Wolfgang Hübner (* 29. Dezember 1931 in Berlin; † 29. Januar 2017 in Eichwaldebiografischer Eintrag zu Wolfgang Hübner bei der Filmdatenbank IMDB, abgerufen am 27. April 2022.) war ein deutscher Regisseur und Schauspieler.

Leben Hübner absolvierte sein Schauspielstudium von 1948 bis 1951 am Deutschen Theater-Institut Weimar Schloss Belvedere. Von 1952 bis 1962 arbeitete er am Maxim-Gorki-Theater in Berlin. 1969 begann er ein Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. Nach erfolgreichem Abschluss arbeitete Hübner vor allem als Regisseur von Fernsehfilmen, inszenierte aber auch zahlreiche Stücke am Berliner Theater. Ab den 1950er Jahren spielte er in mehreren DEFA-Filmen. Seine einzige Hauptrolle hatte er 1960 in dem NVA-Film Schritt für Schritt.

In den 1960er Jahren erzählte er mit einer Handpuppe als Rolf und Reni Gutenachtgeschichten im Abendgruß von Unser Sandmännchen. 1977 wurde er mit dem Nationalpreis der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur ausgezeichnet. Zusammen mit seinem Bruder Achim Hübner (1929–2014) inszenierte er die Serie um Menschen in einem Neubaugebiet, Einzug ins Paradies, die, 1984 verboten, 1987 doch noch gesendet wurde. Nach der Wende war er weiterhin als Regisseur tätig; unter anderem drehte er mehrere erfolgreiche Serien wie Alle meine Töchter (1995–2001, 33 Folgen), Jenny & Co. (2001, 12 Folgen) und Um Himmels Willen (2003, 4 Folgen).

Filmografie (Auswahl) Als Regisseur in Fernsehfilmen 1974: Heiße Spuren 1975: Pirat mit Hindernissen 1975: Geschwister 1977: Trampen nach Norden 1978: Der Meisterdieb 1980: Gevatter Tod 1980: Friedhelms Geburtstag und andere Geschichten 1980: Glück und Glas 1981: Trompeten-Anton 1982: Das Mädchen und der Junge 1983: Der entführte Prinz 1985: Es steht der Wald so schweigend 1986: Jorinde und Joringel 1988: Polizeiruf 110: Amoklauf 1989: Schulmeister Spitzbart 1991: Polizeiruf 110: Big Band Time 1991: Das Trio (Kriminalkomödie)Das Trio Fernsehen der DDR (Memento)

Als Schauspieler 1954: Alarm im Zirkus 1954: Stärker als die Nacht 1955: Star mit fremden Federn 1956: Zwischenfall in Benderath 1956: Besondere Kennzeichen: keine 1957: Zwei Mütter 1958: Geschwader Fledermaus 1959: Gefährlicher Freund 1959: Im Sonderauftrag 1960: Schritt für Schritt 1965: Dr. Schlüter 1965: Die Insel 1967: Ein sonderbares Mädchen 1971: Der Sonne Glut 1977: Trampen nach Norden 1991: Polizeiruf 110: Big Band Time

Theater 1952: Miroslav Stehlik nach A. S. Makarenkow: Der Weg ins Leben – Regie: Werner Schulz-Wittan/Achim Hübner (Maxim-Gorki-Theater Berlin) 1954: William Shakespeare: Die Komödie der Irrungen – Regie: Hans-Robert Bortfeldt (Maxim-Gorki-Theater Berlin) 1955: Alexander Ostrowski: Der schöne Mann (Pierre) – Regie: Hans-Robert Bortfeldt (Maxim-Gorki-Theater Berlin) 1957: Gert Weymann: Generationen (Offiziersanwärter) – Regie: Gert Beinemann (Maxim-Gorki-Theater Berlin) 1959: Alexander Ostrowski: Diebe Und Liebe – Regie: Werner Schulz-Wittan (Maxim-Gorki-Theater Berlin)

Hörspiele 1964: Martine Monod: Normandie-Njemen – Bearbeitung und Regie: Fritz Göhler (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR) 1967: Rolf Wohlgemuth: Verraten und verkauft (René) – Regie: Peter Groeger (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1970: Herbert Friedrich: Radsaison (Lord) – Regie: Maritta Hübner (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR) 1971: Heinrich Mann: Die Jugend des Königs Henri Quatre – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel – Rundfunk der DDR)

Auszeichnungen 1960: Verdienstmedaille der Nationalen Volksarmee in Bronze für Schritt für SchrittIn: Berliner Zeitung, 16. Oktober 1960, S. 12 1977: Nationalpreis der DDR 2. Klasse für Kunst und Literatur

Weblinks

Hans-Jürgen Furcht: Wolfgang Hübner. filmstadt-quedlinburg.de

Einzelnachweise

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