mini|Zunfthaus zur Rebleuten am Pfisterplatz mini|links|Informationstafel der Stadt Chur am Pfisterplatz Der Pfisterplatz in der Bündner Kantonshauptstadt Chur, der ältesten Stadt in der Schweiz, liegt im westlichen Zentrum der Altstadt am Ende der Kupfergasse. Ursprünglich war er der zentrale Platz ab dem Mittelalter, auf dem die Pfister (= alter Name für Bäcker) ihr Brot verkauften.
Dominierendes Gebäude am Pfisterplatz ist das fünfstöckige Zunfthaus zur Rebleuten (im churerdeutschen Dialekt Zunfthuus Räblüta), das den Winzern gehörte, welche es von 1483 bis zur Auflösung der städtischen Zünfte 1839 betrieben. 1915 wurde über dem Portal ein historisierendes Bild angefertigt, das zwei Winzer bei der Heimkehr von der Ernte zeigt. Heute ist im Gebäude ein Hotel mit Gastronomiebetrieb untergebracht.
In direkter Nähe befindet sich der Pfisterbrunnen, der nahe des Zunfthauses der Pfister stand, das 1674 abbrannte und an diesem Ort nicht wieder aufgebaut wurde. Ursprünglich aus Holz wurde der Brunnen 1681 durch einen Steinbrunnen ersetzt, 1955 aus Bergeller Gneis erneuert, da er undicht war. Zu sehen gibt am Brunnen zwei lachende und zwei weinende Gesichter.
Ein weiteres Wahrzeichen ist das Obertor von 1250 als eines der damaligen 4 Stadttore während der Zeit der Stadtmauer um Chur herum.
Die Gebäude des Platzes zeigen verschiedene Baustile, von Holzbauten aus dem Mittelalter bis hin zu Steinbauten aus dem vergangenen Jahrhundert. Haus Nr. 19 aus dem Jahr 1481 zeigt Fresken nach biblischen Motiven.
Neben Restaurants und Cafés mit regionaler bis internationaler Küche finden sich Boutiquen und Antiquitätenläden.
Der Pfisterplatz ist nur für den Langsamverkehr erschlossen und in die Stadtführungen integriert.
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