mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte des Ortsteils Berlin-Mitte
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Mitte beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Mitte mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick mini|hochkant=0.5|Wappen des ehemaligen Bezirks Mitte (1994–2000)
Der Ortsteil Mitte hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 10115, 10117, 10119, 10178 und 10179. Wie aus der Karte ersichtlich, gliedert er sich in verschiedene Ortslagen und historisch gewachsene Bereiche wie Friedrichstadt und Luisenstadt.
Berlin entstand als mittelalterliche Handelsstadt an einem wichtigen Spreeübergang. Im Wesentlichen liegt der Ortsteil auf dem Gebiet des historischen Stadtkerns. Das sich schrittweise entwickelnde Straßennetz diente der Erschließung der Wohnbereiche. Mit der Herausbildung der Vorstädte Friedrichswerder, Luisenstadt, Dorotheenstadt, Spandauer und Stralauer Vorstadt, Friedrichstadt und Friedrich-Wilhelm-Stadt nach Ansiedlung von Zuwanderern wie der Hugenotten erfolgten geordnetere Straßenanlagen, meist rechtwinklig.
Die ebenfalls zum Ortsteil Berlin-Mitte gehörenden historischen Stadtteile Oranienburger und Rosenthaler Vorstadt komplettieren schließlich die auch gelegentlich als Kieze bezeichneten Wohnbereiche. Die Namensgebung der Straßen war von unterschiedlichen Themen beeinflusst. Einen wesentlichen Einfluss auf die Benennung von Straßen und Plätzen nahm die Rolle Berlins als Residenzstadt, was sich in Namen wie Schloßplatz oder Am Lustgarten widerspiegelt. Die Zerstörungen am Ende des Zweiten Weltkriegs bedeuteten einen bedeutenden Einschnitt sowohl für die Bebauung als auch für die Straßennamensgebung des Ortsteils Berlin-Mitte.
Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit sind die nicht mehr vorhandenen Namen von Straßen und Plätzen in einer gesonderten Liste ehemaliger Straßen und Plätze in Berlin-Mitte dargestellt mit den Angaben, die dem folgenden Überblick entsprechen. Beide Listen sind gegenseitig verlinkt.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAaron-Bernstein-Platz ()90 × 20 Aaron Bernstein (1812–1884), Schriftsteller und Mitbegründer des Reformjudentums in Berlinstyle="text-align:right;" Der Platz erschließt das neue Stadtquartier Am Tacheles von der Oranienburger Straße aus.140x140px|zentriert|Aaron-Bernstein-PlatzAckerstraße ()950(im Ortsteil)Äcker der Berliner Feldmark, durch die die Straße verliefstyle="text-align:right;" Die Ackerstraße verläuft im Ortsteil von der Linienstraße am Koppenplatz bis zur Bernauer Straße. Ein weiterer Teil der Straße erstreckt sich in Gesundbrunnen von der Bernauer Straße bis zur Scheringstraße. Die vorherigen Namen waren um 1752 bis 1801 Zweite Reihe im Neuen Voigtland und Dritte Reihe im Neuen Voigtland. Zwischen Torstraße und Invalidenstraße befinden sich mehrere gelistete Baudenkmale sowie die Ackerhalle und das Kulturhaus „Schokoladen“ mit dem „Club der polnischen Versager“.140x140px|zentriert|Ackerstraße 140x140px|zentriert|Berlin-Mitte AckerstraßeAdalbertstraße ()360(im Ortsteil)Adalbert Prinz von Preußen (1811–1873), Oberbefehlshaber der preußischen Marinestyle="text-align:right;" Die Straße verläuft vom Kottbusser Tor im Ortsteil Kreuzberg bis zum Bethaniendamm und dann weiter im Ortsteil Mitte bis zur Köpenicker Straße. Bei der Aufteilung des Köpenicker Feldes in den Jahren 1841–1846 wurde die Straße angelegt.140x140px|zentriert|AdalbertstraßeAdele-Schreiber-Krieger-Straße ()150Adele Schreiber-Krieger (1872–1957), Frauenrechtlerinstyle="text-align:right;" Sie verläuft in West-Ost-Richtung zwischen Schiffbauerdamm und Luisenstraße. An der Straße liegt das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus.140x140px|zentriert|Adele-Schreiber-Krieger-StraßeAlbrechtstraße ()350Albrecht Prinz von Preußen (1809–1872), Generaloberst der preußischen Armeestyle="text-align:right;" Die Straße wurde 1827 angelegt und erhielt im gleichen Jahr ihren Namen. Sie führt von der Schumannstraße zum Schiffbauerdamm. An der Ecke Reinhardtstraße steht der Kulturbunker (unteres Bild).140x140px|zentriert|Albrechtstraße 140x140px|zentriert|KulturbunkerAlexanderplatz ()210 × 200(unregelmäßige Form)Alexander I. (1777–1825), russischer Zarstyle="text-align:right;" Die vorherigen Namen waren im 18. Jahrhundert Paradeplatz und Königsplatz. Der Platz entwickelte sich aus einem noch bis ins 19. Jahrhundert bestehenden Viehmarkt (Ochsenplatz).140x140px|zentriert|AlexanderplatzAlexanderstraße ()650Alexander I. (1777–1825), russischer Zarstyle="text-align:right;" Sie führt von der Karl-Liebknecht-Straße bis zur Jannowitzbrücke. Am 25. November 1932 erhielt die Straße An der Jannowitzbrücke, die zum Alexanderplatz führte, deshalb den Namen Alexanderstraße. 1933 wurde ein Teil der Straße dem Alexanderplatz zugeschlagen und ein Teilstück der Alexanderstraße in Memhardstraße umbenannt. Am 1. Februar 2006 wurde der Straßenabschnitt zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Grunerstraße, vorher ein Bereich des Alexanderplatzes, der Alexanderstraße zugeschlagen.Kauperts: Alexanderstraße140x140px|zentriertAlexanderufer ()480Alexander von Humboldt (1769–1859), Wissenschaftlerstyle="text-align:right;" Die Straße verbindet die Invalidenstraße mit dem Schiffbauerdamm. Ihr nördlicher Teil ist Fuß- und Radweg. Das Ufer entstand 1850 mit dem Bau des Humboldthafens. Hier befand sich um 1786 das Wirtshaus Sandkrug an der steinernen Brücke über den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal.140x140px|zentriert|AlexanderuferAlexandrinenstraße ()140(im Ortsteil)Alexandrine Prinzessin von Preußen (1803–1892), Großherzogin von Mecklenburg-Schwerinstyle="text-align:right;" Die Straße verläuft zwischen der Waterloobrücke im Ortsteil Kreuzberg bis zur Sebastianstraße. Nur der Abschnitt ab der Stallschreiberstraße gehört zum Ortsteil Mitte.140x140px|zentriert|AlexandrinenstraßeAlex-Wedding-Straße ()140Alex Wedding, Künstlername der Kinderbuchautorin Grete Weiskopf (1905–1966)style="text-align:right;" Die Straße beginnt an der Wadzeckstraße und endet nach zweimaliger Richtungsänderung als Sackgasse hinter den Häusern an der Bernhard-Weiß-Straße.140x140px|zentriert|Alex-Wedding-StraßeAlmstadtstraße ()400Bernhard Almstadt (1897–1944), KPD-Funktionär, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismusstyle="text-align:right;" Die Straße verbindet die Münzstraße im Süden mit der Rosa-Luxemburg-Straße im Norden. Zuerst hieß der Verkehrsweg Verlohren Gasse bzw. Verlorene Straße (um 1700 bis 1817) und Grenadierstraße (1817–1951). Bei der Benennung 1951 wurde sie irrtümlicherweise als Almstädtstraße bezeichnet, was wenig später korrigiert wurde. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in dem auch Spandauer Vorstadt genannten Gebiet stehen in der Berliner Denkmalliste.140x140px|zentriert|Münzstraße/Almstadtstraße 140x140px|zentriert|Almstadtstraße in Richtung MünzstraßeAlte Jakobstraße ()390(im Ortsteil)vermutlich nach dem Besitzer eines Grundstücks an dieser Straße benanntstyle="text-align:right;" Die Straße beginnt an der Lindenstraße in Kreuzberg, überquert an der Kommandantenstraße die Ortsteilgrenze und endet an der Neuen Roß-/Annenstraße. Die vorherigen Namen waren um 1680 bis um 1778 Cöpnicksche Vorstraße, um 1699 bis vor 1723 Gegen der Kirche, um 1699 bis vor 1723 Am Kirchhofe und vor 1716 bis um 1778 Jacobs Straße.140x140px|zentriert|Alte JakobstraßeAlte Leipziger Straße ()100Richtung der Straße, die am Leipziger Tor begannstyle="text-align:right;" Die Straße verläuft zwischen Kurstraße und Niederwallstraße. Sie hieß bereits von etwa 1683 bis 1969 Alte Leipziger Straße. Bei