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mini|Das alte Rathaus (links) und das neue Rathaus (rechts) der Marktgemeinde Holzkirchen.
Ensemble Ensemble Autobahnmeisterei Holzkirchen mini|Autobahnmeisterei Holzkirchen Die Autobahnmeisterei Holzkirchen und die zugehörigen Arbeiterwohnhäuser bilden in ihrer geschichtlichen Bedeutung ein Ensemble. Die Baugruppe ist ein signifikantes Zeugnis für den stark geförderten Ausbau der Reichsautobahnen während der NS-Diktatur, dies einerseits zur ständigen Förderung des Individualverkehrs, aber ebenfalls als Ausbauprojekt kriegswichtiger Infrastrukturen.
Schon im Jahr 1933 begannen die Nationalsozialisten mit den Planungen zum Ausbau der Reichsautobahnen. Im damaligen Reichsgebiet entstanden bis 1943 etwa 3.900 Kilometer Autobahnen und etwa 3.000 Kilometer waren in Teilen bereits vorbereitet. Diese stellen somit das flächenmäßig größte bauliche Zeugnis der NS-Diktatur dar. Im November 1933 wurde mit dem Bau der 126 Kilometer langen Autobahn nach Salzburg in München begonnen. In jedem Jahr wurden Teilabschnitte für den Verkehr freigegeben, bis die Autobahn im Februar 1939 die Landesgrenze erreicht hatte. Schon im Dezember 1938 war die Autobahn von Ulm über Augsburg nach München fertig gestellt worden, im Jahr 1940 wurde der Bau der A9 von Nürnberg bis München, Anschlussstelle Freimann, abgeschlossen. Für den Unterhaltungs- und Betriebsdienst wurden entlang der neuen Straßenzüge Autobahnmeistereien eingerichtet, die in erweiterter Form heute noch bestehen.
Die Holzkirchner Meisterei wurde mit der dazugehörigen Wohnsiedlung mit vier Doppelhäusern 1936 in Betrieb genommen. Den Entwurf der Autobahnmeisterei Holzkirchen und der zugehörigen Arbeiterwohnhäuser hatte der Münchner Architekt Gustav Gsaenger in Zusammenarbeit mit den Reichsautobahnen Oberste Bauleitung München gefertigt. Die Gesamtanlage besteht aus dem Betriebsgebäude, einem zweigeschossigen Satteldachbau mit Eingangsloggia mit Bögen und dem anschließenden Garagenbau sowie einem einzeln dazu stehenden hölzernen Wirtschaftsbau. Über die Bundesstraße hinweg – und anfänglich über einen Kreisel getrennt – liegt die Gruppe der vier Doppelhäuser für die Arbeiter. Diese sind straßenseitig über niedrige Mauern verbunden und habe im Garten jeweils einen hölzernen Stadel. Die als Putzbauten errichteten Gebäude besitzen Flachsatteldächer, weisen rund- oder segmentbogige Öffnungen auf und haben Klappläden. In dieser Weise sind die Bauten im Heimatstil nach örtlichen, also oberländischen Formen gestaltet. Die Anlage aus Autobahnmeisterei mit Nebengebäuden und den Arbeiterhäusern ist als zusammengehöriges Platzbild bis jetzt überliefert. Wenngleich an den Bauten insbesondere im Inneren Veränderungen vorgenommen worden sind, ist das Platzbild bis jetzt anschaulich erhalten und ist eines der wenigen baulichen Zeugnisse für die Anlage von Reichsautobahnen in der NS-Zeit.
Aktennummer: E-1-82-120-1
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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Holzkirchen (Oberbayern)
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
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