem Erwerb von Teilen des einstigen Hauptgüterbahnhofs hat die Messe Frankfurt ihr innerstädtisches Gelände im Südwesten um rund 11 Hektar ausgedehnt und neu gegliedert. Es entstanden Gebäude wie die Halle 3, das Forum, die neue Dependance und das Cargo Center. Im Oktober 2007 legte die Messe Frankfurt den Grundstein für den Bau der neuen Messehalle 11 mit dem Eingangsgebäude Portalhaus. Die Bauarbeiten wurden im Juli 2009 abgeschlossen. 2014 wurde das Operation & Security Center in Betrieb genommen sowie im benachbarten Europaviertel mit Kap Europa ein zweites Kongresshaus. Im Herbst 2018 wurde auf dem Westgelände die Halle 12 sowie die damit verbundene Erweiterung der Via Mobile West fertiggestellt. Die Halle ist mit der Automechanika Mitte September in Betrieb genommen worden und bietet auf zwei Hallenebenen 33.600 Quadratmeter hochmoderne und multifunktionale Veranstaltungsfläche. Die Halle bildet den Schlussstein in der Bebauung des Westgeländes der Messe Frankfurt.Weitere Informationen zur Halle 12
Eigenveranstaltungen Zahlreiche Kongresse, Tagungen, Sonderveranstaltungen, Konzerte, Events sowie Messen und Ausstellungen finden regelmäßig in Frankfurt statt. Ein Großteil der Veranstaltungen werden von der Messe Frankfurt selbst veranstaltet, und mehr als die Hälfte ihrer Messen veranstaltet die Messe Frankfurt im Ausland. Die Messe Frankfurt unterteilt hierbei die einzelnen Messemarken in thematisch abgegrenzte Industry Sectors:
Building Technologies umfasst die Marken FESI, ISH, LED Expo, Light, Light+Building, Light + Intelligent Building, LightFair, PARKEN und Smart Home Expo.Geschäftsbereich Building Technologies
Der Geschäftsbereich Consumer Goods beinhaltet die Marken Ambiente, Baby & Stroller China, Beauty Expo, Beautyworld, Child Edu & Care, Christmasworld, Corporate Gifts Show, Creativeworld, Gifts & Lifestyle Middle East, Hobby X, Hong Kong International Stationery & School Supplies Fair, Interior Lifestyle, Interpets, Nordstil, Paperworld und Toy & Hobby.Geschäftsbereich Consumer Goods
Dem Geschäftsbereich Electronics & Automation Technologies werden die EMV Seminare, die PCIM und SPS zugeordnet.Geschäftsbereich Electronics & Automation Technologies
Environmental Technologies schließt die Eco Expo Asia, Solar Power Africa und die Waste & Recycling Expo ein.Geschäftsbereich Environmental Technologies
Im Geschäftsbereich Event & Entertainment Technologies befinden sich die Media Expo und Prolight + Sound.Geschäftsbereich Event & Entertainment Technologies
Food Technologies umfasst eats, die IFFA und Meat Pro.Geschäftsbereich Food Technologies
Unter Manufacturing Technologies & Components fallen die ExpoFerretera und Formnext.Geschäftsbereich Manufacturing Technologies & Components
Zu Mobility & Logistics zählt die Messemarke Automechanika mit weltweit vierzehn VeranstaltungenWebsite der Automechanika sowie die Veranstaltungen AAG - Auto Aftermarket Guangzhou, AERO Friedrichshafen, AMR - Auto Maintenance & Repair Expo, Arminera, Asiabike Jakarta, Boatica Cape Town, CAPAS, Eurobike, Festival of Motoring Johannesburg, futuroad expo, Logimotion, Motobike Istanbul, RailLog Korea, Salon Moto, Scalex, The UK Garage & Bodyshop Event, Traffic Infra Tech Expo und die VELOBerlin.Geschäftsbereich Mobility & Logistics
Safety, Security & Fire beinhaltet die Intersec und Secutech.Geschäftsbereich Safety, Security & Fire
