mini|Natalia Ushakova 2020 Natalia Ushakova (, * 9. Februar 1969 in Taschkent,Who’s Who in Classical Music 2006. Routledge, London 2006, ISBN 1-85743-368-8, S. 812. Usbekische SSR) ist eine russisch-österreichischeTeresa Schaur-Wünsch: Opernstar: Die Welt der Natalia Ushakova. In: DiePresse.com. 13. November 2011, abgerufen am 3. Februar 2026. Opernsängerin (Sopran).
Leben Natalia Ushakova absolvierte nach einer Ausbildung zum Ingenieur für Radioelektronik ihr Gesangsstudium ab 1991 am Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt Petersburg, gemeinsam mit ihrer Freundin Anna Netrebko, mit der sie auch zusammen wohnte.Margret Hausegger, Monika Wogrolly: Natalia Ushakova: Stimme voller Luxus und Hingabe. (PDF) In: living-culture.at. Abgerufen am 19. Dezember 2014. In: der-neue-merker.eu. 2009, abgerufen am 19. Dezember 2014.
1996 erhielt sie ein Stipendium für das Grazer Opernstudio. Im Jahr 1997 heiratete sie den österreichischen Tenor Reiner Schendl, der inzwischen nicht mehr als Sänger arbeitet. 1998 setzte sie ihr Gesangsstudium mit der Meisterklasse bei Josef Loibl an der Hochschule für Musik und Theater München fort. Ab 1999 besuchte sie die Accademia di perfezionamento des Teatro alla Scala in Mailand. Noch im selben Jahr debütierte sie an der Scala als Maria in Mazeppa von Pjotr Iljitsch Tschaikowski unter der Leitung von Mstislav Rostropovich.
Nachdem sie im Jahr 2000 zwei der bedeutendsten italienischen Gesangswettbewerbe, den Concorso Internazionale Riccardo Zandonai in Rovereto und den Concorso delle voci verdiane in Busseto, der Geburtsstadt Verdis, gewonnen hatte, debütierte sie im selben Jahr als Violetta Valéry in Verdis La traviata am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg. Im selben Jahr wirkte sie beim BBC-Fernsehfilm The private life of Giuseppe Verdi mit, in dem sie Giuseppina Strepponi (Verdis zweite Frau) und Violetta Valéry verkörperte. In dieser Zeit wirkte sie auch an Tourneen des Mariinsky-Theaters von Sankt Petersburg mit, die sie an die Metropolitan Opera in New York, das Teatro Colón in Buenos Aires, das Bolschoi-Theater in Moskau und das Festspielhaus Baden-Baden führten.
Im Jahr 2001 erhielt sie die österreichische Staatsbürgerschaft. Ihr USA-Debüt gab sie 2001 als Liu in Giacomo Puccinis Turandot an der Washington National Opera, wo sie 2002 wiederum die Lisa in Pique Dame neben Plácido Domingo als Hermann spielte. Ihr Debüt an der Staatsoper Hamburg gab sie 2003 in der Rolle der Lisa in Pique Dame von Tschaikowski. Großen Erfolg bei Presse und Publikum hatte ihr Debüt im Juni 2004 im Teatro Real in Madrid mit Placido Domingo. 2005 folgte die Rolle der Tatiana in einer Neuinszenierung von Eugen Onegin. Im April 2006 gab Natalia Ushakova die Donna Anna in Daniele Abbados Neueinstudierung des Don Giovanni in Verona. In diesem Jahr debütierte sie auch mit großem Erfolg in der Carnegie Hall in New York.
