Die Gaberkirche bei Luden in Niederösterreich ist der am besten erhaltene Überrest der verfallenen Burg Gaber. Die Ruine steht unter Denkmalschutz ().
Geschichte und Beschreibung Die um 1300 errichtete Burg Gaber wird bereits im 15. Jahrhundert als verödet gemeldet. Da die am besten erhaltenen Mauern von der ehemaligen Burgkapelle stammen, hat sich allgemein die Bezeichnung Gaberkirche eingebürgert, die auch auf Landkarten Verwendung findet.
In der 1911 erschienenen Österreichischen Kunsttopographie werden die Überreste des Langhauses der Burgkapelle als teilweise erhaltene Westwand, vollständig erhaltene Südwand und nur noch aus der Grundmauer der Nordwand bestehend beschrieben.
Die Westwand verfügte über eine segmentbogenförmige Türöffnung. In der südseitigen Mauer wurden ein steingefasstes quadratisches und ein schmales spitzbogiges Fenster eingebaut. Der einspringende Chor verfügte ebenfalls über spitzbogige Fenster. An der Innenseite der Gaberkirche blieben die Ansätze von drei zusammengefassten Rippen ebenso die Reste des Triumphbogenansatzes erhalten.
Die seltener auch als Gaberwaldkirche bezeichnete Ruine soll auch ein nur regional bekannter Wallfahrtsort gewesen sein.Gugitz: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch.
Literatur
Jiří Kacetl, Petr Lazárek, David Molík: Hrady a zámky moravsko-rakouského Podyjí slovem / Burgen und Schlösser des österreichisch-mährischen Thayatals in Wort. Südmährisches Museum in Znaim in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Retz, Znaim 2013, ISBN 978-80-86974-12-5 (PDF auf znojmuz.cz; deutsch und tschechisch).
Weblinks
Ruine Gaber auf altemauern.info
Fußnoten
Kategorie:Burgruine in Niederösterreich Kategorie:Bauwerk in Raabs an der Thaya Kategorie:Kirchenruine in Niederösterreich Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Burg in Europa Kategorie:Baudenkmal (Niederösterreich)