Bei den V. Olympischen Winterspielen 1948 in St. Moritz fand ein Wettbewerb im Skeleton statt. Austragungsort war die Naturbahn Cresta Run.

Medaillenspiegel Platz Land 20px|Gold 20px|Silber 20px|Bronze Gesamt 1 1 – – 1 2 – 1 – 1 3 – – 1 1

Ergebnis

15 Sportler waren am Start, nur 9 absolvierten alle sechs Läufe. Milo Bigler, Dialma Balsegia, Christian Fischbacher (alle Schweiz), William Gayraud-Hirigoyen (Frankreich), William Johnson (USA) und Hugo Kuranda (Österreich) schieden vorzeitig aus. Wie schon 20 Jahre zuvor gewann Jack Heaton die Silbermedaille und blieb bis 2006 (Gregor Stähli) der einzige Skeletonpilot, der mehr als einmal eine olympische Medaille in dieser Sportart gewinnen konnte.

Schon im ersten der drei Läufe am Dienstagmorgen (verkürzter Start bei Junction) fiel mit der Aufgabe des Schweizers Christian Fischbacher eine wichtige Vorentscheidung. John Crammond fuhr Bestzeit und distanzierte Heaton und Bibbia deutlich. Das Bild änderte sich im zweiten Lauf, denn Heaton und Bibbia unterboten Crammond, im dritten Lauf rückten sie noch näher heran; sie lagen ex aequo auf Rang 2 und nur 0,2 s hinter dem Briten. Die beiden auf den weiteren Plätzen klassierten US-Starter Johnson und Martin waren schon deutlich distanziert, auf den Rängen 6 und 7 lagen die beiden Schweizer Bigler und Kägi (dieser ex aequo mit Bott). MacCarthy und Coats belegten ex aequo Rang 9, gefolgt vom vierten Schweizer Starter Balsegia auf Rang 11.«Crammond führt im Skeleton nach drei Läufen». In: Sport Zürich, 4. Februar 1948, S. 5.

Das Resultat des zweiten Wettkampftags (Start auf voller Länge, daher deutlich längere Laufzeiten) war von der Reihung her identisch mit jenem der Endreihung. Bigler war hier noch dabei, doch er wurde bereits im vierten Lauf aus der Bahn getragen und im sechsten Lauf musste er die Fahrt am gefährlichen Shuttlecoach Corner einstellen. Baseglia hatte wegen eines Rippenbruchs nicht mehr mitmachen können, Kägi verbesserte sich noch von Rang 7 auf Rang 5. Mit der Goldmedaille von Nino Bibbia holte Italien die erste Medaille überhaupt bei Olympischen Winterspielen. Die Siegerehrung fand es in der ersten Drittelpause des Eishockeyspiels Schweiz gegen die ČSR statt.«Entscheidung auch im Skeleton gefallen». In: Sport Zürich, 6. Februar 1948, S. 7.«Wohin wanderten die Olympiamedaillen 1948?» In: Sport Zürich, 7. Februar 1948, S. 1.

RangAthletNationLaufGesamt 1 2 3 4 5 61Nino Bibbia 48,0 s 47,6 s 47,6 s 59,5 s 60,2 s 60,3 s 5:23,2 min2Jack Heaton 48,1 s 47,4 s 47,7 s 60,0 s 60,2 s 61,2 s 5:24,6 min3John Crammond 47,4 s 47,7 s 47,9 s 60,9 s 60,9 s 60,3 s 5:25,1 min4William Martin 47,8 s 49,2 s 48,2 s 60,7 s 61,6 s 60,5 s 5:28,0 min5Gottfried Kägi 48,9 s 48,8 s 48,7 s 60,8 s 61,6 s 61,1 s 5:29,9 min6Richard Bott 48,3 s 48,9 s 49,2 s 61,5 s 61,4 s 61,4 s 5:30,7 min7James Coats 48,8 s 48,7 s 49,0 s 62,3 s 61,7 s 61,4 s 5:31,9 min8Fairchilds MacCarthy 48,8 s 48,3 s 49,4 s 63,6 s 62,7 s 62,7 s 5:35,5 min9Thomas Clarke 49,7 s 49,9 s 49,3 s 63,5 s 63,8 s 62,8 s 5:39,0 min10Charles Johnson47,7 s48,4 s48,011Milo Bigler48,4 s48,4 s48,7 s12Dialma Balsegia49,2 s49,0 s48,6 s13William Gayraud-Hirigoyen52,7 s49,9 s51,0 s14Christian Fischbacherunbekannt15Hugo Kurandaunbekannt

Weblinks

Offizieller Bericht der Olympischen Winterspiele 1948 (PDF; 3,7 MB)

Einzelnachweise

Skeleton #1948