2007 debütierte sie als Violetta (in La Traviata) an der Wiener Staatsoper und als Desdemona in Otello an der Staatsoper Stuttgart. 2008 folgten Debüts in Japan, am Royal Opera House Covent Garden und Gala-Konzerte zusammen mit José Carreras und weiteren Künstlern. 2011 gab sie Verdis Violetta in der Neuproduktion unter der Regie von Renato Zanella im historischen Opernhaus von Syros in Griechenland, die in der Folge zur besten Produktion des Jahres 2011 gekürt wurde. Im Anschluss daran sang sie die Tosca unter der Leitung von Plácido Domingo in Washington, D.C. und erhielt großen Beifall von Publikum und Presse bei der Uraufführung von Lera Auerbachs Oper Gogol im Theater an der Wien. Das Jahr 2012 begann mit einer Facherweiterung unter der Führung von Kammersängerin Prof. Hilde Zadek. In der Folge nahm Natalia Ushakova ihre erste Belcanto-CD mit der paneuropäischen Philharmonie unter der Leitung von Guido Mancusi in Warschau auf und debütierte als Celeste in Nick Prokops Mono-Oper Zeitperlen, begleitet von den Wiener Philharmonikern. 2013 debütierte Natalia Ushakova als Königin der Nacht an der Staatsoper Prag und der Volksoper Wien sowie als Francesca da Rimini in Lyon (Frankreich) unter dem Dirigat von Wladimir Fedosejew. Im März dieses Jahres präsentierte sie auch ihr zweites Solo-Album bei Universal Music Austria.
Sie lebt in Wien, die Stadt ist auch seit Anfang 2000 Zentrum ihres beruflichen Lebens.
Sonstiges Am 21. Februar 2011 nahm sie mit Rudolf Roubinek, Dirk Stermann und Mirjam Weichselbraun an der Promi-Millionenshow teil, wo 105.000 Euro als Spende für Licht ins Dunkel gewonnen wurden.
2020 nahm sie als erste Opernsängerin an der 13. Staffel der ORF-Sendung Dancing Stars als Tänzerin teil, zunächst mit dem Profitänzer Stefan Herzog und später, nach einer Verletzung von Herzog, mit Dimitar Stefanin. Sie erreichten den vierten Platz.
Engagements 1998: Lisa in einer Neuproduktion von P. I. Tschaikowskis Oper Pique Dame an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam unter der Regie von Lev Dodin und der musikalischen Leitung von Semjon Bytschkow 1999: Maria in Mazeppa von Tschaikowski an der Mailänder Scala 1999: Mimi in Franco Zeffirellis Inszenierung von La Bohème an der Mailänder Scala 2000: Violetta in Verdis La traviata an der Mailänder Scala 2000: BBC-Fernsehfilm The private life of Giuseppe Verdi als Giuseppina Strepponi und Violetta Valéry 2000: Tourneen des Mariinski-Theaters von Sankt Petersburg mit Auftritten an der Metropolitan Opera New York, dem Teatro Colón Buenos Aires, dem Bolschoi-Theater Moskau und dem Festspielhaus Baden-Baden 2001: Marie in Die verkaufte Braut an der Staatsoper Hannover 2001: Mimi in La Bohème an der Scala und Cio Cio San in Madama Butterfly 2001: Liu in Puccinis Turandot an der Washington Opera 2002: Lisa in Pique Dame an der Washington Opera 2003: Donna Anna in einer Neuproduktion von Don Giovanni an der Washington Opera 2003: Violetta Valery in einer Neuinszenierung der La Traviata an der Staatsoper Hannover 2003: Lisa in P. I. Tschaikowskis Oper Pique Dame an der Staatsoper Hamburg 2003: Titelrolle in der Operette Giuditta von Franz Lehár bei den Seefestspielen Mörbisch in Österreich unter der Intendanz von Harald Serafin 2004: Lisa in einer Neuproduktion von P. I. Tschaikowskis Oper Pique Dame mit Placido Domingo als Herman am Teatro Real in Madrid 2005. Tatiana in einer Neuinszenierung von Eugen Onegin unter der Regie von Peter Konwitschny 2005: Jenůfa in der Oper Jenůfa von Leoš Janáček an der Janáček-Oper in Brünn 2006: Donna Anna in Abbados Neueinstudierung des Don Giovanni in Verona 2006: Konzert in der Carnegie Hall in New York 2007: Violetta in La Traviata an der Wiener Staatsoper 2007: Desdemona in Otello von Verdi in der Staatsoper Stuttgart 2007: Minnie in La fanciulla del West an der Staatsoper StuttgartLa Fanciulla del West an der Stuttgarter Staatsoper auf klassikinfo.de, 25. Juni 2007, abgerufen am 18. November 2018. 