Fritz Kudnig (* 17. Juni 1888 in Königsberg; † 6. Februar 1979Helmut Damerau: Deutsches Soldatenjahrbuch. Band 28, Schild Verlag, 1980, S. 443.) war ein ostpreußischer Schriftsteller, der als Heimatdichter zahlreiche zeitkritische Gedichte verfasste und bei seinen Landsleuten große Anerkennung genoss.Fritz Kudnig - Leben und Werk bei ostpreussen.de, abgerufen am 21. November 2015.
Leben Fritz Kudnig wurde in Königsberg, dem heutigen Kaliningrad geboren. Sein Vater war der Wachtmeister Friedrich Wilhelm Kudnig, der in Königsberg bei den Wrangel-Kürassieren als Chargierter im Dienst war und anschließend in Braunsberg einen zivilen Beruf ausübte. Seine Mutter Marie, geb. Heinrich, stammte aus Deutschendorf bei Mühlhausen, Landkreis Preußisch Holland. Bei den Großeltern in Deutschendorf verlebte Fritz Kudnig seine Sommerferien.Das Ostpreußenblatt vom 4. Februar 1984. Entsprechend war seine Erziehung geprägt von christlichen Werten und der Ehrfurcht vor der Natur. Die Schulzeit verlebte der junge Kudnik in Braunsberg und durfte dort aufgrund seiner Begabung das Gymnasium besuchen. 1910 legte er sein Examen als königlich-preußischer Gerichtsaktuarius ab, wurde zum Königsberger Oberlandesgericht gerufen und auf seinen eigenen Wunsch hin nach Memel versetzt, wo er zum Justizanwärter ausgebildet wurde.
1922 veröffentlichte Kudnig seinen ersten Gedichtband Durch Leid und Licht. Großen Erfolg hatte er mit seinem Buch über die Nehrung, bei dem seine große Liebe zu der Landschaft und den Menschen zum Ausdruck kommt. Mit der Vertreibung und Flucht im Zweiten Weltkrieg wandelt sich seine schwärmende Art zu schreiben in einen Kampf gegen die Unzulänglichkeiten des Lebens, wie sie in Flucht und Einkehr zum Ausdruck kommt.
Fritz Kudnig heiratete 1920 die Bauerntochter Margarete HuesmannKudnig, Margarete, in: Gudrun Wedel: Autobiographien von Frauen. Ein Lexikon. Köln : Böhlau, 2010, S. 453 und hatte mit ihr drei Kinder.
Werke 1922: Durch Leid und Licht 1925: Das Lied der Kurischen Nehrung 1935: Land der tausend Seen 1938: Das Wunder am Meer 1952: Gottes Lautenspiel 1956: Der Kampf um Meister Eckehart 1956: Herz in der Heimat 1958: Flucht und Einkehr 1959: Heitere Stremel von Weichsel und Memel 1963: Wenn die Heide blüht 1963: Land meiner Liebe 1966: Fahrt in die Sonne 1976: Mensch zwischen Himmel und Erde
Neuauflagen Das Wunder am Meer Das Lied einer Landschaft München. Gräfe und Unzer, München 1954. Land der tausend Seen. Die Seele einer Landschaft. Gräfe und Unzer, München 1956.
Preise Agnes-Miegel-Plakette (1959) Kulturpreis der Landsmannschaft Ostpreußen (1964) Friedrich-Hebbel-Preis (1975) Königsberger Bürgermedaille
Literatur
Geerd Spanjer: Fritz Kudnig, ein ostpreußischer Dichter in unserer Heimat. In: Schleswig-Holsteinischer Heimatkalender. Bd. 37 (1975), S. 60–62.
Weblinks
Fritz Kudnig - Leben und Werk PDF-Datei
Einzelnachweise
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