der völligen Neubebauung der Leipziger Straße und der Umgestaltung der anschließenden Verkehrswege wurde sie beseitigt. Als ab dem Jahr 2000 die frühere Dorotheenstadt und Friedrichstadt wiederum neu gestaltet und kleinteilig bebaut wurden, vergab der Senat von Berlin den historischen Namen neu.140x140px|zentriert|Alte Leipziger Straße in Höhe Kurstraße, 19. Jahrhundert 140x140px|zentriert|Alte Leipziger StraßeAlte Schönhauser Straße ()400Schönhausen (seit 1920 Niederschönhausen), Ortsteil des Berliner Bezirks Pankow; Richtungstyle="text-align:right;" Die Straße verläuft zwischen Torstraße und Weinmeister-/Münzstraße. Ihre vorherigen Namen waren Steinweg nach Schönhausen (Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1699) und Pankower Straße (1699–1750).140x140px|zentriert|Alte Schönhauser StraßeAm Festungsgraben ()80 + 70Festungsgraben, Teil der zwischen 1658 und 1683 gebauten Befestigungsanlagestyle="text-align:right;" Die Straße verläuft zwischen Hinter dem Gießhaus und dem Platz der Märzrevolution. Sie wurde zeitweilig auch Grüner Graben genannt. Am Festungsgraben stehen das Maxim-Gorki-Theater und das Palais am Festungsgraben, das von 1947 bis 1990 als Haus der Kultur der Sowjetunion bzw. Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft fungierte. Beide Gebäude gehören zur Dorotheenstadt und sind denkmalgeschützt.140x140px|zentriert|Maxim Gorki-Theater am Festungsgraben
140x140px|zentriert|Palais am FestungsgrabenAm Köllnischen Park ()300 Park, der 1886 auf dem Areal der Festungsbastion VII entstandstyle="text-align:right;" An diesem Park führt die Straße entlang. Sie verläuft zwischen Köpenicker Straße und Wallstraße/Märkisches Ufer an der ehemaligen Waisenbrücke. In dieser Straße befinden sich der Bärenzwinger, das Märkische Museum und an der Ecke zum Märkischen Ufer das denkmalgeschützte Marinehaus.140x140px|zentriert|Blick in den Park. Im Hintergrund das Märkische MuseumAm Krögel ()50 Krögel, Kruvel (=altwendisch) oder Krewel, Name einer Spreebucht, die seit dem 14. Jh. hier bekannt warstyle="text-align:right;" Die Straße beginnt als Fußweg an der Stralauer Straße und endet an der Neuen Jüdenstraße. Der Name der Privatstraße wurde von einer Gasse übernommen, die im 16. Jahrhundert als Zugang zur Spree zum Wasserholen angelegt worden war. Die Gasse existierte bis um 1937. Bei der Neubebauung nach 1990 wurde der Straßenname entsprechend dem historischen Verlauf neu vergeben.140x140px|zentriert|Der Krögel um 1900
140x140px|zentriert|Am KrögelAm Kupfergraben ()450Kupfergraben, westlicher Spreearm Der Name leitet sich vermutlich von dem Gießhaus ab, das sich ab dem 17. Jahrhundert hier befand und in dem u. a. Kupfer gegossen wurde.style="text-align:right;" Die Straße verläuft entlang des Kupfergrabens zwischen Geschwister-Scholl-Straße und Hinter dem Gießhaus. Der vorherige Name im 16. Jahrhundert bis um 1700 war Am Ludwigsgraben. Die Straße gehört zur Dorotheenstadt, deren erhaltene Gebäude in der Berliner Denkmalliste stehen. Hier befindet sich der Eingang zum Pergamonmuseum. 140x140px|zentriert|Trödelmarkt am Kupfergraben
140x140px|zentriert|Magnus-HausAm Lustgarten ()350Lustgartenstyle="text-align:right;" Der Name der westlich des Berliner Doms verlaufenden Straße zwischen Bodestraße und Karl-Liebknecht-Straße wurde vermutlich amtlich nie außer Kraft gesetzt, war nach 1952 auf Stadtplänen allerdings nicht mehr zu finden. 1995 wurde die Straße nochmals benannt.140x140px|zentriert|Berliner DomAm Nordbahnhof ()110Nordbahnhofstyle="text-align:right;" Die Straße verläuft zwischen Invalidenstraße und Zinnowitzer/Julie-Wolfthorn-Straße. Der erste Name war Am Stettiner Bahnhof (1936–1951); nachdem der Bahnhof neu bezeichnet wurde, erhielt auch die anliegende Straße einen neuen Namen.140x140px|zentriert|Postamt N4 Am NordbahnhofAm Nußbaum