Robin Hoffmann (* 18. Februar 1984 in Großenhain) ist ein deutscher Komponist, Orchestrator und Arrangeur.

Kindheit und Jugend Hoffmann begann im Alter von sieben Jahren das Klavierspielen und schrieb als Elfjähriger erste Kompositionen. Als Teil seines Abiturs schrieb er eine Komposition für sinfonisches Orchester, die 2001 von der Neuen Elbland Philharmonie unter Peter Fanger uraufgeführt wurde.

Nach seiner Schulausbildung widmete er sich dem Komponieren von Musik für Amateurfilme, Projekte von Filmstudenten und Computerspielen.

Von 2004 bis 2008 studierte er Komposition, Arrangement und Klavier unter Rainer Lischka, Marko Lackner, Lars Juling, Clemens Kühn und Jochen Aldinger an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.

Berufliche Karriere Noch während des Studiums wurde er beauftragt, die Filmmusik für die schweizerisch-britische Filmproduktion Save Angel Hope zu schreiben. Ein Jahr später gründete er mit dem Schweizer Komponisten Moritz Schneider die Firma „Nachos and Cheese“, mit Spezialisierung auf die Komposition und Produktion von Musik für Medien. Zusammen mit Schneider arbeitete er seitdem an diversen mitteleuropäischen Filmproduktionen. 2009 erhielten sie den Auftrag, die Musik für Dällebach Kari – das Musical zu schreiben, das zu den Thunerseespielen am 14. Juli 2010 im schweizerischen Thun uraufgeführt wurde.Musicalzentrale

Seit 2015 arbeitet Hoffmann eigenständig als Komponist, Arrangeur und Orchestrator. Neben der Arbeit an Film- und Spielemusiken schrieb er orchestrale Arrangements für Anastacia, Gary Barlow, Ronan Keating, Sophie Ellis-Bextor, Bonnie Tyler, Matthias Schweighöfer und andere internationale Künstler. Er arbeitete an Musiken für Werbekampagnen u. a. für Australian Open, Steggles, Salvation Army, Air New Zealand, Mobiliar und John West.

Neben seiner Arbeit für Filme, Musicals und Medien schreibt er Konzertmusiken für verschiedenste Ensembles und Künstler. Er arbeitete zusammen mit dem London Symphony Orchestra, das 2010 unter der Leitung von Benjamin Wallfisch sein Violinkonzert für Anna Karkowska in den Londoner Abbey Road Studios aufnahm. Weiterhin arbeitete er unter anderem mit dem WDR Funkhausorchester, der Staatskapelle Weimar, dem Bratislava Symphony Orchestra, dem City of Prague Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Studio Symphony Orchestra, dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (Oder) und anderen renommierten Klangkörpern.

Kompositionen Filmmusiken (Auswahl) 2006: Save Angel Hope 2007: Tell 2008: Morgen, ihr Luschen! Der Ausbilder-Schmidt-Film 2008: Eine Bärenstarke Liebe 2009: Hundeleben 2009: Halo Legends (Orchestrierung) 2010: Liebling, lass uns scheiden 2013: Recycling Lily 2017: Hero 2018: Von Liebe und Krieg 2021: A Father’s Job (Kurzfilm) 2021: Star Wars: Visionen (Star Wars: Visions, Orchestrierung) 2022: Suzume no Tojimari (Orchestrierung) 2022: The Magic Flute – Das Vermächtnis der Zauberflöte (Orchestrierung) 2024: Treasure Trackers

Musicals/Theater 2009/2010: Dällebach Kari – das MusicalThunerseespiele 2016: The One Grand Show – Friedrichstadt-Palast Berlin (Arrangements) 2018: VIVID Grand Show – Friedrichstadt-Palast Berlin (Arrangements)

Musiken für Computerspiele 2007: Black Prophecy (Orchestrierung) 2008: Anno 1404 (Orchestrierung) 2012: Kinect Rush (Orchestrierung) 2015: Pastry Party 2015: Anno 2205 (Orchestrierung) 2017: BlockStarParty 2022: Lineage W 2024: Batman: Arkham Shadow (Orchestrierung)

Konzertwerke 2007: August der Starke, anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der Stadt Dresden 2007: Die Schöne Helena, Arrangements der Operette von Jacques Offenbach 2008: Spheric Motion, für Big Band 2008: Orchestrale Groove-Sektion, für Orchester 2008: Valse misterieuse, für Orchester 2010: Violin Concerto, aufgenommen von Anna Karkowska und dem London Symphony Orchestra 2022: A Summer Night to Remember, Auftragswerk des WDR Funkhausorchester

Auszeichnungen

Goldene Schallplatte – für Alex Christensen & The Berlin Orchestra – Classical 90s Dance Vol. 2 (2022) Venezia Shorts – Best Original Score – für A Father’s Job (2021) Long Story Shorts International Film Festival – Best Original Score – für A Father’s Job (2021) Hollywood Gold Awards – Best Original Score – für A Father’s Job (2021) European Cinematography Awards (ECA) – Best Original Score – für A Father’s Job (2021) Marina del Rey Film Festival – Best Score – für Hero (2017)

Einzelnachweise

Weblinks Robin Hoffmanns Website

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