mini|In Mensengesäß

Mensengesäß ist ein Gemeindeteil des Marktes Mömbris im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg in Bayern.

Geographie Lage Das Dorf Mensengesäß befindet sich am Rande des Spessarts auf Chronik des Marktes Mömbris: gemessen in der Dorfmitte im mittleren Kahlgrund und liegt an der Kahl zwischen Schimborn und Niedersteinbach. Die durch Mensengesäß führende Hauptstraße verläuft von Mömbris über Hauenstein Richtung Oberschur. Am Bahnhof der Kahlgrundbahn verläuft direkt die Grenze zu Mömbris, mit dem Mensengesäß baulich zusammengewachsen ist. Im Osten grenzt die Gemeinde Krombach in unmittelbarer Nähe an das Ortsgebiet. Die dort liegenden Weiher werden fälschlicherweise oft Mensengesäßer Weiher genannt und befinden sich auf Krombacher Gemeindegebiet. Auf der Gemarkung von Mensengesäß steht die Hüttenberger Kapelle, die zur untergegangenen Ortschaft Hüttenberg gehörte.

Der topographisch höchste Punkt der Dorfgemarkung, die zugleich etwa dem Gebiet der Altgemeinde Mensengesäß entspricht, befindet sich am Herrenberg, südlich von Dörnsteinbach mit , der niedrigste liegt an der Kahl auf . Der nördlichste und zugleich östlichste Punkt der Dorfgemarkung befindet sich unweit des Ortsrandes von Oberschur, der südlichste liegt in den Erlenwiesen an der Kahl. Im Westen reicht die Gemarkung bis zur Staatsstraße 2305 Nahe des Mömbriser Feuerwehrhauses.

Die durch Mensengesäß führende Bahnhofstraße war bis in die 1970er Jahre als Staatsstraße 2305 ausgewiesen. Durch Mensengesäß verlaufen der Degen-Weg, der Fränkische Marienweg und der Kahltal-Spessart-Radweg.

Gemarkung Die Gemarkung Mensengesäß hat eine Fläche von 2,519 km². Sie ist in 1459 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 1726,83 m² haben.

Folgende Gemarkungen grenzen an das Ortsgebiet von Mensengesäß:

Name Etymologie Es wird fälschlicherweise angenommen, dass der Name Mensengesäß sich vom Menschengesäß ableitet. Mensengesäß besteht aber aus den alten Wörtern magan und geses. Übersetzt bedeuten sie mächtig und Heim. Es kann von einem Wohnort eines einflussreichen Mannes ausgegangen werden.Chronik des Marktes Mömbris Im Volksmund wird der Ort „Mensegesees“ oder „Mehnsgesehs“Artikel in der PrimaSonntag: Die Ortsnamen des bayerisch-hessischen Grenzgebiets - so wie man sie im Ort ausspricht genannt.

Weitere Orte in der Region mit dieser Namenswurzel sind Hüttelngesäß, Eidengesäß, Armansgesäß und Dursgesäß (heute Dörsthöfe).

Frühere Schreibweisen Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden: 1850 MensengeßesUrpositionsblatt: Sailauf und Umgebung im Jahre 1850 1860 MensengesäßTopographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits des Rhein Blatt: 10 (1860)

Geschichte mini|Alte Schule in Mensengesäß Die Gemeinde Mensengesäß gehörte zum Bezirksamt Alzenau, das am 1. Juli 1862 gebildet wurde. Dieses wurde am 1. Januar 1939 zum Landkreis Alzenau in Unterfranken. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Mensengesäß am 1. Januar 1972 nach Mömbris eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohnerzahl 1871 257 1880 280 1900 330 1910 478 1919 494 1925 561 1939 624 Jahr Einwohnerzahl 1946 737 1961 781 1970 833 1971 840 1981 814 2013 1122 2022 1104

Verkehr Der Haltepunkt Mömbris-Mensengesäß liegt an der Bahnstrecke Kahl–Schöllkrippen.

Literatur Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung (Hrsg.): Heimatjahrbuch Unser Kahlgrund, 1956–2024. Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung (Hrsg.): Bildstöcke und Flurdenkmäler des Landkreises Alzenau, 1971. Eichelsbacher, Josef August: Heimatbuch des Kahlgrundes, I. Teil, Geschichte und Sagen, 1928. Eichelsbacher, Josef August: Heimatbuch des Kahlgrundes, II. Teil, Land und Leute, 1930. Griebel, Emil: Chronik des Marktes Mömbris, 1982. Heimat- und Geschichtsverein Mömbris e. V.: Beiträge zur Geschichte der Marktgemeinde Mömbris, Band 1 (1991) bis Band 9 (2023).

Weblinks

Unser Kahlgrund Heimatjahrbuch für den ehemaligen Landkreis Alzenau

Einzelnachweise

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