Michael Schenk (* 21. Dezember 1965 in Osnabrück) ist ein deutscher Schauspieler.
Leben Michael Schenk wurde von 1988 bis 1992 in der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart ausgebildet., abgerufen am 13. Dezember 2021Michael Schenk. Vita bei der Berlin Brandenburg Film Commission, abgerufen am 20. März 2026. Es folgten Festengagements am Hans Otto Theater in Potsdam (1992–1993) und am Theater der Altmark (1993–1996).Ein Sommernachtstraum. Shakespeare. Programmheft Theater der Altmark 1995. Abgerufen am 20. März 2026 Zu seinen Bühnenrollen gehörten u. a. der Lysander in Ein Sommernachtstraum und der Hamlet. In den Jahren 1997/98 wirkte er in Berlin bei verschiedenen freien Theaterproduktionen mit, u. a. in der „Baracke“ des Deutschen Theaters und im Theater am Halleschen Ufer. 2004 gastierte er am Düsseldorfer Schauspielhaus unter der Regie von Ingo Kerkhof in dem Theaterstück Einfach das Ende der Welt (Juste la fin du monde) von Jean-Luc Lagarce.
Seit Ende der 1990er Jahre arbeitet Schenk fast ausschließlich für Film und Fernsehen. Er hat mittlerweile in über 120 Kino- und TV-Produktionen mitgewirkt. Für das Kino arbeitete er u. a. mit Dennis Gansel, Uli Edel, Michael Haneke, Doris Dörrie, Toke Constantin Hebbeln, Detlev Buck und Lars Kraume. Bei internationalen Kino-Produktionen drehte er u. a. unter der Regie von Jean-Jacques Annaud, Stephen Daldry und Steven Spielberg. In Lars Kraumes Kinofilm Der Staat gegen Fritz Bauer (2015), der bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2016 den Filmpreis in Gold als „Bester Spielfilm“ erhielt, spielte Schenk den SS-Obersturmbannführer und Holocaust-Organisator Adolf Eichmann.„Meine eigene Behörde ist Feindesland.“. Filmkritik. Abgerufen am 20. März 2026
Außerdem wirkte Schenk in vielen Fernsehfilmen, Fernsehreihen und TV-Serien mit. In dem TV-Dreiteiler Das Adlon. Eine Familiensaga (2013) war er als Kaiser Wilhelm II. zu sehen.Verfilmung: Das Adlon schlägt den Tatort. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. Abgerufen am 20. März 2026 In der TV-Serie Weissensee (2015–2018) hatte er eine wiederkehrende Nebenrolle als „Stasi“-Major Gerd Rothals.Weissensee. Abgerufen am 20. März 2026Weissensee: Geliehenes Glück. Handlung und Besetzung. MDR.de. Abgerufen am 20. März 2026
Häufig wurde Schenk in verschiedenen ZDF-Krimiformaten besetzt. Seit 2013 gehört er als „Kai Ostermann“ neben Felicitas Woll und Tim Bergmann zum festen Ermittlerteam der ZDF-Kriminalfilmreihe Der Taunuskrimi.ZDF zeigt dritten Taunuskrimi "Mordsfreunde". Prisma.de vom 20. Oktober 2014. Abgerufen am 20. März 2026Die Lebenden und die Toten - Ein Taunuskrimi (1/2). Abgerufen am 20. März 2026 In der ZDF-Kriminalfilmreihe Der Kommissar und … ist er seit 2017 an der Seite von Roeland Wiesnekker als Polizeiermittler Mattuschek zu sehen. Von 2009 bis 2024 spielte er in mehreren Folgen der ZDF-Serie SOKO Leipzig als Kriminalhauptkommissar Nikolaus Müller den korrupten „Gegenspieler“ von Kriminalhauptkommissarin Ina Zimmermann (Melanie Marschke).SOKO Leipzig. Szenenausschnitt. Abgerufen am 20. März 2026SOKO Leipzig. Szenenfoto mit Melanie Marschke. Abgerufen am 20. März 2026 Im Erzgebirgskrimi – Der Tote im Burggraben (2021) übernahm er eine Nebenrolle als tatverdächtiger Andenkenschnitzer Karl-Heinz Fromm.Tilmann P. Gangloff: Erzgebirgskrimi – Der Tote im Burggraben. TV-Kritik. Abgerufen am 20. März 2026
Schenk wirkte außerdem in mehreren Tatort-Filmen und als tatverdächtiger Arzt Dr. Luca Proni in Donna Leon – Das goldene Ei (2016), dem 22. Film der Donna-Leon-Filmreihe, mit. Im Frankfurter Tatort: Fackel (2026) spielte er, als „Beamter im permanenten Pausenbrot-Modus“ angelegt, den korrupten Polizeiermittler Möller.Christian Buß: Der Frankfurt-»Tatort« im Schnellcheck. In: SPIEGEL vom 22. März 2026. Abgerufen am 30. März 2026. Abgerufen am 20. März 2026
Als Drehbuchautor schrieb er die Vorlage zum Fernsehfilm Ein guter Sommer (2011) und erhielt dafür den Grimme-Preis 2012.Ein guter Sommer (ARD/HR). 48. Grimme-Preis 2012. Abgerufen am 20. März 2026
Michael Schenk lebt in Berlin.
Filmografie (Auswahl)
Weblinks
Michael Schenk bei der Agentur Inka Stelljes
Einzelnachweise
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