Paul Weigmann (* 20. Mai 1923 in Leverkusen; † 12. Februar 2009 in Küppersteg) war ein deutscher Glasmaler und Zeichner.
Leben Paul Weigmann studierte an den Kölner Werkschulen bei Wilhelm Teuwen (1908–1967), Professor für Glasmalerei von 1946 bis 1967, dessen Meisterschüler er wurde.
Seit 1969 lebte und arbeitete Paul Weigmann in Küppersteg, einem Stadtteil von Leverkusen, in einem Haus, das der Architekt Karl-Josef Ernst, ein Neffe des Künstlers Max Ernst, entworfen hat. Hier unterrichtete er auch seine Schüler. Jahrelang leitete Paul Weigmann die Kreativgruppen in der Ausbildungsabteilung der Bayer AG.
Paul Weigmann war verheiratet mit Marga Weigmann.
Werke Nach dem Zweiten Weltkrieg entwarf Paul Weigmann vor allem Kirchenfenster für die während des Krieges zerstörten Kirchen, die wiederaufgebaut werden mussten. Insgesamt schuf er über 300 Glasfenster. Seine Werke befinden sich in den Kölner Kirchen St. Severin, St. Maria im Kapitol und St. Pantaleon, im Bonner Münster und in der Kirche St. Remigius, in den Domen von Mainz, Speyer, Paderborn, Worms und in der Stiftskirche St. Viktor in Xanten. 14 Kirchen in Leverkusen sind mit Fenstern von Paul Weigmann ausgestattet wie die Kirchen von Wiesdorf, St. Stephanus in Bürrig, St. Remigius in Opladen, die Kirche Heilige Drei Könige in Bergisch Neukirchen, St. Engelbert in Pattscheid oder die Küppersteger Christus-König-Kirche. Für die katholische Kirche St. Elisabeth in Opladen entwarf er das größte Holzfenster Europas mit einer Höhe von 16,5 Metern und einer Breite von 8,5 Metern.
Neben Kirchenfenstern entwarf Paul Weigmann auch Fenster für Privathäuser oder für öffentliche Gebäude wie das Spitzgiebelfenster des Bahnhofs Leverkusen-Mitte.Bahnhof Mitte im Leverkusener Stadtführer
Weigmanns Bilder bewegen sich zwischen dem Gegenständlichen und dem Abstrakten. Häufig kehrt die Farbe Blau wieder.
Werkverzeichnis (Auswahl)