2008: Salome, Japan-Debüt am New National Theater Tokyo 2008: Amelia in Simone Boccanegra, Debüt am Royal Opera House in Covent Garden, London 2008: Gala-Konzert mit José Carreras in Belgrad 2008: Gala-Konzert an der Albertina Wien 2008: Hanna Glawari in der Lustigen Witwe an der Wiener Volksoper 2008: Hanna Glawari in der Lustigen Witwe, Gala anlässlich der Fußball-Europameisterschaft im Stadion Hohe Warte, Wien 2009: Tosca beim Festival in der New Opera of Peking 2009: Lisa in Pique Dame an der Wiener Staatsoper 2009: Tatjana in Eugen Onegin, Neuproduktion an der Staatsoper Stuttgart 2009: Salome in Budapest 2009: Gala-Konzerte in Japan 2009: Rusalka, Neuproduktion in Athen 2010: Die lustige Witwe an der Volksoper Wien 2010: Norma an der National Opera Zagreb 2010: Rusalka, Neuproduktion in Nizza 2010: Salome, New Opera of Peking 2011: Violetta Valery in der Neuproduktion von La traviata im historischen Theater von Syros in Griechenland 2011: Tosca in Puccinis Tosca an der Washington Opera unter der Leitung von Plácido Domingo 2011: Weltpremiere von Lera Auerbachs Gogol im Theater an der Wien in Österreich 2012: Facherweiterung unter der Führung von Kammerschauspielerin Prof. Hilde Zadek 2012: Celeste in Nick Prokops Mono-Oper Zeitperlen 2013: Debüt als Königin der Nacht in der Staatsoper Prag 2013: Königin der Nacht an der Volksoper Wien 2013: Francesca da Rimini in Lyon (Frankreich) 2013: Neues Belcanto-und-Romantik-Album von Universal Music 2014: Amelia in einer Neuproduktion von G. Verdis Oper „Un ballo in Maschera“ (Ein Maskenball) am slowenischen Nationaltheater Oper und Ballett in Ljubljana 2015 Salome in einer Neuproduktion von R. Strauss’ Oper Salome am slowenischen Nationaltheater Oper und Ballett in Ljubljana 2015: Maliella in einer Neuproduktion von Wolf-Ferraris Oper „I gioelli della Madonna“ (Der Schmuck der Madonna) am slowakischen Nationaltheater in Bratislava 2016: Ermanno Wolf-Ferraris I gioielli della Madonna, Weltersteinspielung unter der Leitung von Friedrich Haider. 2023: Rollendebüt als Carmen in der gleichnamigen Oper an der Bühne Baden in Baden bei Wien 2023: Rollendebüt als Rosalinde in einer Neuproduktion von Die Fledermaus des Europaballetts im Kulturhaus Wagram in St. Pölten 2025: Tosca in einer Neuproduktion von G. Puccinis Oper Tosca an der Bühne Baden in Baden bei Wien
Diskografie CD-Veröffentlichungen 2016: Ermanno Wolf-Ferrari: I gioielli della Madonna. Label: Naxos https://www.naxos.com/catalogue/item.asp?item_code=8.660386-87 2013: Album/Doppel-CD Natalia Ushakova. Label: Universal Music Austria. 2010: Opera Arias. Label: Amadeo (Universal). 2006: Franz Lehár: Giuditta. Seefestspiele Mörbisch. Label: Oehmsclass (CODAEX). 2005: Johann Strauss: Der Zigeunerbaron. Doppel-CD. Label: Valois.
DVD-Veröffentlichungen 2006: Als Giuditta in Giuditta von Franz Lehár. Seefestspiele Mörbisch. Label: ORF/AMG. DVD & Blu-ray.
Auszeichnungen 2000: Siegerin des „Concorso Internazionale Riccardo Zandonai“ in Rovereto, Italien 2000: Siegerin des „Concorso delle voci verdiane“ in Busseto, Italien 2009: Kulturpreis 2009 von „Leading Ladies Awards“, Österreich 2011: Ladypower Award 2011 von „Living Culture“ Austria
Weblinks
ushakova.com. Offizielle Website
Einzelnachweise
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