Zu Textile Care, Cleaning & Cleanroom Technologies gehören die Clean India Show, Texcare und The Clean Show.Geschäftsbereich Textile Care, Cleaning & Cleanroom Technologies
Der Branche Textiles & Textile Technologies werden die Marken Apparel Sourcing, DS Printech, Emitex, Heimtextil, Home Textiles Sourcing, Intertextile, Japan International Apparel & Non-Apparel Manufacturing Technology Trade Show, Neonyt, Techtextil, Texprocess, Texworld, Vietnam International Trade Fair for Apparel, Textiles & Textile Technologies und die Yarn Expo zugeordnet.Geschäftsbereich Textiles & Textile Technologies
Gastveranstaltungen Weltweit renommierte Gastmessen wie die Frankfurter Buchmesse, die IMEX und die ACHEMA haben in Frankfurt seit Jahrzehnten ihre Heimat. Zum Portfolio gehören zudem internationale Veranstaltungen wie beispielsweise die CPhI Worldwide, die Health & Food Ingredients Europe und die Optatec.Vielfalt der Gastveranstaltungen
Ehemalige Veranstaltungen Die Internationale Automobil-Ausstellung – IAA – war bis zum Jahr 2019 in Frankfurt am Main. Nach fast 70 Jahren zog sie nach München um.tag24 online abgerufen am 30. Jan. 2020
Die Musikmesse Frankfurt (ehemals gleichzeitig mit der Prolight + Sound) als größte Fachmesse der Musikinstrumenten-Industrie der Welt außerhalb Amerikas fand von 1980 bis 2019 in Frankfurt statt, die Musikmesse wurde 2020 im Zuge der Covid-Pandemie abgesagt und seitdem eingestellt, während die Prolight + Sound seit 2022 wieder erfolgreich stattfindet.
Die internationale Konsumgütermesse Tendence fand zuletzt 2019 in Frankfurt statt. Im Jahr 2020 fiel sie ebenfalls pandemiebedingt aus und wurde daraufhin vollständig eingestellt.
Geschichte Geschichte im Mittelalter und in der Renaissance Frankfurt am Main wurde insbesondere wegen der günstigen geographischen Lage zum Messestandort. Der Main besaß seit dem Mittelalter hohe Bedeutung für den Güterverkehr. Durch seinen Übergang in den Rhein verband er in nicht allzu großer Entfernung die großen Wirtschaftsräume Oberdeutschlands und der norddeutschen Hanse miteinander. Auf dem Landweg kreuzten sich dort wichtige Fernstraßen, die die Stadt u. a. mit dem südlichen Niedersachsen, Thüringen, dem deutschen Südosten und somit auch Oberitalien und dem Balkanraum verbanden.
Bereits die Karolinger hatten diese strategische Position mit der hier von Ludwig dem Frommen errichteten Kaiserpfalz politisch genutzt. Nach einem Niedergang in der Zeit der sächsischen und salischen Herrscher errichteten die Staufer unter Konrad III. Mitte des 12. Jahrhunderts eine Königsburg am Main. Binnen kurzer Zeit wuchs die bis dato wohl nur dorfähnlich um die verfallenen Pfalzgebäude auf dem Domhügel und die Salvatorkirche gruppierte Siedlung zu einer mittelalterlichen Stadt heran.
Urkunden deuten darauf hin, dass die Stadt bereits im 11. Jahrhundert zumindest als wichtiger Handelsplatz fungierte. Im Jahr 1034 wurde dem St.-Ferrutius-Kloster zu Bleidenstadt und im Jahr 1074 den Einwohnern von Worms in Frankfurt Freiheit von Durchgangszöllen gewährt, wobei der Name Frankfurt nur in der zweitgenannten Urkunde fällt. Dies ist nur ein Beweis dafür, dass Frankfurt als Ort eines Mainzolls für den königlichen Fiskus diente. Jedoch verrät die Wormser Urkunde sowie eine kaiserliche Verfügung vom 6. April 1157 auch, dass die Frankfurter Zollstätte über längere Zeiträume die einzige ihrer Art am Main war.