mini|hochkant=1.20|Reichenbach von Westen

Reichenbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Mömbris im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg in Bayern.

Geographie Lage Das Kirchdorf Reichenbach liegt am Rande des Spessarts im Kahlgrund auf Chronik des Marktes Mömbris: gemessen am Ortseingang Richtung Mömbris zwischen Mömbris und Johannesberg am gleichnamigen Reichenbach. Nördlich von Reichenbach befinden sich die Dörfer Hohl, Gunzenbach und Rothengrund. Im Westen liegt der Ort Rückersbach. Der topographisch höchste Punkt der Dorfgemarkung befindet sich nordöstlich von Rückersbach mit , der niedrigste liegt an der Mündung des Hohlenbaches in den Reichenbach auf .

Gemarkung Die Gemarkung Reichenbach hat eine Fläche von 3,290 km². Sie ist in 1317 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2497,90 m² haben.

Folgende Gemarkungen grenzen an das Ortsgebiet von Reichenbach:

Name Etymologie Seinen Namen hat Reichenbach vom gleichnamigen Reichenbach, der den Ort durchfließt und bei Mömbris in die Kahl mündet. Im Kahlgründer Dialekt wird der Ort „Reichemich“ genannt.

Frühere Schreibweisen Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden: 1312 Richenbach 1322 Richinbach

Geschichte Die Gemeinde Reichenbach gehörte zum Bezirksamt Alzenau, das am 1. Juli 1862 gebildet wurde. Dieses wurde am 1. Januar 1939 zum Landkreis Alzenau in Unterfranken. Mit dessen Auflösung kam Reichenbach am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Aschaffenburg.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1976 die bis dahin selbständige Gemeinde Reichenbach in den Markt Mömbris eingegliedert.

Reichenbach ist der älteste Gemeindeteil des Marktes. Am 5. Mai 1996 wurde die Tausendjahrfeier begangen.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1871 228 1880 212 1900 235 1910 264 1919 250 1925 248 Jahr Einwohner 1939 280 1946 314 1961 289 1970 343 1971 339 1981 326 Jahr Einwohner 2013 386 2022 392

Kirche mini|150px|Der Seiteneingang der Ortskirche Die Kirche von Reichenbach befindet sich etwas außerhalb des Ortes auf einer Anhöhe an der Staatsstraße 2309 Richtung Johannesberg. Am 3. Oktober 1948 wurde dafür der Grundstein gelegt. Die Weihe fand an Pfingsten, dem 2. und 3. Juni 1952 auf den Namen Auxilium Christianorum (lat. für Maria, Hilfe der Christen) statt.

Literatur Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung (Hrsg.): Heimatjahrbuch Unser Kahlgrund, 1956–2024. Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung (Hrsg.): Bildstöcke und Flurdenkmäler des Landkreises Alzenau, 1971. Eichelsbacher, Josef August: Heimatbuch des Kahlgrundes, I.Teil, Geschichte und Sagen, 1928. Eichelsbacher, Josef August: Heimatbuch des Kahlgrundes, II.Teil, Land und Leute, 1930. Griebel, Emil: Chronik des Marktes Mömbris, 1982. Heimat- und Geschichtsverein Mömbris e. V.: Beiträge zur Geschichte der Marktgemeinde Mömbris, Band 1 (1991) bis Band 9 (2023).

Weblinks

Unser Kahlgrund, Heimatjahrbuch für den ehemaligen Landkreis Alzenau

Einzelnachweise

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