Die Produktionsfachkraft Chemie ist in Deutschland seit 2005 ein staatlich anerkannterAusbildungsordnung zur Produktionsfachkraft Chemie bei juris (PDF; 57 kB). Abgerufen am 20. Oktober 2010. Ausbildungsberuf nach Berufsbildungsgesetz.

Ausbildungsdauer und Struktur Die Ausbildungsdauer zur Produktionsfachkraft Chemie beträgt in der Regel zwei Jahre. Die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule.Rahmenlehrplan der KMK zur Produktionsfachkraft Chemie (PDF; 61 kB). Abgerufen am 20. Oktober 2010. Der Beruf ist als Monoberuf ausgeführt und verfügt daher nicht wie andere Ausbildungsberufe der chemischen Industrie über Wahlqualifikationseinheiten (z. B. Chemikant, Chemielaborant).

Entstehungsgeschichte Der Beruf ersetzt den Ausbildungsberuf Chemiebetriebsjungwerker aus dem Jahr 1978. Die Ausbildungsvorschriften waren veraltet – insbesondere die zunehmende Prozesssteuerung in den Anlagen der chemischen Industrie war nicht enthalten.

Als Zielgruppe definieren die Sozialpartner Jugendliche, die nicht über eine Einstiegsqualifizierung im dreijährigen Ausbildungsberuf Chemikant verfügen. Der Beruf soll diesen Jugendlichen einen Einstieg in die duale Ausbildung ermöglichen. Dabei war es das erklärte Ziel, dass nach einem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung der Jugendliche seine Ausbildung im zweiten Ausbildungsjahr zum Chemikant fortsetzt und anschließend erneut eine Abschlussprüfung ablegt. Der Beruf soll die Angebotspalette von berufsvorbereitenden Maßnahmen wie „Start in den Beruf“ und dem Chemikanten schließen. (PDF; 201 kB) aus 2004. Abgerufen am 20. Oktober 2010.

Arbeitsgebiete Produktionsfachkräfte Chemie arbeiten in der chemischen Industrie und sind dort in der Produktion und Verarbeitung tätig. Sie bedienen Anlagen der chemischen Industrie und kontrollieren sowie dokumentieren die Herstellung von Produkten. Sie unterstützen andere Fachkräfte bei der Wartung und Instandhaltung. Während der Herstellung der Produkte sind sie auch für die Bestimmung von Stoffeigenschaften und Stoffkonstanten zuständig. Der Umweltschutz („Responsible Care“) spielt bei ihrer Arbeit eine große Rolle.Europass Zeugniserläuterung Produktionsfachkraft Chemie, (PDF), Webseite des BIBB, abgerufen am 5. August 2026.

Zwischen- und Abschlussprüfung In diesem Beruf findet eine konventionelle Zwischen- und Abschlussprüfung statt. Eine gestreckte Abschlussprüfung findet keine Anwendung. Im Zuge der Neuordnung wurden Musterprüfungsaufgaben zur Verfügung gestellt, die den Anspruch und Aufbau darstellen sollen.

Zwischenprüfung Die Zwischenprüfung soll den Leistungsstand des Auszubildenden ermitteln. Sie findet zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres statt. Der Auszubildende führt eine verfahrenstechnische Arbeit durch und bearbeitet schriftliche Aufgaben aus den Bereichen der Produktionstechnik, Wartung und responsible care.

Abschlussprüfung Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Der praktische Teil beinhaltet die Durchführung eines Herstellungs- oder Verarbeitungsprozesses. Hierfür stehen dem Auszubildenden sieben Stunden Zeit zur Verfügung. Daneben bearbeitet er schriftlich Aufgaben aus den Bereichen Verfahrens- und Produktionstechnik sowie der Anlagentechnik. Ergänzt werden diese Prüfungsbereiche durch Wirtschafts- und Sozialkunde.Verordnung über die Berufsausbildung zur Produktionsfachkraft Chemie, Gesetze im Internet, abgerufen am 5. August 2026.

Weblinks Ausbildungsprofil beim Bundesinstitut für Berufsbildung Webseite des BAVC mit weiterführenden Informationen zur Produktionsfachkraft Chemie Ausbildung zur Produktionsfachkraft Chemie, Elementare-vielfalt.de

Einzelnachweise

Kategorie:Ausbildungsberuf Kategorie:Beruf (Chemie)