Heinrich Theodor Wilhelm Hirsch (* 22. August 1861 in Goslar; † 1. Oktober 1918 in Essen) war Syndikus einer Handelskammer und Mitglied des Deutschen Reichstags.
Leben Hirsch besuchte das Realgymnasium zu Goslar und studierte Staatswissenschaften an den Universitäten Leipzig und Berlin. Von 1887 bis 1897 war er volkswirtschaftlicher Sekretär des Centralverbandes Deutscher Industrieller. Seit 1897 war er Syndikus der Handelskammer für die Kreise Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen. Weiter war er Stadtverordneter in Essen seit 1900, Mitglied des Provinziallandtags der Rheinprovinz, Stellvertretendes Mitglied des Bezirkseisenbahnrats zu Köln, des Rhein-Wasserstraßenbeirats, des Wasserstraßenbeirats für den Rhein-Herne-Kanal und die Lippewasserstraße sowie des Gesamtwasserstraßenbeirats.
Ab 1901 war er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses und ab 19. Januar 1916 war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Merseburg 6 (Sangerhausen, Eckartsberga) und die Nationalliberale Partei.
Hirsch war das führende Sprachrohr der Ruhrindustriellen im Landtag und vertrat die Interessen der Schwerindustrie in Berlin mit Nachdruck. In seinem Haus fanden Abendgesellschaften von führenden Persönlichkeiten aus Hochfinanz und Industrie statt.Gerald D. Feldman: Hugo Stinnes. Biographie eines Industriellen 1870-1924. München 1998, S. 106 u. 291.
Er war Mitglied im Alldeutschen Verband.Fritz Fischer: Krieg der Illusionen. Düsseldorf 1969, S. 350.
Literatur
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich) Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages der Rheinprovinz Kategorie:NLP-Mitglied Kategorie:Mitglied im Alldeutschen Verband Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1861 Kategorie:Gestorben 1918 Kategorie:Mann